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28.04.2015

23:10 Uhr

Zahl der Firmenpleiten sinkt

Experten fordern Senkung der Insolvenzumlage

VonAxel Schrinner

ExklusivDas Aufkommen aus der Insolvenzabgabe steigt kräftig. Doch ein Großteil des Geldes wird wohl nicht gebraucht; denn seit Jahren gibt es immer weniger Firmenpleiten. Experten fordern nun die Absenkung der Insolvenzumlage.

Die Zahl der Firmenpleiten sinkt seit Jahren stetig. dpa

Die Zahl der Firmenpleiten sinkt seit Jahren stetig.

DüsseldorfDank des kräftigen Aufschwungs steigt das Aufkommen aus der Insolvenzabgabe kräftig. Nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das Handelsblatt (Mittwochausgabe), werden es dieses Jahr 1,35 und 2016 gar 1,41 Milliarden Euro sein.

Doch das Geld wird offenbar gar nicht gebraucht; die Zahl der Firmenpleiten sinkt seit Jahren rapide. „Angesichts der günstigen Wirtschaftslage wird etwa die Hälfte des über die Insolvenzgeldumlage eingesammelten Geldes gar nicht benötigt“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss. „Eine Absenkung um ein Drittel auf 0,1 Prozent wäre strukturell ausreichend.“ Der Generalsekretär des Handwerksverbands, Holger Schwannecke, fordert, die Betriebe, die die Umlage allein finanzierten, müssten von der guten Entwicklung profitieren. „Eine Absenkung der Umlage ist deshalb aus Sicht des Handwerks konsequent.“
Die Abgabe müssen Arbeitgeber in der Privatwirtschaft zahlen, sie beträgt 0,15 Prozent des Bruttolohns. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt seit 2009 sprunghaft: 2014 meldeten rund 24.000 Unternehmen Insolvenz an, 2009 waren fast 33.000.

Kommentare (2)

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Herr Eduard Halasz

29.04.2015, 09:04 Uhr

@ HB-Redaktion

"Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt seit 2009 sprunghaft: 2014 meldeten rund 24.000 Unternehmen Insolvenz an, 2009 waren fast 33.000."

33.000 Insolvenzen 2009 sind fast ein Drittel MEHR als 2014, oder? Die Zahl der Insolvenzen ist demnach massiv gesunken und nicht gestiegen, wie sie behaupten...

Herr Eckbert Reinhardt

29.04.2015, 12:57 Uhr

2009 mit einem um 5% geschrumpften BIP, was als die schwerste Wirtschaftskrise seit 1945 galt, ist mal gerade 6 Jahre her. Seit 2010 stecken wir in der Euro-Krise, ohne erkennbare Verbesserungen, die Ursachen des Bankcrashs 2008 bestehen nach wie vor ... ich würd mal sagen, in 5 Jahren nochmal thematisieren, wenn die Hausaufgaben gemacht worden sind, wie .B.: Indolvenzordnung für Euro-Staaten, Bankenabwicklung bei Pleite, Maria Draghi die Druckerpresse aus der Hand genommen ist, etc.

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