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Presseschau zur Macron-Wahl in Frankreich

„Der Trumpsche Populismus hat seinen Höhepunkt überschritten“

Zeitungen aus aller Welt sehen in Macrons Wahl einen Sieg für Europa – gegen den aufkommenden Rechtspopulismus. Doch die Europäische Union stehe damit erst am Anfang. Die Stimmen zu Macrons Sieg.

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Die US-Zeitung sieht auf den neuen Präsidenten Frankreichs große Herausforderungen zukommen: „Die entschiedene Wahl von Emmanuel Macron (...) zum Präsidenten Frankreichs ist eine mächtige Erleichterung für jeden, der Angst gehabt hatte, dass Frankreich das nächste Land werden könnte, das der durch westliche Demokratien schwappenden Welle von Populismus, Nationalismus und Anti-Globalisierung erliegen könnte. Doch so dramatisch und eindrucksvoll sein Sieg ist – vor Herrn Macron liegen beträchtliche Herausforderungen. Er übernimmt eine tief gespaltene Nation (...).“ Quelle: dpa Screenshot www.nytimes.com

„The New York Times“: Große Herausforderung

Die US-Zeitung sieht auf den neuen Präsidenten Frankreichs große Herausforderungen zukommen: „Die entschiedene Wahl von Emmanuel Macron (...) zum Präsidenten Frankreichs ist eine mächtige Erleichterung für jeden, der Angst gehabt hatte, dass Frankreich das nächste Land werden könnte, das der durch westliche Demokratien schwappenden Welle von Populismus, Nationalismus und Anti-Globalisierung erliegen könnte. Doch so dramatisch und eindrucksvoll sein Sieg ist – vor Herrn Macron liegen beträchtliche Herausforderungen. Er übernimmt eine tief gespaltene Nation (...).“

Quelle: dpa

Bild: Screenshot www.nytimes.com

„Dass eine Rechtsaußen-Nationalistin wie Frau Le Pen die zweite Runde der Wahlen vor den etablierten Parteien erreichten konnte und dann mehr als ein Drittel der Stimmen bekommt, war ein schonungsloser Beweis für die Hoffnungslosigkeit der – was sie „les oubliés“ nennt – Vergessenen. In seiner Siegesrede (...) räumte Herr Macron die Spaltung der französischen Gesellschaft ein und beschwor mehrfach die immense Aufgabe, die vor ihm liegt. Diese beginnt unmittelbar.“ dpa

„The New York Times“: Spaltung Frankreichs

„Dass eine Rechtsaußen-Nationalistin wie Frau Le Pen die zweite Runde der Wahlen vor den etablierten Parteien erreichten konnte und dann mehr als ein Drittel der Stimmen bekommt, war ein schonungsloser Beweis für die Hoffnungslosigkeit der – was sie „les oubliés“ nennt – Vergessenen. In seiner Siegesrede (...) räumte Herr Macron die Spaltung der französischen Gesellschaft ein und beschwor mehrfach die immense Aufgabe, die vor ihm liegt. Diese beginnt unmittelbar.“

Bild: dpa

„Die Niederlage von Marine Le Pen scheint fürs Erste darauf hinzudeuten, dass der Trumpsche Populismus seinen Höhepunkt überschritten hat. Insbesondere, da sie auf eine recht ähnliche Niederlage von Geert Wilders im März in den Niederlanden folgte. Jedoch muss Macron dem französischen Volk nun zeigen, dass er die Alternative ist, auf die es gewartet hat. Gelingt ihm das nicht, steht Marine Le Pen – oder vielleicht auch ein anderer Le Pen – bereit.“ AP

„The Times“: Ende des Populismus

„Die Niederlage von Marine Le Pen scheint fürs Erste darauf hinzudeuten, dass der Trumpsche Populismus seinen Höhepunkt überschritten hat. Insbesondere, da sie auf eine recht ähnliche Niederlage von Geert Wilders im März in den Niederlanden folgte. Jedoch muss Macron dem französischen Volk nun zeigen, dass er die Alternative ist, auf die es gewartet hat. Gelingt ihm das nicht, steht Marine Le Pen – oder vielleicht auch ein anderer Le Pen – bereit.“

