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05.03.2006

16:30 Uhr

Zwei Stimmen, 45 Wahlkreise

Wie wird gewählt?

Wenn etwa zwei Millionen Berechtigte am 26. März in Sachsen-Anhalt aufgerufen sind, einen neuen Landtag zu wählen, tun sie das zum letzten Mal vier Jahre nach der letzten Landtagswahl: Ab 2006 gilt auch an Elbe und Saale die Fünf-Jahres-Legislaturperiode.

Blick über die Elbe zum Magdeburger Dom. Am Fuß der Kirche befindet sich der Landtag von Sachsen-Anhalt. Foto: dpa

Blick über die Elbe zum Magdeburger Dom. Am Fuß der Kirche befindet sich der Landtag von Sachsen-Anhalt. Foto: dpa

HB MAGDEBURG. Jeder Wahlberechtigte hat bei der Landtagswahl zwei Stimmen. Mit seiner Erststimme wählt er den Direktkandidaten in seinem Wahlkreis. Gewählt ist der Kandidat, der die meisten Stimmen erhält. Auf diese Weise werden 45 Politiker in den Landtag geschickt. Mit der Zweitstimme votiert der Wähler für eine der 17 zugelassenen Landeslisten der einzelnen Parteien. Über diese Listen kommen weitere 46 Abgeordnete in den Landtag.

Die Verteilung der Zweitstimmen entscheidet über das Kräfteverhältnis im Landtag. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass eine Partei mehr Direktmandate erringt, als ihr von den Zweitstimmen her eigentlich zustehen würde. Diese Sitze werden als Überhangmandate bezeichnet. Die Lösung für das Dilemma: Der Landtag wird einfach vergrößert. Die übrigen Parteien bekommen so genannte Ausgleichsmandate zugesprochen - und zwar genauso viele, wie Überhangmandate entstanden sind. Die Ausgleichsmandate werden nach dem jeweiligen Zweistimmenanteil der übrigen Parteien vergeben.

 Der Landtag von Sachsen-Anhalt

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