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19.04.2016

11:51 Uhr

ZEW-Index steigt überraschend stark

Viel bessere Aussichten für die deutsche Wirtschaft

Finanzexperten bewerten die Konjunkturperspektiven positiver als bisher. Der ZEW-Index steigt im April um 6,9 Punkte auf 11,2 Punkte – und damit stärker als erwartet. Die erfreuliche Entwicklung hat mit China zu tun.

Hafenkräne in Hamburg: Positive Daten aus China verbessern die Exportaussichten deutscher Unternehmen. dpa

Die Konjunkturaussichten hellen sich auf

Hafenkräne in Hamburg: Positive Daten aus China verbessern die Exportaussichten deutscher Unternehmen.

MannheimDie überraschend guten Zahlen aus China vergangene Woche haben die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten hierzulande aufgehellt. Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelte ZEW-Index stieg im April zum zweiten Mal in Folge, und zwar um 6,9 Punkte auf 11,2 Punkte, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einer Zunahme auf 8,0 Punkte gerechnet.

In China hatten Industrieproduktion, Exporte, Kreditvergabe und Einzelhandelsumsatz im März stark zugelegt. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ein wichtiger Handelspartner für Deutschland.

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Die überraschend guten Wirtschaftsnachrichten aus der Volksrepublik „dürfen die Stimmung unter den Experten aufgehellt haben“, erklärte Sascha Steffen vom ZEW. Unter dem Strich bleibe jedoch die anhaltende Wachstumsschwäche Chinas und anderer wichtiger Schwellenländer eine Belastung für die deutsche Exportwirtschaft.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage unter den Experten verschlechterte sich wie schon im März. Der entsprechende Index sank im April um 3,0 Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 47,7 Punkte. Das ZEW befragt monatlich bis zu 300 Experten von Banken, Versicherungen und Finanzabteilungen ausgewählter Großunternehmen nach ihren Einschätzungen und Prognosen.

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