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27.01.2010

11:20 Uhr

Zeitarbeiter

DGB erreicht Tarifabschluss

VonDietrich Creutzburg

Die Hängepartie hat ein Ende. Der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und die Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben sich auf neue Tarifregelungen für die Zeitarbeitsbranche geeinigt. Der alte Vertrag war bereits Ende 2008 gekündigt worden.

Der DGB hat einen neuen Tarifvertrag für Zeitarbeiter durchgesetzt.

Der DGB hat einen neuen Tarifvertrag für Zeitarbeiter durchgesetzt.

HB BERLIN. Der Kompromiss sieht vor, dass die Löhne für 150 000 Beschäftigte von BZA-Mitgliedsfirmen bis April 2012 in zwei Stufen von je 2,5 Prozent steigen. Zudem gibt es 80 Euro als Einmalzahlung, teilten die Arbeitgeber mit.

Den alten Tarifvertrag hatten die DGB-Gewerkschaften schon Ende 2008 gekündigt. Ein Neuabschluss war aber im ganzen vergangenen Jahr nicht gelungen. Dies lag teils an zunächst großen Differenzen über die Lohnentwicklung. Zudem waren die Gespräche laufend vom politischen Streit über einen Zeitarbeitsmindestlohn überschattet – der nun seit dem Regierungswechsel vorerst wieder auf Eis liegt.

Parallel hatte es auf Arbeitergeberseite zeitweilig Pläne gegeben, die beiden Branchenverbände BZA und IGZ in einer Tarifgemeinschaft zusammenzuführen. Die Pläne wurden aber wieder zurückgestellt. Der aktuelle Abschluss gilt daher zunächst nur für den BZA – hat aber nach dessen Auffassung „Vorreiterfunktion“ für die gesamte Branche.

Konkret steigen damit die Einstiegslöhne ab Mai auf 7,56 Euro (West) und 6,62 Euro (Ost). Er empfehle „allen Unternehmen in der Zeitarbeit“, sich an dem Abschluss zu orientieren, sagte BZA-Verhandlungsführer Thomas Bäumer.

Dies zielt auch auf den dritten Arbeitgeberverband AMP, der Tarifpolitik mit den christlichen Gewerkschaften macht. Deren Tarife waren kürzlich vom Landesarbeitsgericht Berlin verworfen worden: Die christliche Tariforganisation hatte nach Ansicht der Richter keine Vertretungsmacht. Mittlerweile laufen in diesem Lager neue Tarifgespräche in neuer Formation. Nach Angaben von Beteiligten sollen auch sie noch im Winter abgeschlossen werden.

Kommentare (5)

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empört

27.01.2010, 16:05 Uhr

Dieser Tarifabschluss ist ein Spuck ins Gesicht jedes Leihsklaven. Früher hatte die DGb als Ausrede die Konkurrenz der Christlichen Gewerkschaften. Diesmal gibt's keine Ausrede. Die DGb sind schlicht und einfach Arbeiterverräter. Hoffentlich wird ihnen, ähnlich den Christen, die Zuständigkeit in der Leihbranche aberkannt. ich sehe sonst keinen anderen Ausweg.
Grüsse von einem Leihsklaven

empört

27.01.2010, 16:05 Uhr

Dieser Tarifabschluss ist ein Spuck ins Gesicht jedes Leihsklaven. Früher hatte die DGb als Ausrede die Konkurrenz der Christlichen Gewerkschaften. Diesmal gibt's keine Ausrede. Die DGb sind schlicht und einfach Arbeiterverräter. Hoffentlich wird ihnen, ähnlich den Christen, die Zuständigkeit in der Leihbranche aberkannt. ich sehe sonst keinen anderen Ausweg.
Grüsse von einem Leihsklaven

Falk Silbermann

01.02.2010, 23:17 Uhr

Da kann ich mich leider nur anschließen!!!
ich bin zutiefst entäuscht und schäme mich für meine Mitgliedschaft in einer dem DGb eingegliederten Gewerkschaft.
Und das als betriebsratsvorsitzender.

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