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24.08.2012

10:01 Uhr

ZDF-Politbarometer

Gysi verdrängt Rösler aus den Top-Ten

Schlechte Nachrichten für Philipp Rösler: Der FDP-Chef ist aus den Top-Ten der beliebtesten Politiker gerutscht. Für ihn rückt ausgerechnet Linken-Fraktionschef Gysi nach. Bei den Parteien sacken die Piraten weiter ab.

Nicht mehr einer der zehn beliebtesten Politiker: FDP-Chef Philipp Rösler. dpa

Nicht mehr einer der zehn beliebtesten Politiker: FDP-Chef Philipp Rösler.

MainzPhilipp Rösler gehört nicht mehr zu den zehn beliebtesten Politikern in Deutschland. Der FDP-Chef schied aus der Top-Ten-Liste des ZDF-Politbarometers aus. Sein Nachfolger in den beliebtesten Zehn ist Linken-Fraktionschef Gregor Gysi. Auf der von von plus fünf bis minus fünf reichenden Skala kam Gysi auf einen Wert von -0,5.

Doch damit ist der Linken-Politiker nicht auf dem letzten Platz in das Ranking eingestiegen. Hinter ihm liegt noch Guido Westerwelle, der von den Befragten weiterhin mit -1,0 bewertet wird. Der Bundesaußenminister übernimmt damit das Schlusslicht von seinem Parteichef Rösler. Gysi und Westerwelle sind die einzigen beiden Politiker im Negativ-Bereich.

An der Spitze lag unverändert Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die den Wert von 1,8 erreichte - etwas schlechter als im Juli mit 2,0. Auf Platz zwei lag NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) mit 1,6 (zuvor 1,9) vor Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit unverändert 1,4.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) erreichten jeweils 1,3 (beide zuvor 1,4).

Merkels Wackelkandidaten, Merkels Konstanten

Sollten folgende Minister auch 2013 im Amt bleiben?

Die schwarz-gelbe Koalition hangelt sich von einem Streit zum nächsten. Ob die Regierung von Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl 2013 noch Bestand haben wird, ist ungewiss. Welche Minister die Bevölkerung auch weiterhin im Amt sehen will, hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die „Bild am Sonntag“ ermittelt. Befragt wurden am 19. Juli insgesamt 500 repräsentative ausgewählte Personen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU)

Ja: 62

Nein: 22

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Ja: 59

Nein: 32

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)

Ja: 57

Nein: 25

Umweltminister Peter Altmaier (CDU)

Ja: 55

Nein: 23

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU)

Ja: 52

Nein: 33

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

Ja: 52

Nein: 35

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Ja: 51

Nein: 32

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Ja: 50

Nein: 40

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU)

Ja: 49

Nein: 32

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP)

Ja: 45

Nein: 36

Familienministerin Kristina Schröder (CDU)

Ja: 42

Nein: 47

Außenminister Guido Westerwelle (FDP)

Ja: 37

Nein: 55

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP)

Ja: 32

Nein: 37

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)

Ja: 25

Nein: 62

Während die Spitzenpolitiker der Regierungskoalition etwas an Beliebtheit eingebüßt haben, konnten ihre Parteien zulegen. Die CDU/CSU verbesserte sich in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen um einen Punkt auf 37 Prozent. Die FDP legte um einen Punkt auf fünf Prozent zu. Dagegen mussten die SPD mit 29 Prozent und die Grünen mit zwölf Prozent je einen Punkt abgeben. Für die Grünen ist dies der tiefste Stand seit Anfang 2010. Die Linke erreichte unverändert sechs Prozent.

Die Piratenpartei sackt in der Wählergunst weiter ab. Im Politbarometer erreichten die Piraten nur noch sechs Prozent, einen Punkt weniger als zuvor. Das ist ihr schlechtester Wert seit März. Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 21. bis 23. August 1154 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Kommentare (14)

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Osterwelle

24.08.2012, 10:14 Uhr

Na ja, ZDF und seine Politikmacherei. Für mich ist es zum Teil unglaubwürdig, was von dem ZDF hier präsentiert wird. Ganz Unwahr wird es wohl aber nicht sein. Es ist die Wiederspiegelung des politischen Gewissens der Bürger, dass sich unter dem Einfluß deutscher Medien gebildet hat. Ein trauriges Ergebnis, einzig hilft es die jüngere Geschichte zu verstehen.

Sven

24.08.2012, 10:35 Uhr

Gregor Gysi (Die Linke), ehemaliges Mitglied der SED, Mitglied der vom Verfassungsschutz beobachteten Linken, wird im Gegensatz zu Philipp Rösler (FDP) auch in einer Weise von den öffentlich-rechtlichen Medien hofiert, dass es denen eigentlich die Schamesröte in das Gesicht treiben sollte.

Account gelöscht!

24.08.2012, 10:52 Uhr

+1,8 von möglichen +5 ist doch ein Trauerspiel.

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