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09.11.2012

16:04 Uhr

Zustrom vom Balkan

Zahl der Asylbewerber steigt weiter an

Innenminister Friedrich beäugt seit Wochen kritisch die wachsende Zahl der Asylbewerber vom Balkan. Nun ist die neue Statistik da: Serben und Mazedonier stehen wieder an der Spitze. Er will das nicht mehr hinnehmen.

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht die wachsende Zahl an Asylanträgen aus dem Balkan kritisch. dpa

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht die wachsende Zahl an Asylanträgen aus dem Balkan kritisch.

BerlinDer Zustrom von Asylbewerbern aus Balkanländern hält an. Auch im Oktober kamen die mit Abstand meisten Asylsuchenden aus Serbien und Mazedonien, wie das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Ressortchef Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte im Südwestrundfunk: „Diese Entwicklung kann nicht so weitergehen.“ Erneut plädierte er dafür, die Visapflicht für diese Länder wiedereinzuführen. Die Grünen warnten vor Populismus und Ausgrenzung.

Friedrich und andere Innenpolitiker beäugen den Ansturm der Asylbewerber vom Balkan seit Wochen mit Argwohn. Bereits im September hatte es einen deutlichen Anstieg der Asylsuchenden aus diesen Ländern gegeben. Im Oktober ging es nun noch einmal nach oben: Fast 2.700 Menschen kamen aus Serbien und etwa 1300 aus Mazedonien, um in Deutschland um Asyl zu bitten. Aus dem Kosovo (344) und Bosnien und Herzegowina (630) kamen doppelt beziehungsweise drei Mal so viele Menschen wie noch im September.

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Die Asylbewerberzahl ging dadurch insgesamt deutlich nach oben: Im Oktober stellten 9.950 Menschen in Deutschland einen Asylantrag. Das waren fast 50 Prozent mehr als im September - und etwa 140 Prozent mehr als im Oktober 2011. Damit haben im bisherigen Jahr - mit rund 50.000 Menschen - bereits mehr Personen einen Asylantrag gestellt als gesamten Vorjahr (rund 46.000).

Rund 500 Menschen erkannten die Behörden im Oktober als Flüchtlinge an. Serben, Mazedonier, Bosnier oder Kosovaren waren nicht darunter.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

09.11.2012, 16:26 Uhr

Kennt man noch besser aus der Schweiz wo inzwischen manche Wohnquartiere nicht mehr bewohnbar sind und was die Kriminalitätsstatistik in Zürich rausgelassen hat, sagt ebenso alles. Den Strom aus diesen Ländern hätte man vor Jahren bereits in ganz Europa stoppen müssen.

Micha

09.11.2012, 16:35 Uhr

Leider ist es zu spät um es rückgängig zu machen...
Bei Goethes Zauberlehrling kam zum Schluß der alte Zauberer und hat wieder für Ordnung gesorgt. Wie wird es wohl bei uns ausgehen?

Bengel01

09.11.2012, 16:57 Uhr

Es wird Zeit, dass Innenminister Friedrich endlich handelt und nicht nur alles "kritisch beäugt". Solange er nur zuschaut, ist er nicht besser als Grüne, Sozis und alle anderen "politisch Korrekten", die mit all denen sympathisieren, die den deutschen Steuerzahler brutal ausnehmen. Handeln Sie endlich, Herr Innenminister, und unterbinden Sie den offenkundigen Asylmissbrauch!

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