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30.12.2014

11:53 Uhr

Zahl der Flüge stagniert

Flugsicherung muss Gebühren erhöhen

Der Luftverkehr über Deutschland stagniert nahezu. Weil es 2015 im Luftverkehr nicht so brummen wird wie geplant, muss die Flugsicherung ihre Gebühren erhöhen. Die deutschen Airlines werden allerdings geschont.

Lotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Zahl der Flüge ist für die DFS sehr wichtig, weil sie nach dem Gesetz ihre Kosten auf die einzelne Flüge verteilen muss. In den vergangenen fünf Jahren waren nach EU-Vorgaben viel zu hohe Flugbewegungszahlen und zu niedrige Einzelgebühren geplant worden. dpa

Lotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS). Die Zahl der Flüge ist für die DFS sehr wichtig, weil sie nach dem Gesetz ihre Kosten auf die einzelne Flüge verteilen muss. In den vergangenen fünf Jahren waren nach EU-Vorgaben viel zu hohe Flugbewegungszahlen und zu niedrige Einzelgebühren geplant worden.

Langen/FrankfurtÜber Deutschland werden 2015 kaum mehr Flugzeuge unterwegs sein als im auslaufenden Jahr 2014. Er rechne mit einem nur leichten Zuwachs um 1,1 Prozent, sagte der Chef der Deutschen Flugsicherung (DFS), Klaus-Dieter Scheurle, dem Handelsblatt.

Mit dieser Prognose könne er gut leben. 2014 ist die Zahl der von der DFS kontrollierten Flugbewegungen nach vorläufigen Angaben nur um 0,9 Prozent auf rund 2,94 Millionen (bis 21.12.2014) gewachsen und damit weit vom historischen Höchststand aus dem Jahr 2008 entfernt.

Die Zahl der Flüge ist für die DFS sehr wichtig, weil sie nach dem Gesetz ihre Kosten auf die einzelne Flüge verteilen muss. In den vergangenen fünf Jahren waren nach EU-Vorgaben viel zu hohe Flugbewegungszahlen und zu niedrige Einzelgebühren geplant worden.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Als die Prognosen nicht eintrafen, machte die bundeseigene DFS GmbH hohe Verluste. Das Eigenkapital sackte auch wegen der hohen Pensionsverpflichtungen gegenüber den Lotsen auf minus 1,3 Milliarden Euro.

Der Bund hatte daraufhin im November eine Eigenkapitalspritze für die DFS in Höhe von 500 Millionen Euro beschlossen, um einen sonst notwendigen scharfen Anstieg der Gebühren zu verhindern. Die DFS hat sich zudem ein Sparprogramm auferlegt. Etwa jeder zehnte der zuletzt noch rund 6000 DFS-Beschäftigten soll 2019 nicht mehr an Bord sein. Auch die Ausbildung neuer Lotsen wird reduziert.

Die von Bund und EU festgelegten Flugsicherungsgebühren steigen nun zum Jahreswechsel bei Überflügen um 14,4 Prozent statt um 34,6 Prozent, wie von der DFS noch im Sommer gefordert. Die Streckengebühren machen rund drei Viertel des jährlichen Aufkommens von zuletzt rund 1,2 Milliarden Euro aus.

Die Gebühren für An- und Abflüge sollen hingegen um gut 5 Prozent sinken, wie ein DFS-Sprecher in Langen bei Frankfurt bestätigte. Auch hier hatte die DFS im Sommer noch um 12,4 Prozent höhere Preise vorgeschlagen. Von dieser Gebührensenkung profitieren insbesondere Airlines, die häufig in Deutschland starten und landen, also die einheimischen Gesellschaften.

Von

dpa

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