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16.05.2013

02:53 Uhr

"Zurück zur D-Mark wäre Schiffbruch"

CDU-Vize attackiert Anti-Euro-Partei

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat vor der Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) gewarnt. Jede Stimme für die AfD sei verschenkt - von der Hauptforderung der Partei hält er nichts.

Hessens Ministerpräsident und CDU-Vizevorsitzender Volker Bouffier. dpa

Hessens Ministerpräsident und CDU-Vizevorsitzender Volker Bouffier.

BerlinHessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier hat die neue euroskeptische Partei Alternative für Deutschland (AfD) scharf attackiert. „Der Vorschlag, aus dem Euro auszutreten, ist geradezu kindisch. Ein Zurück zur D-Mark würde zu einem ökonomischen Schiffbruch führen“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende der Tageszeitung „Die Welt“. Die AfD habe keine Vorstellung von der Gestaltung der Zukunft. „Jede Stimme für die AfD ist eine verschenkte Stimme.“

Die Anti-Euro-Thesen der „Alternative für Deutschland“

Zukunft des Euro

Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro. (Quelle: Parteiprogramm)

Neue Währungen

Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.

Europäische Verträge

Wir fordern eine Änderung der Europäischen Verträge, um jedem Staat ein Ausscheiden aus dem Euro zu ermöglichen. Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen.

Austrittsrecht

Wir fordern, dass Deutschland dieses Austrittsrecht aus dem Euro erzwingt, indem es weitere Hilfskredite des ESM mit seinem Veto blockiert.

Lasten für den Steuerzahler

Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.

Schuldenschnitte

Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten wie Griechenland durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden. Banken müssen ihre Verluste selbst tragen oder zu Lasten ihrer privaten Großgläubiger stabilisiert werden.

EZB-Politik

Wir fordern ein sofortiges Verbot des Ankaufs von Schrottpapieren durch die Europäische Zentralbank. Inflation darf nicht die Ersparnisse der Bürger aufzehren.

Ein Protestpapier mehrerer CDU-Landtagsfraktionschefs, das im Bundesvorstand auf Missbilligung gestoßen war, nahm Bouffier in Schutz. Christean Wagner (Hessen), Mike Mohring (Thüringen) und Steffen Flath (Sachsen) hatten eine offensivere Auseinandersetzung ihrer Partei mit der AfD gefordert.

„Ich akzeptiere ausdrücklich, dass sich jemand Gedanken macht, wie die CDU am meisten Stimmen bekommen kann“, sagte Bouffier. Allerdings: „Wir sollten die AfD nicht interessant machen, indem wir sie zum Hauptgegner aufblasen.“

Von

dpa

Kommentare (69)

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Wahrsager

16.05.2013, 04:38 Uhr

Schaeuble und Merkel werden uns noch vor den Wahlen an die PFIGS verkaufen.
Mit oder ohne AfD, die Ketten werden uns JETZT um den Hals gelegt.

Radiputz

16.05.2013, 04:40 Uhr

Na ja, das Kind auf dem Bild macht einen vernünftigeren und ernsthafteren Eindruck als Bouffier, der etwas bschränkt daherkommt und auch so aussieht.
Ebenfalls LOL

Oldi.

16.05.2013, 05:25 Uhr

Tja, hätte die CDU echte Argumente gegen die AfD, müsste sie nicht heiße Luft verbreiten. Die einzigen Interessen der CDU/CSU sind, ihre Pfründe zu verteidigen.

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