Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.11.2014

10:58 Uhr

Zahlen deutlich gestiegen

Bewilligte Asylanträge in Deutschland auf Rekordhoch

So viele Asylsuchende wie seit Jahren nicht haben in diesem Jahr in Deutschland Schutz gefunden. Die Zahl der bewilligten Asylanträge steigt. Zugleich haben Behörden immer größere Probleme, die Anträge zu bearbeiten.

9582 Asylanträge wurden im dritten Quartal genehmigt. dpa

9582 Asylanträge wurden im dritten Quartal genehmigt.

HamburgIn Deutschland sind in diesem Jahr so viele Asylanträge bewilligt worden wie seit Jahren nicht. Im dritten Quartal wurden 9582 Asylanträge genehmigt, damit wurde in diesem Jahr insgesamt bereits 25.646 Asylsuchenden Schutz gewährt, wie „Spiegel Online“ am Freitag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion zitierte.

Der Großteil der Bewerber, die Asyl bekamen, stammt demnach aus den Krisengebieten Syrien, Afghanistan und Irak.

Wer nimmt die meisten Flüchtlinge auf?

Anstieg der Flüchtlingszahlen

Aufgrund von internationalen Krisen rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen in 2014. Im ersten Quartal 2014 haben rund 108.300 Flüchtlinge in einem der 28 EU-Staaten um Asyl angesucht. Doch kommen die meisten Asylsuchenden, die derzeit über das Mittelmeer nach Europa kommen, wirklich nach Deutschland?

Quelle: Eurostat/ Mediendienst Integration 2014

Platz 9

Griechenland: 2.440 Antragsteller

Platz 8

Ungarn: 2.735 Antragsteller

Platz 7

Österreich: 4.815 Antragsteller

Platz 6

Belgien: 5.065 Antragsteller

Platz 5

Großbritannien: 7.575 Antragsteller

Platz 4

Italien: 10.700 Antragsteller

Platz 3

Schweden: 12.945 Antragsteller

Platz 2

Frankreich: 15.885 Antragsteller

Platz 1

Deutschland: 36.890 Antragsteller

In den Jahren zuvor waren die Zahlen zum Teil deutlich geringer: 2013 bewilligten die Behörden 20.128 Anträge, 2012 waren es 17.140, 2011 knapp 10.000.

Zugleich hätten die Behörden immer größere Probleme, die Flut der Anträge zeitnah zu bearbeiten, heißt es in dem Bericht. Im Schnitt dauere es nach Angaben der Bundesregierung inzwischen 8,4 Monate, bis über einen Antrag entschieden wird. Bei der letzten Erhebung im Sommer waren es noch 6,9 Monate gewesen.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Wolfgang Trantow

10.11.2014, 13:11 Uhr

Gibt es nur noch in Zeiten der UNO politisch Verfolgte?? Nur nur noch faule Sozialschmarotzer, die Hr. Gauck unbedingt in Deutschland haben will!!!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×