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18.11.2014

20:23 Uhr

„Zeit“-Chefredakteur

Verfahren gegen Doppel-Wähler Giovanni di Lorenzo eingestellt

Das Verfahren wegen des Verdachts der Wahlfälschung gegen Giovanni di Lorenzo ist gegen Geldauflage eingestellt worden. Der „Zeit“-Chefredakteur hatte öffentlich zugegeben, bei der Europawahl zweimal gewählt zu haben.

Aus dem Schneider: Das Verfahren gegen den Doppelwähler und „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wurde eingestellt. dpa

Aus dem Schneider: Das Verfahren gegen den Doppelwähler und „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wurde eingestellt.

HamburgBei der Europawahl hatte er gleich zweimal abgestimmt, deswegen hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wegen des Verdachts der Wahlfälschung ermittelt. Nun wurde das Verfahren vorläufig eingestellt, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, der dpa am Dienstagabend sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“.

Das Verfahren sei wegen geringer Schuld und gegen eine „namhafte“ finanzielle Auflage vorläufig beendet worden. Die Höhe der Zahlung, die der „Zeit“-Chefredakteur leisten muss, wollte sie nicht nennen. Sobald die Auflage bezahlt sei, werde das Verfahren endgültig eingestellt.

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Nach der Debatte um eine doppelte Stimmabgabe durch Doppelstaatler bei der Europawahl, fordert Bundeswahlleiter Egeler ein Einschreiten des Gesetzgebers. Es müsse eine Entscheidungspflicht für Doppelstaatler geben.

Di Lorenzo hatte in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ Ende Mai berichtet, dass er bei der Europawahl zweimal gewählt hatte - einmal als italienischer Staatsbürger im Konsulat des Landes in Hamburg, und ein zweites Mal als Bundesbürger in einer Grundschule der Hansestadt. Er hätte aber nach dem Europawahlgesetz nur einmal wählen dürfen. Di Lorenzo ist seit 2004 alleiniger Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Von

dpa

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