Bild: AP

Die Londoner „Times“ sieht in der Niederlage Le Pens in Frankreich und Geert Wilders in den Niederlanden die Überschreitung des „Trumpschen Populismus“ – dennoch werde Macron politisch schwach starten: „Emmanuel Macrons Sieg bei der französischen Präsidentschaftswahl war überzeugend. Doch wenn der Konservative François Fillon die zweite Runde erreicht hätte, wäre Macrons Ergebnis niedriger ausgefallen. (...) Obwohl er ein ehemaliger Sozialist ist, stellte sich Macron dieser Wahl als Kandidat seiner eigenen neuen Partei, der Bewegung En Marche!. Das bedeutet, dass er bislang über keine Abgeordneten verfügt und zudem Schwierigkeiten haben dürfte, nach der Parlamentswahl im Juni eine Mehrheit zustande zu bringen.“ Screenshot www.thetimes.co.uk

„The Times“: Politisch schwach

Die Londoner „Times“ sieht in der Niederlage Le Pens in Frankreich und Geert Wilders in den Niederlanden die Überschreitung des „Trumpschen Populismus“ – dennoch werde Macron politisch schwach starten: „Emmanuel Macrons Sieg bei der französischen Präsidentschaftswahl war überzeugend. Doch wenn der Konservative François Fillon die zweite Runde erreicht hätte, wäre Macrons Ergebnis niedriger ausgefallen. (...) Obwohl er ein ehemaliger Sozialist ist, stellte sich Macron dieser Wahl als Kandidat seiner eigenen neuen Partei, der Bewegung En Marche!. Das bedeutet, dass er bislang über keine Abgeordneten verfügt und zudem Schwierigkeiten haben dürfte, nach der Parlamentswahl im Juni eine Mehrheit zustande zu bringen.“

Bild: Screenshot www.thetimes.co.uk

Die italienische Tageszeitung sieht in Macrons Sieg eine Erleichterung für Europa, aber auch mit diesem neuen Präsidenten müssten Europa und Frankreich erst zusammenkommen: „Der Sieg von Macron rettet Europa, mit Le Pen als Präsidentin wären die Tage gezählt gewesen. Aber diese Geschichte der Rettung muss erst noch geschrieben werden (...). Die Glückwunschschreiben, die umgehend von Merkel, Juncker und Gentiloni verschickt wurden, zeugen von einer nachvollziehbaren Erleichterung über die Tatsache, dass Frankreich im Herz Europas bleiben wird. Gleichwohl ist nicht gesagt, dass die Vision des neuen französischen Präsidenten über die Zukunft der EU zwangsläufig mit der seiner wesentlichen Gesprächspartner übereinstimmen wird.“ Screenshot www.repubblica.it

„La Repubblica“: Rettung Europas

Die italienische Tageszeitung sieht in Macrons Sieg eine Erleichterung für Europa, aber auch mit diesem neuen Präsidenten müssten Europa und Frankreich erst zusammenkommen: „Der Sieg von Macron rettet Europa, mit Le Pen als Präsidentin wären die Tage gezählt gewesen. Aber diese Geschichte der Rettung muss erst noch geschrieben werden (...). Die Glückwunschschreiben, die umgehend von Merkel, Juncker und Gentiloni verschickt wurden, zeugen von einer nachvollziehbaren Erleichterung über die Tatsache, dass Frankreich im Herz Europas bleiben wird. Gleichwohl ist nicht gesagt, dass die Vision des neuen französischen Präsidenten über die Zukunft der EU zwangsläufig mit der seiner wesentlichen Gesprächspartner übereinstimmen wird.“

Bild: Screenshot www.repubblica.it

Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ betont, dass Macrons Sieg ein Gewinn für die Erhaltung der EU und eine wirtschaftliche Stärkung ganz Europas in Aussicht sei: „Sollte es ihm (Macron, d. Red.) gelingen, Frankreich gesünder zu machen, wird davon auch der Rest Europas profitieren. Natürlich braucht er dafür einen langen Atem. Doch allein schon mit seinem Sieg hat Macron ein drohendes akutes Problem aus dem Weg geräumt. Marine Le Pen hatte für Maßnahmen plädiert, die die EU erheblich geschwächt hätten. (...) Auch die Niederlande als kleine offene Handelswirtschaft hätten die Nachteile zu spüren bekommen. Allerdings hat Macron auch europafreundliche Züge, die zum französischen Wunschtraum passen, mehr Macht in Brüssel zu konzentrieren. Damit entspricht er nicht dem Zeitgeist.“ dpa

