Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.10.2014

11:16 Uhr

Wowereit-Nachfolge

SPD rechnet mit Stichwahl

Am Samstagnachmittag könnte feststehen, wer als Nachfolger des scheidenden Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit wird. Die Berliner SPD zählt die Stimmen eines Mitgliedervotums aus. Eine Stichwahl ist wahrscheinlich.

50 Kisten mit Briefen sind bei der Berliner SPD eingetroffen. Wenn die Stimmen des Mitgliedervotums ausgezählt sind, könnte am Nachmittag feststehen, wer neuer Regierungschef in der Hauptstadt wird. dpa

50 Kisten mit Briefen sind bei der Berliner SPD eingetroffen. Wenn die Stimmen des Mitgliedervotums ausgezählt sind, könnte am Nachmittag feststehen, wer neuer Regierungschef in der Hauptstadt wird.

BerlinIn Berlin hat am Samstagvormittag die Auszählung des Mitgliedervotums für die Nachfolge des scheidenden Regierungschefs Klaus Wowereit (SPD) begonnen. Am Morgen seien 50 Kisten mit Stimmbriefen angekommen, sagte SPD-Landessprecherin Josephine Steffen. Um die Nachfolge haben sich der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß, Stadtentwicklungssenator Michael Müller und Fraktionschef Raed Saleh beworben.

Das Ergebnis des Mitgliedervotums will die SPD am Nachmittag bekanntgeben. Eine Stichwahl zwischen zwei Kandidaten gilt als wahrscheinlich. Der 61 Jahre alte Wowereit hatte nach gut 13 Jahren als Regierender Bürgermeister seinen Rücktritt zum 11. Dezember angekündigt - zwei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit und der nächsten Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl im Herbst 2016.

Die Karriere des Klaus Wowereit

1973

Abitur an der Ulrich-von-Hutten-Oberschule in Berlin.

1973 bis 1979

Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin.

1979

1. Juristische Staatsprüfung

1979 bis 1984

Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) der SPD von Berlin-Tempelhof.

1981

2. Juristische Staatsprüfung

1981 bis 1984

Regierungsrat zur Anstellung beim Senator für Inneres von Berlin, Fraktionsvorsitzender der SPD der BVV in Berlin-Tempelhof.

1984 bis 1995

Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Berlin-Tempelhof.

1995 bis 2011

Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

1995 bis 1999

Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.

1999 bis 2001

Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.

seit 16.06.2001

Regierender Bürgermeister von Berlin.

2007 bis 2010

Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Quelle

http://www.berlin.de

Rund 17 200 SPD-Mitglieder konnten seit dem 20. September darüber abstimmen, wer nächster Regierungschef in der Hauptstadt werden soll. Das Ergebnis gilt auch parteiintern als weitgehend offen. Sieger ist, wer im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erringt, also mehr als 50 Prozent der Stimmen. Das gilt bei drei Kandidaten als eher unwahrscheinlich.

Vorteile wurden Müller eingeräumt, der lange Zeit als engster Vertrauter Wowereits und „Kronprinz“ galt und die meiste Erfahrung vorweisen kann. Der langjährige SPD-Partei- und Fraktionschef wurde jedoch im Juni 2012 von seinen beiden jetzigen Konkurrenten Stöß und Saleh entmachtet.

Das Ergebnis eines zweiten Wahlgangs soll am 6. November ausgezählt werden. Bei einem SPD-Parteitag am 8. November soll der siegreiche Kandidat dann offiziell gekürt werden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×