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25.04.2016

15:31 Uhr

Wolfgang Schäuble

Steuerliche Anreize für betriebliche Altersvorsorge

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kündigt an, die betriebliche Altersvorsorge auch mit steuerlichen Anreizen zu fördern. Die Maßnahmen sollten hauptsächlich für kleine und mittlere Unternehmer gelten.

Um die Probleme der Altersvorsorge zu bewältigen, müssten alle drei Säulen - die gesetzliche, die private und die betriebliche Altersvorsorge langfristig ertüchtigt werden, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). dpa

Rente

Um die Probleme der Altersvorsorge zu bewältigen, müssten alle drei Säulen - die gesetzliche, die private und die betriebliche Altersvorsorge langfristig ertüchtigt werden, sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

BerlinDie betriebliche Altersvorsorge in Deutschland soll auch mit steuerlichen Anreizen gefördert werden. Das kündigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag in Berlin auf einer Veranstaltung des Handwerkverbandes ZDH an.

„Die werden auch steuerliche Maßnahmen beinhalten“, sagte er zu den Plänen der schwarz-roten Koalition. Die Förderung müsse insbesondere Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen sowie „unterdurchschnittlich verdienende Arbeitnehmer“ enthalten.

Er sei bei der Erarbeitung eines gemeinsamen Vorschlages mit Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in der „letzten Phase“.

Um die Probleme der Altersvorsorge zu bewältigen, müssten alle drei Säulen - die gesetzliche, die private und die betriebliche Altersvorsorge langfristig ertüchtigt werden, sagte Schäuble. Es gebe Handlungsbedarf, und die Koalition reagiere.

Betriebsrenten – die zweite Säule der Altersvorsorge

Modelle

Mehr als 44 000 deutsche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung. Sie gilt als zweite Säule zur Sicherung des Einkommens im Alter. Dabei gibt es verschiedene Formen und Wege für die Firmen, etwa über Direktzusagen oder über die Einrichtung von Pensionskassen und Pensionsfonds.

Bilanzierung

Pensionszusagen stellen langfristige Verbindlichkeiten der Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern dar und müssen in der Bilanz als Pensionsrückstellungen auf der Passivseite verbucht werden. Für deren Berechnung gelten allerdings je nach Bilanzstandard unterschiedliche Regeln.

Die anhaltend niedrigen Zinsen machen Lebensversicherern zu schaffen und schlagen auch bei Angeboten der privaten und betrieblichen Altersvorsorge zu Buche. Unternehmen müssen wegen der Niedrigstzinsen mehr Geld zurücklegen, um die Zusagen aus den Pensionsverpflichtungen erfüllen zu können.

In der Koalition wird diskutiert, dass Arbeitgeber verpflichtet werden, Beschäftigten Angebote zu machen. Geringverdiener könnten mit einem Förderbetrag stärker unterstützt werden. Kleinen und mittleren Unternehmen könnten die Risiken mittels kollektiver Haftungslösungen genommen werden. Betriebsrenten sollen stärker in Tarifverträgen verankert werden.

Von

dpa

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