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22.12.2012

12:41 Uhr

Wolfgang Schäuble

„Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss“

Englisch ist für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Sprache der europäischen Einigung. Allerdings tut ihm persönlich jeder Leid, der sein eigenes schlechtes Englisch ertragen muss.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „It will not happen, that there will be a Staatsbankrott in Greece.“ dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „It will not happen, that there will be a Staatsbankrott in Greece.“

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trägt seinen Kampf mit den Tücken des Englischen oft vor großem Publikum aus - und hat trotzdem ein klares Plädoyer für die Sprache des Inselnachbarn abgelegt. Er glaube, dass Englisch die Sprache der europäischen Einigung sein wird, sagte Schäuble der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss“, fügte der 70-Jährige hinzu. „Aber schlecht gesprochenes Englisch ist schließlich eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt.“

Schäubles Intonation des Englischen ist hörbar vom Tonfall seiner badischen Heimat geprägt. Defizite im Wortschatz traten kürzlich in großer Klarheit zu Tage, als Schäuble mit Blick auf die Lage in Griechenland feststellte: „I think ... there will no ... it will not happen, that there will be a Staatsbankrott in Greece.“

Der Christdemokrat verwies in dem Interview mit der Sonntagszeitung aber darauf, dass die meisten jungen Menschen in Europa Englisch verstünden. „Und in global agierenden Unternehmen wird auch nur noch Englisch gesprochen“, sagte er.

Von

afp

Kommentare (43)

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zappenduster

22.12.2012, 13:45 Uhr

*Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bleiben Sie sachlich.*

uli-uli

22.12.2012, 13:56 Uhr

Irgendwann wird es hoffentlichso sein, daß auch in allen europäischen Institutionen nur noch Englisch gesprochen wird. Dann muß nicht immer jeder einzelne Gesetzentwurf, jede Ausführungs- oder Duchführungsverordnung in 18 Sprachen übersetzt werden. Das alles passiert ja auch nur wegen Frankreich, das immer noch nicht begriffen hat, daß Französisch niemals eine Weltsprache war und vor allem nie eine werden wird. Mehr Menschen in wirtschaftlich prosperierenden Ländern lernen Deutsch als Französisch, denn die Grande Nation ist seit Jahren auf dem Abstiegsgleis, wovor die Absolventen der Ecole National d´Administration aber nicht wissen wollen. Noch immer kämpft das offizielle Frankreich mehr um seine Sprache als das es Kraft in moderne Technologien etc. investiert. Nirgendwo in den Europäischen Institutionen steht irgendwas auf Deutsch, dem Land der Hauptzahler und dem bevölkerungsreichsten Land, immer alles auf Französisch, das ist einfach lächerlich. Statt Französich sollten unsere Gymnasiasten lieber Mandarin oder von mir aus auch Spanisch lernen. Die Zukunft der globalisierten Welt sieht aber ohnehin so aus, daß so gut wie jeder zwei Sprachen sprechen wird, die Heimatsprache zu Hause und mit Freunden, und Englisch, sobald man im Büro oder in der Behörde ist, und das ist auch gut so.
Wenn man sieht wie wenig Englisch selbst die Jugend in den Südländern spricht, dann muß man sich nicht wundern, daß diese Jugend jetzt in Zeiten der Kriese auch im Ausland
nur schwer einen Job bekommt, denn Englisch ist auch in deutschen Konzernen längst Mindestvorraussetzung für einen qualifizierten Job.
Schöne Weihnachten wünscht Ihnen

Uli Henkl

Brasil

22.12.2012, 14:00 Uhr

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