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08.11.2013

10:32 Uhr

Zukunftsatlas 2013

Methodik und Indikatoren

Der Zukunftsatlas beschreibt anhand von 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren die Zukunftschancen aller 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. So sind die Experten von Prognos vorgegangen.

Daten von allen Städten und Kreisen in Deutschland haben die Prognos-Mitarbeiter gesammelt. dpa/picture alliance

Daten von allen Städten und Kreisen in Deutschland haben die Prognos-Mitarbeiter gesammelt.

Der Prognos Zukunftsatlas 2013 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb – ist die Aktualisierung und Fortführung der Zukunftsatlanten aus den Jahren 2004, 2007 und 2010. Der Zukunftsatlas 2013 ermittelt – wie bereits in früheren Ausgaben – anhand von 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren die Zukunftschancen aller 402 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die ausgewählten Indikatoren bilden die Zukunftsfähigkeit der Regionen in verschiedenen wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamen Themenbereichen ab.

Die Zukunftsperspektiven von Regionen werden in Anlehnung an zahlreiche Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung, insbesondere durch folgende vier Determinantengruppen (Themenbereiche) bestimmt: Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und Soziale Lage.

Der Zukunftsatlas knüpft mit seinem Indikatorenset an diese vier Determinantengruppen an. In räumlicher Hinsicht bildet der Zukunftsatlas Deutschlands die Zukunftschancen flächendeckend auf der Kreisebene, und damit auf der kleinsten gemeinsamen Aggregationsebene, auf der Indikatoren umfänglich verfügbar sind, ab. Die Kreise und kreisfreien Städte werden hinsichtlich ihrer Zukunftschancen vergleichend gegenübergestellt.

Methodisch ergibt sich das Standortranking der Zukunftsfähigkeit aus dem Zukunftsindex (Gesamtindex), der sich aus den Teilindices der 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren zusammensetzt. Bei der Berechnung des Zukunftsindex wurde darauf geachtet, dass Größeneffekte relativiert wurden, so dass alle Standorte die „gleichen Chancen“ haben und „große“ Standorte durch Einbeziehung absoluter Daten (bspw. Einwohnerzahl) nicht bevorzugt werden.

Indikatorenset des Zukunftsatlas 2013

Demografie

Stärke im Status-quo

- Fertilitätsrate

- Anteil junge Erwachsene

Dynamik

- Bevölkerungsentwicklung

- Wanderungssaldo junge Erwachsene

Wohlstand und Soziale Lage

Stärke im Status-quo

- Kaufkraft

- Kriminalitätsrate

- Kommunale Schuldenlast

- Anteil der in Bedarfsgemeinschaften lebenden Personen

Dynamik

- Veränderung des Anteils der in Bedarfsgemeinschaften lebenden Personen

Arbeitsmarkt

Stärke im Status-quo

- Arbeitsplatzdichte

- Arbeitslosenquote

- Anteil Tertiärbeschäftigung

- Anteil Hochqualifizierte

- Schulabbrecherquote

- Unbesetzte Ausbildungsstellen

Dynamik

- Veränderung Arbeitslosenquote

- Veränderung Anteil Hochqualifizierter

Wettbewerb und Innovation

Stärke im Status-quo

- BIP je Beschäftigten

- Gründungsintensität

- FuE-Personal in der Wirtschaft

- Investitionsquote der Industrie

- Patentintensität

- Beschäftigte in deutschen Zukunftsfeldern

- Anzahl der Top 500 Unternehmen

Dynamik

- Veränderung BIP

- Veränderung Gründungsintensität

- Veränderung FuE-Personal

- Veränderung Gesamtbeschäftigung

Mit Hilfe einer Korrelationsanalyse zahlreicher zur Auswahl stehender Indikatoren wurde eine Reduzierung des Indikatorensets auf möglichst wenige aussagekräftige Standort- und Zukunftsindikatoren vorgenommen. Mit diesem Schritt wird dem Umstand Rechnung getragen, trotz der komplexen Aufgabe die Zukunftschancen zu analysieren sowie inhaltliche und thematische Analysemöglichkeiten zu bewahren, die für die Standortbewertung zentralen Indikatoren zu messen.

Neben der thematischen Zuordnung der Indikatoren zu den vier Bereichen „Demografie“, „Arbeitsmarkt“, „Wettbewerb und Innovation“ sowie „Wohlstand und Soziale Lage“ beschreiben die Indikatoren zwei unterschiedliche Dimensionen. Zum einen Indikatoren, die den Status quo, also den „Ist-Zustand“ darstellen und zum anderen solche Indikatoren, die die Dynamik, also die Veränderung im Zeitverlauf beschreiben. Die Status quo-Indikatoren beschreiben die momentane Standortstärke einer Stadt beziehungsweise eines Kreises. Diese Indikatoren werden zum Teilindex „Stärke“ zusammengefasst. Daneben werden die Indikatoren, die eine Veränderung im Zeitverlauf beschreiben, zum Teilindex „Dynamik“ zusammengefasst. Die Ergebnisse für die beiden Teilbereiche finden sich auch noch einmal gesondert in der interaktiven Grafik wieder.

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