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10.01.2012

10:34 Uhr

Wulffs Versprechen

400 Fragen, aber keine 400 Antworten

Bundespräsident Wulff versprach in seinem TV-Interview Transparenz und Antworten auf "400 Fragen" - doch diese sollen nun doch nicht veröffentlicht werden. Die Gründe sind juristischer Natur.  

Bundespräsident Christian Wulff steht vor einer Flagge. Reuters

Bundespräsident Christian Wulff steht vor einer Flagge.

Berlin„Der im Mandantenauftrag geführte Schriftverkehr zwischen Anwälten und Dritten fällt unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht“, sagte Lehr dem Berliner „Tagesspiegel“. „Aus diesem Grund sowie aus Gründen der praktischen Handhabbarkeit für alle Beteiligten ist eine zusammenfassende Stellungnahme erfolgt“, sagte der Rechtsanwalt.

In seinem Interview mit ARD und ZDF hatte Wulff dagegen gesagt: „Ich geb' Ihnen gern die 400 Fragen, 400 Antworten.“

Wulffs Anwalt wies erneut die Darstellung der „Bild“-Zeitung zurück, der Präsident habe die Berichterstattung über die Affäre verhindern wollen. Mit seinem Anruf beim Chefredakteur des Blattes habe Wulff lediglich versucht, die Berichterstattung zu verschieben, versicherte Lehr.

Der Anwalt betonte zugleich, es sei die Entscheidung der „Bild“-Zeitung, ob sie die Mailboxnachricht veröffentlichen wolle oder nicht. Bislang hält das Blatt an der Linie fest, ohne Zustimmung des Bundespräsidenten diese Nachricht nicht zu veröffentlichen. Wulff hatte abgelehnt.

Von

dapd

Kommentare (15)

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DerNiedergangDerCDUCSU

10.01.2012, 10:59 Uhr

Ein dreister Jurist und Lügner,
wie zur SED Diktatur, ich habe euch alle lieb und kann
deshalb bleiben.

Snokie

10.01.2012, 11:09 Uhr

wie in einer Diktatur. Volksverachtend.

Nirgendwer.

10.01.2012, 11:20 Uhr

Verschleiern und Verbergen, dass ist die einzige Taktik dieses Mannes, anstatt aufzuklären, wie es das Gebot der Stunde ist. Also muss da wohl noch mehr sein.

Dieser Mann ist in dem Amt ein einziges Armutszeugnis und eine völlige Fehlbesetzung, das ist das Fazit, was man aus seinem ganzen Gebaren ziehen muss. Da spielen die vielen eigentlichen Auslöser (mehrere Darlehen zu vergünstigten Konditionen, kostenlose Urlaube, Flugupgrades, Drohungen gegen die Presse, Verschwendung von Steuergeldern (Interview auf Norderney anstatt im Schloss Bellevue (Anreise per Hubschrauber)) etc. etc. schon fast keine Rolle mehr.

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