„De Telegraaf“: Stärkung der EU

Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ betont, dass Macrons Sieg ein Gewinn für die Erhaltung der EU und eine wirtschaftliche Stärkung ganz Europas in Aussicht sei: „Sollte es ihm (Macron, d. Red.) gelingen, Frankreich gesünder zu machen, wird davon auch der Rest Europas profitieren. Natürlich braucht er dafür einen langen Atem. Doch allein schon mit seinem Sieg hat Macron ein drohendes akutes Problem aus dem Weg geräumt. Marine Le Pen hatte für Maßnahmen plädiert, die die EU erheblich geschwächt hätten. (...) Auch die Niederlande als kleine offene Handelswirtschaft hätten die Nachteile zu spüren bekommen. Allerdings hat Macron auch europafreundliche Züge, die zum französischen Wunschtraum passen, mehr Macht in Brüssel zu konzentrieren. Damit entspricht er nicht dem Zeitgeist.“

Bild: dpa

Eine Präsidentschaft der rechtspopulistischen Marine Le Pen ist verhindert – doch jetzt brauche Macron viel Glück, um Wandel, Wachstum, Einheit und Heilung des Landes zu voranzutreiben, meint die britische Tageszeitung „The Guardian“: „Jedes andere Ergebnis wäre eine europäische Katastrophe gewesen, und ausnahmsweise – Gott sei Dank – lagen die Meinungsumfragen richtig. Emmanuel Macron hat Marine Le Pen beiseite gefegt, um Frankreichs nächster Präsident zu werden. Herr Macron gewann sogar noch mit einem größeren Vorsprung, als die Umfragen beständig nahegelegt hatten: 65,1 Prozent zu 35,9 Prozent.(...) Aber sein Sieg ist eher ein Grund zur Erleichterung denn zur Freude. (...).“ Screenshot www.theguardian.com

„The Guardian“: Katastrophe abgewendet

Eine Präsidentschaft der rechtspopulistischen Marine Le Pen ist verhindert – doch jetzt brauche Macron viel Glück, um Wandel, Wachstum, Einheit und Heilung des Landes zu voranzutreiben, meint die britische Tageszeitung „The Guardian“: „Jedes andere Ergebnis wäre eine europäische Katastrophe gewesen, und ausnahmsweise – Gott sei Dank – lagen die Meinungsumfragen richtig. Emmanuel Macron hat Marine Le Pen beiseite gefegt, um Frankreichs nächster Präsident zu werden. Herr Macron gewann sogar noch mit einem größeren Vorsprung, als die Umfragen beständig nahegelegt hatten: 65,1 Prozent zu 35,9 Prozent.(...) Aber sein Sieg ist eher ein Grund zur Erleichterung denn zur Freude. (...).“

Bild: Screenshot www.theguardian.com

„Er (Macron, d.Red.) hat nun fünf Wochen Zeit bis zur ersten Runde der Parlamentswahlen, die ihn zu einem präsidentiellen Gefangenen einer feindlichen Nationalversammlung in einer Kohabition machen könnten, die sich Frankreich kaum leisten kann. Letztlich besteht seine Herausforderung nun darin, Wahlkampf in Regieren und Slogans in Taten umzusetzen.“ dpa

„The Guardian“: Slogans in Taten umsetzen

„Er (Macron, d.Red.) hat nun fünf Wochen Zeit bis zur ersten Runde der Parlamentswahlen, die ihn zu einem präsidentiellen Gefangenen einer feindlichen Nationalversammlung in einer Kohabition machen könnten, die sich Frankreich kaum leisten kann. Letztlich besteht seine Herausforderung nun darin, Wahlkampf in Regieren und Slogans in Taten umzusetzen.“

Bild: dpa

Macron habe zwar die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen, könne aber nicht auf die Unterstützung aller Bürger zählen, meint die französische Tageszeitung „Le Figaro“: „Mit einem unleugbaren Talent hat er es geschafft, von den Fehlern und Schwächen seiner Gegner zu profitieren, aber allen Umfragen nach ist es ihm nicht gelungen, die Menschen hinter seine Person oder sein Programm zu vereinen. Diese Schwäche beeinträchtigt seine Legitimität in keiner Weise, aber sie zeigt eine politische Realität, die nicht leicht zu überwinden sein wird.“ www.lefigaro.fr

„Le Figaro“: Schwierige Realität

Macron habe zwar die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen, könne aber nicht auf die Unterstützung aller Bürger zählen, meint die französische Tageszeitung „Le Figaro“: „Mit einem unleugbaren Talent hat er es geschafft, von den Fehlern und Schwächen seiner Gegner zu profitieren, aber allen Umfragen nach ist es ihm nicht gelungen, die Menschen hinter seine Person oder sein Programm zu vereinen. Diese Schwäche beeinträchtigt seine Legitimität in keiner Weise, aber sie zeigt eine politische Realität, die nicht leicht zu überwinden sein wird.“

