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12.01.2013

15:09 Uhr

Zweitstimmen-Kampagne

Rösler setzt in Niedersachsen auf CDU-Wähler

Ohne die Liberalen gibt es keine Regierungsmehrheit für die CDU in Niedersachsen. Auf diese Erkenntnis bei der CDU-Wählerschaft hofft Philipp Rösler. Die Stimmen wären bitter nötig, denn die Umfragewerte sind schlecht.

Die FDP will in Niedersachsen CDU-Wähler abwerben. dpa

Die FDP will in Niedersachsen CDU-Wähler abwerben.

BerlinDie FDP will das Werben um CDU-Wähler in der letzten Woche des niedersächsischen Landtagswahlkampfs nochmals verstärken. „Wir werden die Zweitstimmen-Kampagne noch zuspitzen“, sagte Parteichef Philipp Rösler der „Nordwest-Zeitung“ in Oldenburg. Unions-Sympathisanten müssten erkennen, dass es ohne die Liberalen keine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition gebe. „Ohne die FDP mit Stefan Birkner kann Ministerpräsident David McAllister nicht weiterregieren.“

Rösler ließ erneut offen, ob er sein politisches Schicksal an den Ausgang der Landtagswahl am 20. Januar knüpft: „Wir konzentrieren uns ganz auf den Wahlkampf. Es geht um Niedersachsen, es geht um meine Heimat.“ Im Bremer „Weser-Kurier“ erklärte er die monatelange Führungsdebatte für beendet.

Eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen kann nach einer Umfrage nicht nur die FDP auf den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde hoffen, sondern auch die von vielen bereits abgeschriebene Linkspartei. Das Meinungsforschungsinstitut Info GmbH ermittelte in der vom Magazin „Focus“ veröffentlichten Erhebung für die Freidemokraten 4,5 Prozent und für die seit Monaten klar unter der Fünf-Prozent-Marke liegenden Linken 6 Prozent. In der Sonntagsfrage kommen die Christdemokraten demnach auf 38 Prozent, die Sozialdemokraten auf 31,5 und die Grünen auf 14,5.

TV-Duell in Niedersachsen: Eher sturmfest als stocksteif

TV-Duell in Niedersachsen

Eher sturmfest als stocksteif

Vor der Landtagswahl in Niedersachsen liegen Schwarz-Gelb und Rot-Grün eng beieinander. Im TV-Duell lieferten sich die beiden Spitzendkandidaten David McAllister (CDU) und Stephan Weil (SPD) einen harten Schlagabtausch.

Bei diesen Werten mit einem Einzug der Linken hätte Rot-Grün nur eine Mehrheit, wenn die FDP tatsächlich scheitert. Anderenfalls entstünde zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb eine Pattsituation, die keinem der beiden Lager eine Regierungsbildung ermöglichen würde.

Röslers Stellvertreter, der sächsische Landesvorsitzende Holger Zastrow, forderte Geschlossenheit. „Die Bundespartei soll aufhören, die erfolgreiche Arbeit in den Ländern zu torpedieren“, verlangte er im Magazin „Focus“. „Einfach mal die Klappe halten!“

Außenminister Guido Westerwelle ermahnte die FDP, sich auf ihre Kernanliegen zu besinnen. Wenn die Liberalen europäische Weltoffenheit, aktive Toleranz und verantwortungsvolle Leistungsbereitschaft verträten, würden sie wieder erfolgreich sein, sagte der frühere FDP-Chef der „Augsburger Allgemeinen“. „Ich appelliere aber, nicht jetzt schon mit einem Dauerwahlkampf zu beginnen.“ Stattdessen sprach er sich für eine kurze Kampagne aus.

Von

dpa

Kommentare (28)

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Vicario

12.01.2013, 15:28 Uhr

Schon wieder versucht die FDP die Protestwähler einzufangen...aber diesmal wird es wohl nicht gelingen !

