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25.11.2016

16:46 Uhr

ZDF-Politbarometer

Mehrheit der Deutschen ist mit Merkel-Kandidatur zufrieden

Mehr als die Hälfte der Deutschen findet es einer Umfrage zufolge gut, dass Angela Merkel erneut für das Bundeskanzleramt kandidiert. Wolfgang Schäuble verdrängte sie aus den Top drei der zehn wichtigsten Politiker.

Die Mehrheit der Deutschen ist laut Politbarometer mit der erneuten Kandidatur der CDU-Chefin zufrieden. Reuters

Angela Merkel

Die Mehrheit der Deutschen ist laut Politbarometer mit der erneuten Kandidatur der CDU-Chefin zufrieden.

BerlinEntscheidung von Kanzlerin Angela Merkel für eine weitere Kandidatur trifft einer Umfrage zufolge bei einer Mehrheit der Deutschen auf Zustimmung. Die Ankündigung der CDU-Politikerin, sich um eine weitere Amtszeit zu bewerben, finden 64 Prozent aller Befragten gut, wie das ZDF-Politbarometer zeigte.

Demnach sind 33 Prozent unzufrieden. Unter den Unionsanhängern findet Merkel sogar bei 89 Prozent Rückhalt und nur bei zehn Prozent Ablehnung. Merkel und CDU/CSU haben der Erhebung zufolge auch insgesamt wieder mehr Unterstützung unter den Wählern.

So zog die Kanzlerin in der Liste der zehn wichtigsten Politiker an Finanzminister Wolfgang Schäuble vorbei auf Platz drei. Vor ihr liegen auf Platz eins Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union der Umfrage zufolge auf 36 Prozent (plus zwei) und die SPD auf 21 Prozent (minus eins), die Linke auf zehn Prozent (unverändert), die Grünen auf elf Prozent (minus zwei) und die FDP auf fünf Prozent (unverändert). Die AfD würde 13 Prozent (plus eins) erreichen.

Merkel und die CDU – Zahlen und Fakten

Parteivorsitz

Die in der DDR aufgewachsene Politikerin wurde im April 2000 in Essen nach CDU-Angaben mit 95,94 Prozent der Delegiertenstimmen zum ersten Mal zur CDU-Vorsitzenden gewählt. Seitdem wurde sie sieben Mal in dem Amt bestätigt. Am schlechtesten schnitt sie 2004 auf dem Parteitag in Düsseldorf mit 88,41 Prozent ab, am besten 2012 in Hannover mit 97,94 Prozent.

Mitgliederentwicklung

Die Mitgliederzahlen gehen bei der CDU ebenso wie bei der anderen großen Partei SPD seit Jahren zurück. Der Mitgliederstand der SPD fiel 2008 unter den der CDU. Seitdem hat mal die eine, mal die andere Partei die Nase vorn - wobei die Schwesterparteien CDU und CSU zusammen stets vor der SPD liegen. Derzeit hat die CDU etwa 435.000 Mitglieder, bei den Sozialdemokraten sind es rund 445.000.

Bundestagswahlen

Merkel stand seit 2002 an der Spitze der CDU/CSU-Fraktion, die unter ihrer Führung nach der Bundestagswahl 2005 erstmals seit 1998 wieder stärkste Fraktion wurde. Bei der Wahl 2013 verpasste die Union nur knapp die absolute Mehrheit der Sitze im Bundestag.

Kanzlerin

Am 22. November 2005 wurde Merkel zur ersten deutschen Bundeskanzlerin ernannt. Sie führte zunächst eine Koalition von Union und SPD, dann von 2009 bis 2013 ein schwarz-gelbes Bündnis und seitdem wieder eine schwarz-rote Regierung.

Bundespräsidenten

Zweimal gaben während Merkels Amtszeit von ihr mit ausgesuchte Bundespräsidenten vorzeitig auf: 2010 Horst Köhler und 2012 nach knapp 20 Monaten sein Nachfolger Christian Wulff. Den nun scheidenden Präsidenten Joachim Gauck brachten zuerst SPD und Grüne ins Gespräch, bevor sich Merkel anschloss. Den nun von der großen Koalition nominierten Nachfolgekandidaten, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, hat die SPD durchgesetzt.

Auf ähnliche Werte kommt eine Umfrage des Ipsos-Instituts, die Reuters vorliegt. Demnach kann die Union mit 33 Prozent rechnen, die SPD mit 23 und die AfD mit 14 Prozent. Danach folgen die Grünen (elf Prozent), die Linkspartei (neun Prozent) und die FDP (sechs Prozent).

In der Frage der SPD-Kanzlerkandidatur liegt der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz im Politbarometer klar vor Parteichef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Insgesamt plädieren 51 Prozent aller Befragten dafür, Schulz für die SPD ins Rennen zu schicken. Nur 29 Prozent sind für Gabriel. Bei den SPD-Anhängern sprechen sich 64 Prozent für Schulz und 27 Prozent für Gabriel aus. Schulz hatte seinen Wechsel aus Brüssel in die Bundespolitik angekündigt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Franz Paul

25.11.2016, 17:23 Uhr

Haahhahhaah....ich zumindest kenne GAR NIEMAND, der damit "zufrieden" ist.

Herr Franz Paul

25.11.2016, 17:24 Uhr

Schauen wir mal.... beim BREXIT und bei TRUMP haben die "Meinungsbildner" auch versagt.

Herr Wolfgang Trantow

29.11.2016, 12:25 Uhr

Ich bin die Minderheit!

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