Bild: www.lefigaro.fr

„Wir dürfen uns nicht täuschen: Macrons Frankreich, dieses positive, dynamische, reformerische Frankreich, das so offen für Europa ist wie für die Meeresbrise, existiert sehr wohl – und das ist gut. Aber es steht nur für ein Viertel der Franzosen. Zwei weitere Viertel (die Anhänger Le Pens sowie die Anhänger Mélenchons, zu denen man die Anhänger Hamons hinzuzählen könnte) sind gegen seine Werte radikal feindselig eingestellt.“ AP

„Le Figaro“: Macron steht für eine Minderheit

„Wir dürfen uns nicht täuschen: Macrons Frankreich, dieses positive, dynamische, reformerische Frankreich, das so offen für Europa ist wie für die Meeresbrise, existiert sehr wohl – und das ist gut. Aber es steht nur für ein Viertel der Franzosen. Zwei weitere Viertel (die Anhänger Le Pens sowie die Anhänger Mélenchons, zu denen man die Anhänger Hamons hinzuzählen könnte) sind gegen seine Werte radikal feindselig eingestellt.“

Bild: AP

Die spanische Zeitung sieht durch den Politikneuling Macron Chancen, aber nicht das Ende der EU-Krise: „Die große Gabe Macrons bestand darin, sich im richtigen Moment als neuer Mann zu präsentieren, der die diskreditierte Pariser Elite hinter sich lässt. (...) Abseits seiner Wahlversprechen muss der gewählte Präsident als erstes und unmittelbares Ziel Talent und Kapazität beweisen, die Zügel der Macht übernehmen zu können. Brüssel seinerseits gewinnt Zeit, wie nach der Parlamentswahl in den Niederlanden. Doch wenn die EU wirklich das Gespenst des Populismus verscheuchen und aus der Existenzkrise herauskommen will, muss sie endlich handeln, die Sichtweise umdrehen und effiziente Maßnahmen ergreifen, die dazu dienen, dass die Bürger die Europäische Union als gemeinsames Haus betrachten, das es sich zu bewohnen lohnt.“ dpa

„El Mundo“: Kein Ende der EU-Krise

Die spanische Zeitung sieht durch den Politikneuling Macron Chancen, aber nicht das Ende der EU-Krise: „Die große Gabe Macrons bestand darin, sich im richtigen Moment als neuer Mann zu präsentieren, der die diskreditierte Pariser Elite hinter sich lässt. (...) Abseits seiner Wahlversprechen muss der gewählte Präsident als erstes und unmittelbares Ziel Talent und Kapazität beweisen, die Zügel der Macht übernehmen zu können. Brüssel seinerseits gewinnt Zeit, wie nach der Parlamentswahl in den Niederlanden. Doch wenn die EU wirklich das Gespenst des Populismus verscheuchen und aus der Existenzkrise herauskommen will, muss sie endlich handeln, die Sichtweise umdrehen und effiziente Maßnahmen ergreifen, die dazu dienen, dass die Bürger die Europäische Union als gemeinsames Haus betrachten, das es sich zu bewohnen lohnt.“

Bild: dpa

Die liberale schwedische Tageszeitung kommentiert: „Le Pens reaktionäres und protektionistisches Modell führte zur Niederlage, was für die Gesundheit der Union notwendig war. Es war möglich, die populistische Welle zu stoppen. Offenheit und Toleranz haben zum Glück einen engstirnigen Nationalismus besiegt. Wie Macron Frankreichs Umstellung bewältigt, kann für die Zukunft der EU entscheidend sein. In fünf Jahren gibt es wieder eine Präsidentschaftswahl.“ Screenshot www.dn.se

„Dagens Nyheter“: Nationalismus gestoppt

Die liberale schwedische Tageszeitung kommentiert: „Le Pens reaktionäres und protektionistisches Modell führte zur Niederlage, was für die Gesundheit der Union notwendig war. Es war möglich, die populistische Welle zu stoppen. Offenheit und Toleranz haben zum Glück einen engstirnigen Nationalismus besiegt. Wie Macron Frankreichs Umstellung bewältigt, kann für die Zukunft der EU entscheidend sein. In fünf Jahren gibt es wieder eine Präsidentschaftswahl.“

