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21.08.2013

15:55 Uhr

Zweitägiger Warnstreik

Angestellte Lehrer streiken für mehr Geld

Gleiche Bezahlung wie ihre verbeamtete Kollegen: Das fordern rund 3.000 angestellten Lehrern in Berlin, die deshalb in einen zweitägigen Warnstreik getreten sind. Fast jede zweite Schule in der Hauptstadt ist betroffen.

Angestellte Lehrer demonstrieren in Berlin: An vielen Berliner Schulen fällt durch den Streik Unterricht aus. dpa

Angestellte Lehrer demonstrieren in Berlin: An vielen Berliner Schulen fällt durch den Streik Unterricht aus.

BerlinKnapp drei Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres sind in Berlin rund 3.000 angestellte Lehrer in einen zweitägigen Warnstreik getreten. Nahezu jede Schule in der Hauptstadt sei betroffen, sagte die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Doreen Siebernik, am Mittwoch. Für hunderte Schüler fiel Unterricht aus, an einigen Grundschulen gab es nur eine Notbetreuung. In mehreren Bezirken fehlten auch verbeamtete Lehrer, weil ihre Personalräte Versammlungen einberufen hatten.

Hauptforderung der Streikenden ist die gleiche Bezahlung von angestellten und verbeamteten Lehrern. Bereits im vergangenen Schuljahr hatte es deshalb Warnstreiks gegeben. In Berlin werden junge Pädagogen seit 2004 nicht mehr verbeamtet. Inzwischen gibt es unter den 29.000 Lehrern mehr als 9.000 Angestellte. Nach GEW-Berechnungen bekommen diese in 40 Dienstjahren bis zu 230.000 Euro netto weniger als ihre Kollegen.

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) lehnt Verhandlungen ab, weil er die Tarifgemeinschaft der Länder für zuständig hält. An diesem Donnerstag soll der Warnstreik fortgesetzt werden.


Von

dpa

Kommentare (9)

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Angelika

21.08.2013, 16:39 Uhr

Ich bin dafür, dass Beamte endlich Renten- und Krankenkassenbeiträge bezahlen und die Beihilfe abgeschafft wird und sie nicht mehrere Jahr beurlaubt werden können und die Lehrer nur 6 Wochen Urlaub - wie alle bekommen und dafür z. B. im Pflegedienst kostenfrei arbeiten!

- Dafür streike ich!

SiegfriedFiedler

21.08.2013, 16:58 Uhr

Das Beamtentum muss bis auf wenige Funktionen abgeschafft werden. Alle Bürger sind gleich. Nicht die Angestellten müssen mehr bekommen, sondern die Beamten wenig. Dies gilt nicht nur für das Einkommen sondern auch für die Pension/Rente. Auch hier erhält der Beamte wesentlich mehr Pension als der normale Bürger an Rente.
Am 22.09.2013 könnten die Bürger dafür abstimmen! Aber die Bürger werden weiter schlafen. Erst wenn der Bürger keine Rente mehr erhält und dann der Beamte keine Pension, erst dann wird der satte Bürger aufwachen.
Es ist dann aber zu spät!!!

Account gelöscht!

21.08.2013, 17:26 Uhr

Lehrer sollten mit der einfachsten Mathematik vertraut sein:
Ein Beamter zahlt keine 18,5% Beiträge in die Pensionskasse ein, erhält aber ca 70% von Einkommen aus den letzten jahren.
Ein Angestellter zahlt 18,5% Beiträge in die Rentenkasse ein und erhält ca. 50% aus seinem Lebenseinkommen.
Bei Angestellten im öffentlichen Dienst kommt die VBL noch hinzu. Wobei die ursprüngliche Differenz zur Pension nicht mehr geleistet wird (werden kann).
Entweder haben die Angestellten Anspruch auf einen Teilzuschlag, oder die Beamten erhalten Pensionen nicht mehr vor u.a. "Kosten für Reparatur von Schlaglöchern".
Das gilt sinngemäß natürlich auch für die Politikerpensionen.

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