Die FDP hat bis jetzt nicht verstanden, dass sie bei der letzten Bundestagswahl nur deshalb 15 % bekommen hat, weil viele konservativen Wähler die Staatsratsvorsitzende nicht wollten ! Diese Wähler sind aber BETROGEN worden von der FDP !

Die Zeit der FDP ist vorbei, die SCHWARZ/GELBEN sind genauso vermieft wie die ROT/GRÜNEN !
Die Verwesungserscheinungen sind bei den Blockparteien weit vortgeschritten !

Wer keinen Stillstand, Vätternwirtschaft,Stagnation, flächendeckenden Lug und Trug will, der wählt ALTERNATIV :

NEUE BESEN KEHREN BESSER !

listening to wind of change !

Wahl 13 : Zur Wahl gehen, Initiative zeigen ! Stimme nicht abgeben, sondern einsetzen und protestieren ! Nicht in die Urne (weg) werfen für korrupte, pseudodemokratische Blockparteien CDU,SPD,FDP,GRÜNE,LINKE ! Alles andere ist besser und wählbar ! Wer nicht wählt oder ungültig wählt, der wählt die Nomenklatura ! Zur Auswahl werden stehen : Die Partei, die Anti - € - Partei, PDV, die Anti - EU-Partei, Freie Bürger Union, die Republikaner, die Piraten, die Freiheit, Freie Union, die Freien Wähler, usw. Diesen Parteien muss man über 5 % helfen um die Nomenklatura abzulösen !
Die Ze

fdpLastCallBe4Suicide

12.01.2013, 15:31 Uhr

Da muß es aber allerhand "verkappte" Freidemokraten innerhalb der Union geben, die Herz was begehrst du, die Zweitstimme einfach dem politischen Gegner ins Nest legen.

Wer über 18%o erreicht sollte aufhören sich als geeignete, führende oder koalitionskonforme Partei darzustellen. Dann lieben mal das Kreuz dort machen, wo noch Religion draufsteht: Die Partei der Bibelfesten, zum besseren Beispiel. Christliche Parteien mit "Führungsanspruch", sie werden mehr und mehr demaskiert, nur wollen sie es gar nicht wahrnehmen.

Das Spiel geht immer dann vortrefflich auf, falls sich genügend Nichtwähler bereit erklären es auch weiterhin zu tun, anstatt ihre eigene Stimme selektiv zu verstreuen, wie es fdp-Vormann Rösler es gerade von cdu-nahestehenden Wählern fordert.

Ich schätze, der Mann ist von seinem Vorsitz einfach überfordert und wäre gut beraten, sein gegebenes Mandat ruhen zu lassen. Die Wiedereinführung von Westerwelle über Niebel, da muß einem als normal Sterblichen der Vergleich über die Lippen gehen, Italia, du hast es gut, deine Vorstellungen ohne Berlusconi werden auch so vertreten, wenn sie wissen, was ich meine. Weit davon entfernt sind wir in diesem unserem Lande nicht mehr. Wehe wenn wir wenden wollen. Es gibt kein zurück aus der Finsternis. Und 1982 ist beileibe schon 'ne Ecke her.

CDU-Mann

12.01.2013, 16:38 Uhr

Als CDU-Wähler lehne ich eine Zweitstimmenvergabe an die FDP entschieden ab.

Die FDP, egal ob in einem deutschen Landtag und Bundestag, ist für das was sie verbockt hat, selbst Schuld. Die Zweitstimme ist so wichtig, dass es unverantwortlich ist, die Stimme der FDP zu geben.

Niemand in Deutschland braucht die Westerwelles, Röslers, Niebels und Koch-Mehrins, wie sie in der FDP überall in der FDP anzutreffen sind.

Die FDP soll an ihrer Dekadenz gegenüber dem Wähler scheitern. Jeder sollte sich am Wahltag über seine Macht im Klaren sein.

Noch 8 Tage und dann ist für die FDP in Niedersachsen hoffentlich das AUS besiegelt.

Für Niedersachsen und Deutschland ein guter Tag, weil es danach wieder deutlich aufwärts geht.

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