Bild: Screenshot www.dn.se

Die linksliberale polnische Zeitung schreibt zum Sieg von Emmanuel Macron, dass dieser erst der Anfang eines „europäischen Krieges“ um die Demokratie sei: „Die Wahl der Franzosen bedeutet noch nicht den Sieg dieses europäischen Krieges. Es ist erst ein Anfang, aber er lässt hoffen. Viel hängt nun davon ab, was für ein fähiger und vertrauenswürdiger Präsident Macron sein wird. (...) Die nächste Schlacht sind die Parlamentswahlen im Juni. (...) Le Pen wird den Kopf des Widerstands gegen die sich erneuernde Demokratie und EU bilden. Doch sie wird den Boden unter den Füßen verlieren, wenn Macron zumindest einen Teil seiner Versprechungen erfüllt.“ Screenshot www.wyborcza.pl

„Gazeta Wyborcza“: Macron im großen Krieg Europas

Die linksliberale polnische Zeitung schreibt zum Sieg von Emmanuel Macron, dass dieser erst der Anfang eines „europäischen Krieges“ um die Demokratie sei: „Die Wahl der Franzosen bedeutet noch nicht den Sieg dieses europäischen Krieges. Es ist erst ein Anfang, aber er lässt hoffen. Viel hängt nun davon ab, was für ein fähiger und vertrauenswürdiger Präsident Macron sein wird. (...) Die nächste Schlacht sind die Parlamentswahlen im Juni. (...) Le Pen wird den Kopf des Widerstands gegen die sich erneuernde Demokratie und EU bilden. Doch sie wird den Boden unter den Füßen verlieren, wenn Macron zumindest einen Teil seiner Versprechungen erfüllt.“

Bild: Screenshot www.wyborcza.pl

Die Zeitung aus Singapur sieht die Rechtspopulisten zum Erliegen gekommen: „Die Auswirkungen der Wahl reichen weiter über Frankreichs Grenzen hinaus. Nach dem Sieg der Anti-EU-Kräfte beim Referendum in Großbritannien und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten galt es als ausgemacht, dass weitere europäische Länder der Versuchung der Rechtspopulisten erliegen würden. (...) Mit der schweren Niederlage für Frau Le Pen haben die französischen Wahlen die Annahme widerlegt, dass der Marsch der Nationalisten nicht aufzuhalten ist. Ein Schlüsselland Europas hat sich für einen Politiker entschieden, der an Freihandel, offene Grenzen und eine engere Integration glaubt.“ dpa

„Straits Times“: Marsch der Nationalisten ist gestoppt

Die Zeitung aus Singapur sieht die Rechtspopulisten zum Erliegen gekommen: „Die Auswirkungen der Wahl reichen weiter über Frankreichs Grenzen hinaus. Nach dem Sieg der Anti-EU-Kräfte beim Referendum in Großbritannien und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten galt es als ausgemacht, dass weitere europäische Länder der Versuchung der Rechtspopulisten erliegen würden. (...) Mit der schweren Niederlage für Frau Le Pen haben die französischen Wahlen die Annahme widerlegt, dass der Marsch der Nationalisten nicht aufzuhalten ist. Ein Schlüsselland Europas hat sich für einen Politiker entschieden, der an Freihandel, offene Grenzen und eine engere Integration glaubt.“

Bild: dpa

Die australische Zeitung schreibt zum Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl: „Die Niederlage für Frankreichs Anti-EU-Führerin Marine Le Pen fiel deutlicher aus als erwartet. Für die Rechtsaußen-Kräfte, die Europa umstürzen wollen, bedeutet dies einen vernichtenden Realitäts-Check: Trotz der Erfolge für den Brexit und für Donald Trump werden sie wahrscheinlich auf Jahre hinaus von der Macht abgeschnitten bleiben. (...) In Westeuropa gibt es einen klaren Trend: Die Wähler haben von ihren Spitzenpolitikern die Nase voll. Aber sie sind noch nicht bereit, der extremen Rechten Macht zu überlassen.“ dpa

„Sydney Morning Herald“: Gegen extreme Rechte

Die australische Zeitung schreibt zum Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl: „Die Niederlage für Frankreichs Anti-EU-Führerin Marine Le Pen fiel deutlicher aus als erwartet. Für die Rechtsaußen-Kräfte, die Europa umstürzen wollen, bedeutet dies einen vernichtenden Realitäts-Check: Trotz der Erfolge für den Brexit und für Donald Trump werden sie wahrscheinlich auf Jahre hinaus von der Macht abgeschnitten bleiben. (...) In Westeuropa gibt es einen klaren Trend: Die Wähler haben von ihren Spitzenpolitikern die Nase voll. Aber sie sind noch nicht bereit, der extremen Rechten Macht zu überlassen.“

Bild: dpa

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