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07.01.2015

12:45 Uhr

Zwischenlagerung

Keine Lösung für Castorbehälter mit Atommüll in Sicht

Für Castorbehälter mit Atommüll ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Bundesumweltministerin Hendricks ist besorgt über Verweigerungshaltung einiger Länder. Schleswig-Holstein besteht auf die Beteiligung weiterer Länder.

Wo die Castorbehältern mit Atommüll gelagert werden sollen, ist fraglich. dpa

Wo die Castorbehältern mit Atommüll gelagert werden sollen, ist fraglich.

BerlinFür die Zwischenlagerung von in Deutschland zurückerwarteten Castorbehältern mit Atommüll ist offensichtlich weiterhin keine Lösung in Sicht. „Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ist besorgt über den Umstand, dass die Länder bislang nicht ihre gegenüber der Bundeskanzlerin gemeinschaftlich gemachte Zusage eingelöst haben“, sagte eine Ministeriumssprecherin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch. Eigentlich hätte diese Frage bis Ostern 2014 geklärt werden sollen.

Bei den Castoren geht es um insgesamt 21 Behälter mit deutschem Atommüll, die ab 2017 aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield zurückgebracht werden sollen. Die Aufnahme eines Teils der Behälter hat Schleswig-Holstein angeboten, besteht aber auf der Beteiligung auch weiterer Länder. Baden-Württemberg will fünf weitere Castoren zwischenlagern, die 2015 aus der französischen Atomanlage La Hague nach Deutschland kommen.

Der Fahrplan zum Atommüll-Endlager

2014 bis Mitte 2016:

Eine 33-köpfige Kommission mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet mit Expertenanhörungen die Grundlagen der Suche. Danach muss das Endlagersuchgesetz eventuell noch einmal modifiziert werden.

2015/2016:

Um nicht weitere Fakten für ein Endlager in Gorleben (Niedersachsen) zu schaffen, sollen keine Atommülltransporte mehr in das nahe des Salzstocks gelegene oberirdische Zwischenlager gehen. Sie müssen in andere Zwischenlager in Deutschland gebracht werden.

Ab 2016:

Zunächst werden bundesweit alle ungeeigneten Regionen ausgesiebt. Regionen mit guten Gesteinsformationen werden ausgewählt und mehrere Standorte erkundet, auch mittels Probebohrungen.

Bis 2023:

Am Ende sollen die besten Standorte aufwendig unter Tage erkundet werden. Welche Standorte ausgewählt werden, soll mit einem weiteren Bundesgesetz beschlossen werden. Die Kosten pro Erkundung werden mit einer halben Milliarde Euro pro Standort veranschlagt.

2031

Bundestag und Bundesrat sollen endgültig über den Standort entscheiden, der Klageweg soll nicht eröffnet werden. Die Kosten der Endlagersuche werden mindestens zwei Milliarden Euro betragen.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) warf in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ besonders unionsregierten Bundesländern vor, wenig Bereitschaft zu zeigen, „sich an der Lastenteilung beim Strahlenmüll zu beteiligen“. In Niedersachsen befinden sich das Zwischenlager Gorleben, in dem Bereich zahlreiche Castorbehälter mit Atommüll lagern, sowie die Atommülldeponien Asse und Schacht Konrad. Damit habe Niedersachsen „seit Jahrzehnten Vorleistungen erbracht“, hob Wenzel hervor.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.01.2015, 13:29 Uhr

Keine Lösung für Castorbehälter mit Atommüll in Sicht


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Und ab wann kann man solche Fässer ab 1 €uro bei Ebay ersteigern ??????????????????????????????????????????????






Herr Wolfgang Trantow

08.01.2015, 18:11 Uhr

Keine Lösung in Sicht? Was machen denn unsere überbezahlten Experten, wenn Sie uns nur noch schädigen???

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