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09.05.2017

13:37 Uhr

Frankreichs Ex-Premier Valls

„Die alten Parteien sterben oder sind schon tot“

Frankreichs ehemaliger Premierminister Manuel Valls plant sich der Bewegung Präsident Macrons „La Republique En Marche“ anzuschließen. Valls will sich im südlichen Pariser Département Essonne zu Wahl stellen.

Frankreichs Ex-Premierminister wollte selbst für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat antreten, unterlag jedoch in der Vorwahl seinem Konkurrenten Benoît Hamon AFP; Files; Francois Guillot

Manuel Valls

Frankreichs Ex-Premierminister wollte selbst für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat antreten, unterlag jedoch in der Vorwahl seinem Konkurrenten Benoît Hamon

ParisDer ehemalige französische Premierminister Manuel Valls will die Sozialistische Partei verlassen und sich dem gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron anschließen. Die Sozialistische Partei sei tot, sagte Valls am Dienstag dem Radiosender RTL. Nun werde er bei der Parlamentswahl im Juni als Kandidat für Macrons Bewegung La Republique En Marche antreten.

Macron habe mit seinem Sieg in der Stichwahl um das Präsidentenamt über Marine Le Pen dem Populismus in Europa einen Dämpfer versetzt, sagte Valls. Er habe Frankreich im Ausland zu einem grandiosen Ansehen verholfen. Valls wollte selbst für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat antreten, unterlag aber in der Vorwahl Benoît Hamon.

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„Die alten Parteien sterben oder sind schon tot“, erklärte Valls. „Ich wünsche mir, dass Emmanuel Macron, seine Regierung und seine Mehrheit erfolgreich sind.“

Valls will sich im Département Essonne südlich von Paris zur Wahl stellen. Vertreter von La Republique En Marche sagten jedoch, seine Nominierung sei noch nicht gesichert. Jede Unterstützung für den Präsidenten sei willkommen, erklärte Jean-Paul Delevoye, der Präsident der Auswahlkommission für die Kandidaten. „Aber Unterstützung bedeutet nicht automatisch eine Nominierung.“ Valls' Kandidatur werde genauso behandelt wie jede andere.

Es wird erwartet, dass Macron seine 577 Kandidaten für die Parlamentswahl am Donnerstag vorstellt. Sein erklärtes Ziel ist eine absolute Mehrheit im Parlament, denn dann könnte er einen Premierminister aus seiner eigenen Partei auswählen.

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ap

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