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01.12.2014

15:39 Uhr

Zuwanderung

Deutschland beliebt wie nie

VonMaike Freund

Wer seine Heimat aufgibt, der kommt am liebsten nach Deutschland. In keinem anderen EU-Land nimmt die Zuwanderung so stark zu wie hier. Auf dem Arbeitsmarkt gibt es immer bessere Chancen. Doch an einem Punkt hapert es.

Aktuelle Studienergebnisse

Deutschland ist zweitgrößter Zuwanderungsmagnet

Aktuelle Studienergebnisse: Deutschland ist zweitgrößter Zuwanderungsmagnet

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DüsseldorfWer auswandert, will am liebsten nach Deutschland. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte OECD-Studie. 2013 kamen laut Internationalem Migrationsausblick rund 465.000 Zuwanderer dauerhaft nach Deutschland. Damit hat die Zuwanderung in die Bundesrepublik im vergangenen Jahr so stark zugenommen wie in sonst keinem anderen Land in der Europäischen Union. Gründe für die Zuwanderung: Familie, Ausbildung, Arbeit. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Freizügigkeit innerhalb der EU.

Der Trend scheint sich fortzusetzen. Denn auch 2014 steigen die Zuwanderungszahlen in Deutschland, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dabei lag Deutschland 2009 noch auf Platz acht. Insgesamt mehr als vier Millionen Menschen wanderten 2013 auf Dauer in die 34 OECD-Staaten ein – ein Prozent mehr als im Jahr davor. „Ohne den kräftigen Anstieg in Deutschland wäre die Zuwanderung in die OECD leicht rückläufig“, heißt es laut Bericht.

Wer nimmt die meisten Flüchtlinge auf?

Anstieg der Flüchtlingszahlen

Aufgrund von internationalen Krisen rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit einem erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen in 2014. Im ersten Quartal 2014 haben rund 108.300 Flüchtlinge in einem der 28 EU-Staaten um Asyl angesucht. Doch kommen die meisten Asylsuchenden, die derzeit über das Mittelmeer nach Europa kommen, wirklich nach Deutschland?

Quelle: Eurostat/ Mediendienst Integration 2014

Platz 9

Griechenland: 2.440 Antragsteller

Platz 8

Ungarn: 2.735 Antragsteller

Platz 7

Österreich: 4.815 Antragsteller

Platz 6

Belgien: 5.065 Antragsteller

Platz 5

Großbritannien: 7.575 Antragsteller

Platz 4

Italien: 10.700 Antragsteller

Platz 3

Schweden: 12.945 Antragsteller

Platz 2

Frankreich: 15.885 Antragsteller

Platz 1

Deutschland: 36.890 Antragsteller

Noch beliebter als Deutschland sind nur noch die USA. Die Vereinigten Staaten bleiben zwar das größte Aufnahmeland im OECD-Raum, doch die Zahl der dauerhaften Zuwanderer lag zum ersten Mal seit zehn Jahren unter einer Million. Italien und Spanien, die bis 2011 im Einwanderungsranking auf Platz zwei und drei lagen, sind laut Bericht nicht mehr so beliebt. Der Grund: die schlechte Wirtschaftslage. Doch immer noch kamen rund jeweils 200.000 Menschen in die beiden Länder.

Dass so viele Menschen dauerhaft nach Deutschland kommen, mag auch daran liegen, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Migranten – also Menschen, die in erster oder zweiter Generation in Deutschland leben – sich deutlich verbessert haben. So gab es in Deutschland den stärksten Anstieg bei der Beschäftigungsquote von Zuwanderern. „Deutschland konnte in den vergangenen Jahren viele Lehren aus der Arbeitsmarktintegration von Migranten ziehen“, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría.

Kommentare (60)

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Herr Woifi Fischer

01.12.2014, 16:09 Uhr

Jeden dritten EU-Migrant zieht es nach Deutschland?

Warum wollen alle zu den Verhassten NAZI in der BRD?

Werden sie von irgendjemand hierhergeschickt?

Oder wird hier ein neues Staatsvolk für die BRD geschaffen?
Was schon vor Jahren ein Politiker äußerte?

Oder weil es hier Geld für jeden zu holen gibt?
Die Industrie beteiligt sich nicht, bei der Integration von diesen Menschen, alles muß der blöde Michel tragen, und hat nicht einmal ein Mitspracherecht an dieser verfehlten Politik.

Herr Woldemar von Stechlin

01.12.2014, 16:25 Uhr

"Deutsches Sozialsystem beliebt wie nie!"

Ach nee, Sorry das ist politisch unkorrekt, ich meinte:

"Deutsche Kultur bliebt wie nie! Schiller-, Bach- und Beethoven-Jünger kommen in Scharen ins Land ihrer Idole!"

Herr Thomas Behrends

01.12.2014, 16:32 Uhr

Wenn wir qualitativ hochwertige Zuwanderung erlangen wollen müssen wir uns nur ein Beispiel an der Schweiz nehmen; wir sollten dann nur die in unser Land lassen, die wir auch tatsächlich benötigen.

Z.T. treibt die Zuwanderungspolitik derartige Blüten, dass Behörden die guten ausländischen Mitbürger, die wir dringend in unserem Land z.B. im Bereich der Krankenpflege benötigen ausweisen, wenn deren Zeit abgelaufen ist, und Gangster und Banditen hier unbehelligt auf Staatskosten ihr Unwesen treiben können.

Den Fall, dass wertvolle Mitbürger hier ausgewiesen werden, habe ich im Raum Bremen selbst miterlebt. Es handelte sich um eine wirklich nette Kurdin, die mir sehr leid tat und die schweren Herzens in ihre Heimat (Ostanatolien) zurückging.

Eine Schande wie hier im ach so tollen Deutschland Zuwanderungspolitik betrieben wird.

Aber was soll man von diesem besch... Beamtenstaat auch schon anderes erwarten.

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