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24.12.2011

13:39 Uhr

Zentralrat der Juden

Lob für Christian Wulffs Weihnachtsansprache

VonDietmar Neuerer

ExklusivDieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden, hat die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten gelobt. Es sei „wichtig und richtig“, dass Wulff das Thema Rechtsterrorismus eindringlich behandele.

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. dpa

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

DüsseldorfDer Zentralrat der Juden hält es für „absolut wichtig und richtig“, dass Bundespräsident Christian Wulff in seiner Weihnachtsansprache dem Thema Rechtsterrorismus besonders großen Raum einräumt und eindringlich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft wirbt und sich dabei nachdrücklich gegen Hass und Ausgrenzung wendet. „Diese Haltung und die Stimme für das, was uns alle gemeinsam doch einen muss, brauchen wir heute auch dringender denn je“, sagte der Präsident des Zentralrats, Dieter Graumann, Handelsblatt Online. „Denn wir alle sind doch noch immer darüber schockiert, dass ein faschistisches Killerkommando jahrelang nahezu unbehindert in unserer Mitte wüten konnte.“

Das sei ein schier unfassbares Desaster und Debakel für die deutschen Sicherheitsbehörden, kritisierte Graumann. „Hier muss, und ich bin mir sicher: hier wird, sich einiges ändern.“ Aber jenseits von allen politischen und administrativen Konsequenzen, ist es nach Graumanns Überzeugung entscheidend, „dass jetzt vor allem ein neuer Spirit von Menschlichkeit und von Gemeinsamkeit wächst“. Genau dieses Signal setze für ihn der Bundespräsident mit seinem Appell, so Graumann.

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Nötig sei in der Tat ein „resoluter Ruck gegen Rechts in der ganzen Gesellschaft, in den Köpfen und in den Herzen von uns allen“, betonte der Zentralrats-Präsident. „Wer immer sich faschistisch engagiert oder rassistisch agitiert, muss wissen und spüren: Er ist sozial geächtet.“ Faschisten seien Menschenfeinde und verdienten kein Verständnis, sondern nur Verachtung, sagte Graumann und fügte hinzu: „Mehr kämpferisches Engagement der Herzen von uns allen für die Menschlichkeit und gegen den Hass - so verstehe ich die Message des Bundespräsidenten.“

Überschattet wurde die diesjährige Weihnachtsansprache von den Vorwürfen gegen Wulff im Zusammenhang mit einem Privatkredit sowie Urlauben in den Domizilen befreundeter Unternehmer. Er hatte sich zehn Tage nach Bekanntwerden des umstrittenen Kredits entschuldigt, das Thema in der Rede jedoch bewusst ausgespart.

Kommentare (46)

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Island

24.12.2011, 14:08 Uhr

Es schön von Herrn Dieter Graumann eine „verwirrende Antwort“ zu erhalten. Dabei sollte doch Herr Graumann doch wissen, daß die Deutschen Sicherheitsbehören in Israel nicht aktiv sind. Wir können und werden „Rechte“ und „Terroristen“ nicht in Israel verfolgen.

Dabei muß man Herr Graumann man auch zu gute halten, daß der Adressat von Wulf nicht ersichtlich ist.

Vielleicht meinte Wulff sogar die Juden, Araber, Türken wer weiß das schon?

Er sprach aber nicht zu unseren Volk.

Katzelmacher

24.12.2011, 14:10 Uhr

Der muslimische Obermufti Wulff hat gesprochen und der Jude Graumann ist mit seiner Rede zufrieden. War auch nicht anders zu erwarten. So viel Schwahsinn von einem deutschen Präsidenten habe ich noch nicht gehört. Übrigens; Atalay Erdogan ist auch ganz angetan von seinen Worten. Frohes Fest allen!

Account gelöscht!

24.12.2011, 14:13 Uhr

Ja es ist schon seltsam in den letzen Jahren mit de ZdJ.
Der ZdJ verbündet sich mehr und mehr mit dem Islam gegen die Deutschen.
Komisch, Graumann scheint vergessen zu haben, dass er selbst vor einigen Jahren mal sagte, nicht jede Hakenkreuz-Schmierei an Synagogen sei von Rechten, sondern zunehmend von Muslimen.
Und in Berlin wurden jüdische Schülerinnen an eienr Schule nicht von Deutschen übels attakeirt, sondern von türksichen Schülern.
Alles schon vergessen?
Und wie war das vor eingien Jahren hier im Ruhgebiet als eine muslimische Demo stattfand als Solidarität mit den Palästinensern?
Da regten sich die Muslime auf, weil eindeutscher Student eine jüdische Fahne aus dem Fenster hing und riefen "Tod den Juden" und die Polizei unternahm nichts, ausser dass sie dem Studenten die Tür eintrat und die Fahne aus dem fenster entfernte.
Na toll, Herr Graumann, ist es das was Sie hier wollen?
Hat Herr Graumann schon mal überlegt, was aus unseren jüdischen Mitbürgern wird, wenn Deutschland zunehmend türkisch und islamisch wird?
Denn das wird ommen. Schon jetzt reist ja Erdogan mit der schönsten Selbstverständlichkeit hier ein und hält Reden zu "seienn" Landsleuten, als sei er heir bereits Regierungschef und Deutschland eine türksiche Kolonier.

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