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08.03.2012

19:15 Uhr

Zapfenstreich

„Money for nothing“ statt „Ode an die Freude“

Schon Tage vor dem Zapfenstreich sammelten Twitter-Nutzer bitterböse Abschiedslieder für Christian Wulff. Auch „Ein Freund, ein guter Freund“ kam auf die Vorschlagsliste.

Die sogenannte Netzgemeinde hätte sich ganz andere Lieder für Christian Wulffs Zapfenstreich gewünscht. dpa

Die sogenannte Netzgemeinde hätte sich ganz andere Lieder für Christian Wulffs Zapfenstreich gewünscht.

Ode an die Freude? Somewhere over the rainbow? Von wegen! Wenn es nach dem Willen des Web 2.0 gegangen wäre, hätte die Bundeswehr für Christian Wulff ganz andere Saiten aufgezogen. Schon als bekannt wurde, dass es einen Zapfenstreich für Wulff geben würde, zeigte sich die sogenannte Netzgemeinde von ihrer spöttisch-kreativen Seite: Bei Twitter sammelte sie unter mehreren Hashtags bitterböse Abschiedslieder für den scheidenden Bundespräsidenten.

Stichelnd wurden da Titel wie „Money, money, money“ (ABBA) oder „Money for nothing“ (Dire Straits) in die virtuelle Runde geworfen. Auch „Ein Freund, ein guter Freund“ (Comedian Harmonists) kam prompt auf die Vorschlagsliste.

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Einige Twitterer zeigten sich noch einfallsreicher: @mopsi62 dichtete ein bekanntes deutsches Volkslied und Elvis-Cover um: „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus, Städtele hinaus, und du, mein Schloss, bleibst hier!“

@Sieben007 nahm sich mit Tim Bendzkos „Nur noch kurz die Welt retten“ einen aktuelleren Titel vor: „Muss nur noch kurz die Bild schrecken, danach reis’ ich zu dir. Noch 148 Friends checken, ich weiß, dass mir dann nichts passiert.“ Im Original singt Bendzko: „Muss nur noch kurz die Welt retten, danach flieg’ ich zu dir. Noch 148 Mails checken, wer weiß, was mir dann noch passiert.“

Einen Marsch ganz anderer Art wollten Fans und Initiatoren der Facebook-Seite „Vuvuzelas für Wulff zum Zapfenstreich“ dem scheidenden Bundespräsidenten blasen: Mehrere tausend Menschen unterstützten - zumindest virtuell - eine Störaktion, bei der statt der von Wulff gewählten Lieder „ein gigantischer Bienenschwarm“ aus Vuvuzelas erklingen sollte.

In den vergangenen Monaten war Wulff im Web 2.0 immer wieder verspottet worden. So sammelten Twitter-Nutzer umgedichtete Filmtitel wie „Christian ante portas“ oder „Der sich den Wulff tanzt“.

Von

tha

Kommentare (8)

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RobertSchumansErben

08.03.2012, 19:29 Uhr

"Money for nothing", WÜLLFENZ GOES HOME WITH A BUNCH OF MONEY!

Willer

08.03.2012, 19:40 Uhr

könnte man nicht täglich dem " wulff " einen Zapfenstreich vor seinem Haus spielen; bis diesem die Ohren platzen !!!!!

Mazi

08.03.2012, 20:58 Uhr

Mitleid hat er verdient. Das wäre genug.

>Niemand vernüftiges käme auf den Gedanken, ihm einen Ehrensold zu zahlen. Aber er wäre nicht Wulff, wenn es ihm nicht genau um letzteres ginge.

Hannover muss sich langsam fragen, was in der Stadt, im Land so schief läuft. Nach Schröder ist Wulff schon der zweite Kandidat. Alles die gleiche Strickart.

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