Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.10.2012

17:18 Uhr

Zeitungsbericht

Bundesneubauten kosten eine Viertelmilliarde mehr

Rund 240 Millionen Euro mehr wird die Bundesregierung einem Bericht zufolge mehr für einige Neubauprojekte zahlen müssen. Vor allem die neue Zentrale für den Bundesnachrichtendienst kommt die Regierung teuer zu stehen.

Der Eingang zur Baustelle der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes. dpa

Der Eingang zur Baustelle der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes.

BerlinDie Bundesregierung muss nach einem Zeitungsbericht für ihre aktuellen Neubauprojekte voraussichtlich 240 Millionen Euro mehr als geplant zahlen. Für 9 von 13 Bauten habe das Bundesfinanzministerium eine Kostensteigerung verzeichnet, berichtete die „Rheinische Post“ (Samstag). Ein Sprecher des Ministeriums konnte die Zahlen am Wochenende weder bestätigen noch dementieren.

Dem Bericht zufolge erhöhen sich die Kosten für den Neubau des Bundesnachrichtendienstes (BND) um 90 auf 811 Millionen Euro. Die auf weitere fast 100 Millionen Euro geschätzten Kosten für den Austausch der fehlerhaften Lüftungsanlage seien dabei aber noch nicht berücksichtigt.

Die Kosten für den Neubau des Bundesumweltministeriums beziffere das Finanzministerium in einer internen Aufstellung auf 65 Millionen Euro. Ursprünglich geplant waren 35 Millionen Euro. Gründe für diese Steigerung seien die ökologische Bauweise, steigende Preise und Verzögerungen beim Bau.

Der umstrittene Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses soll dem Zeitungsbericht zufolge wegen Preissteigerungen beim Baumaterial statt 552 nun 590 Millionen Euro kosten. Auch für das VIP-Terminal für die Bundesregierung am künftigen Berliner Großflughafen BER müsse der Bund 3 Millionen Euro mehr bereitstellen als gedacht.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ryeback

07.10.2012, 18:21 Uhr

Es ist immer das gleiche Spiel. Damit ein Großprojekt im Öffentlichen Dienst genehmigt wird, werden die Gesamtbaukosten relativ "niedrig" angesetzt. Das ist politisch so gewollt um das Projekt genehmigt zu bekommen. Nach Baubeginn erhöhen sich die Kosten dann und es wird mit fadenscheinigen Begründungen argumentiert (gestiegene Kosten, Planungsfehler, Investitionsschutz...). Bestes Beispiel ist Hamburg und seine Elbphilharmonie.
Man könnte ja meinen, dass auf Seite der Öffentlichen Hand nur Deppen sitzen, die weder etwas von Vertragsrecht, noch von Planung/Organisation und Kostenrechnung etwas verstehen, aber dem ist sicherlich nicht so! Es ist die Politik die hier seit Jahrzehnten das alte Lied spielt - und jedesmal damit durchkommt. Beste Grüße, Horst Hölter

Account gelöscht!

07.10.2012, 18:25 Uhr

Es ist immer das gleiche Spiel. Damit ein Großprojekt im Öffentlichen Dienst genehmigt wird, werden die Gesamtbaukosten relativ "niedrig" angesetzt. Das ist politisch so gewollt um das Projekt genehmigt zu bekommen. Nach Baubeginn erhöhen sich die Kosten dann und es wird mit fadenscheinigen Begründungen argumentiert (gestiegene Kosten, Planungsfehler, Investitionsschutz...). Bestes Beispiel ist Hamburg und seine Elbphilharmonie.
Man könnte ja meinen, dass auf Seite der Öffentlichen Hand nur Deppen sitzen, die weder etwas von Vertragsrecht, noch von Planung/Organisation und Kostenrechnung etwas verstehen, aber dem ist sicherlich nicht so! Es ist die Politik die hier seit Jahrzehnten das alte Lied spielt - und jedesmal damit durchkommt. Beste Grüße, Horst Hölter

claus

07.10.2012, 18:43 Uhr

Macht doch nichts der dumme Steuerzahler zahlt alles.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×