Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.03.2012

11:41 Uhr

Zuschussrente

Wirtschaftsweiser attackiert von der Leyen

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz kritisiert die Rentenvorschläge von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen scharf: Statt Geld zu verschenken solle der Staat lieber in Bildung investieren, rät Franz.

Der Vorsitzende des Sachverstaendigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), Wolfgang Franz, kritisiert die Bundesarbeitsministerin. dapd

Der Vorsitzende des Sachverstaendigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), Wolfgang Franz, kritisiert die Bundesarbeitsministerin.

HamburgDer Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), Wolfgang Franz, kritisiert das Vorhaben von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine Zuschussrente. „Ich halte die Zuschussrente für problematisch, weil sie eine versicherungsfremde Leistung ist und deshalb aus Steuermitteln bezahlt werden müsste - und nicht aus den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte Franz dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Finanzierung der Zuschussrente über Rentenbeiträge belaste zukünftige Generationen.

Von der Leyen will künftig niedrige Renten unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 850 Euro anheben. Franz sieht darin keinen Beitrag zur Bekämpfung der Gefahr wachsender Altersarmut.

Zum Schutz vor Altersarmut solle der Staat besser in Bildung investieren und „die private Altersvorsorge durch eine Reform der Riester-Rente stärken“. Die Pläne von der Leyens, eine Versicherungspflicht für alle Selbstständigen einzuführen, begrüßt Franz hingegen.

Von

dapd

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

RobertSchumansErben

25.03.2012, 12:10 Uhr

Wer mit der Gießkanne arbeitet, sollte auch ans Nachfüllen denken. Frau von der Leyen hat jedoch die Kohl'sche Blickweite ererbt und sie weiß es, sie kann nicht anders.

Wer erspart uns zukünftig die gleiche Vorgehensweise in punkto Rentenkassenplünderung, wenn damals auch zu einem guten Zweck. Zurückgeflossen bis heute, "rien ne de tous"

Dr.NorbertLeineweber

25.03.2012, 12:11 Uhr

Erklären Sie das `mal einer absoluten Leyin. Sie müsste einen Zusammenhang zwischen einem € und einem anderen € herstellen. Weil nämlich ein verpulveter Euro aus Steuermitteln nicht für das "Verpulvern" im Bildungswesen zur Verfügung steht. Man stelle sich nur vor, die Mittel würden für Bildung ausgegeben und die Wertschöpfung der Geförderten würden steigen. Das wäre ein Skandal, weil der Staat Kosten für die Arbeitslosigkeit schlecht Qualifizierter sparen würde und die zusätzlich qualifizierten Arbeitnehmer auch noch höhere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in das Sozialsystem einzahlen würden. Das muss unbedingt verhindert werden: Also erst den Euro für "Sozialleistungen" versenken, sonst wird am Ende noch die oben geschilderte geradezu verheerende Wertschöpfungskette realisiert. Das wäre für eine Leyin wahrlich der Supergau, schließlich würde das von ihr verwaltete Budget im Ministerium sinken. Man sägt sich doch nicht das eigene Budget ab, auf dem man thront. Leute mit Weitsicht, eben wie unsere Leyin, sind im Kabinett in ganzen Horden vertreten. So geht Bildungspolitik heute !
Mit der Finzpolitik und dem Euro fange ich erst gar nicht an ..... (dazu meine post im Handelsblatt und in der FAZ).

trantueteralf

21.04.2012, 20:35 Uhr

Hallo Andreas , wieso sollen die Studenten eigentlich in den Genuss eines kostenlosen Studiums kommen und die Handwerker dann ihren Meisterbrief selber bezahlen ?
Schon mal über den Tellerrand geschaut ???

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×