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23.03.2017

04:20 Uhr

+++ Anschlag in London +++

Mindestens fünf Tote bei mutmaßlichem Terror-Akt

Bei einer Attacke in London sind mindestens fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die Londoner Polizei geht von einem Terroranschlag aus. Ein Rückblick auf die Ereignisse vom Mittwoch im Newsblog.

Bei einem Anschlag am britischen Parlament sind nach Angaben der Polizei fünf Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter. Mindestens 40 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwoch in London. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Terrorverdachts auf. Sie ging dabei von einem Einzeltäter aus. Das Motiv lag am Donnerstagmorgen noch im Dunkeln. Der Tag im Newsblog.

  • Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag in London sind mindestens fünf Menschen getötet und 40 weitere verletzt worden – einige von ihnen schwer.
  • Der Doppelanschlag am Londoner Parlament wurde offenbar von einem einzelnen Täter ausgeführt. Dieser ist bei dem Angriff getötet worden.
  • Die europäischen Regierungschefs drücken ihre Solidarität mit Großbritannien aus.
  • Das britische Parlament wird am Donnerstag wieder zusammentreten. Die Terrorwarnstufe wird nicht erhöht.

+++ Britische Polizei hat Erkenntnisse über den Täter +++

Nach der Terrorattacke in London mit insgesamt fünf Toten hat die Polizei Hinweise darauf, wer der Täter sein könnte. Die Behörden glaubten, die Identität des Angreifers zu kennen, würden sie zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen aber nicht veröffentlichen, sagte Mark Rowley von der Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei am Mittwoch.

Rowley kündigte an, dass zusätzlich bewaffnete Polizeikräfte in den kommenden Tagen in London eingesetzt würden, um die Öffentlichkeit zu sichern. Hunderte Polizisten arbeiteten an dem Fall. Auch Stunden nach der Attacke bekannte sich zunächst niemand zu der Tat.

+++ Südkoreaner unter den Verletzen in London +++

Unter den Verletzten nach dem Angriff im Londoner Regierungsviertel sind auch fünf Bürger Südkoreas. Nach Angaben des Außenministeriums in Seoul wurden sie verletzt, nachdem der Attentäter auf der Westminster-Brücke mit einem Auto in eine Fußgängergruppe hineingefahren war.

+++ Merkel telefoniert mit May +++

Kanzlerin Angela Merkel hat mit der britischen Premierministerin Theresa May telefoniert und ihr und allen Briten ihre Anteilnahme ausgesprochen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwochabend per Twitter mit. Gleich nach dem Anschlag vor dem Parlament in London hatte Merkel erklärt, dass Deutschland im Kampf gegen jede Form von Terrorismus „fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens“ stehe.

+++ Zahl der Toten steigt auf fünf +++

Die Zahl der Toten beim Doppelanschlag in London hat sich auf fünf erhöht. Das sagte ein Sprecher von Scotland Yard am Mittwochabend. Rund 40 Menschen seien verletzt worden. Die Polizei gehe davon aus, dass die Identität des Attentäters geklärt ist. Weitere Details wollte der Sprecher zunächst nicht preisgeben.

+++ Terrorwarnstufe wird nicht erhöht +++

Die britische Premierministerin Theresa May hat den Doppelanschlag beim Parlament in London als „krank und verkommen“ verurteilt. Die Menschen in Großbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen, sagte May bei einer Ansprache am Mittwochabend in London. „Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer.“

Nach einer Sitzung mit ihrem Sicherheitskabinett am Abend im Regierungssitz Downing Street in London bestätigte May, dass es sich bei dem Angreifer um einen Einzeltäter handelte. Die Terrorwarnstufe in Großbritannien werde trotz des Doppelanschlags nicht erhöht. Nach der aktuellen, zweithöchsten Warnstufe gilt ein Anschlag bereits als „sehr wahrscheinlich“.

+++ Englands Fußball-Verband: Gedanken sind bei Anschlagsopfern +++
Nach dem Anschlag am Londoner Parlament hat der englische Fußball-Verband FA ein Gedenken rund um das WM-Qualifikationsspiel gegen Litauen am Sonntag angekündigt. „Unsere Gedanken sind bei denen, die von diesem schrecklichen Vorfall betroffen sind“, sagte der FA-Vorsitzende Greg Clarke vor dem Testspiel gegen Deutschland am Mittwochabend in Dortmund. Man werde bei der Partie gegen Litauen im Wembley-Stadion unter anderem den Mut der Sicherheitskräfte würdigen.

+++ Nato verurteilt Angriff von London +++
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verurteilt den Anschlag von London. Er versichert dem Königreich die Solidarität der Bündnispartner.

+++ Video-Statement des Londoner Bürgermeisters +++

+++ Bahnhof Canning Town nach Sicherheitsalarm wieder offen +++
Der Bahnhof Canning Town im Osten Londons wird nach Polizeiangaben wieder geöffnet.

+++ Gabriel: Anschlag auf das „Herz der Demokratie“ +++
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den mutmaßlichen Terroranschlag in London als Angriff auf das „Herz der Demokratie“ bezeichnet. „Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass dieses Attentat unter anderem in der Nähe des britischen Parlaments ausgeführt wurde“, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in Athen. Es sei ein „Anschlag gegen uns alle“. Auch Tsipras versicherte den Briten seine Solidarität.

+++ Italiens Regierungschef: Attacke trifft Londons Herz +++
Der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni hat die mutmaßlichen Terrorattacken in London verurteilt und seine Anteilnahme ausgedrückt. „Italien steht dem britischen Volk und der Regierung bei im Angesicht der Attacke, die das Herz von London und der demokratischen Institutionen getroffen hat“, hieß es in einer Mitteilung am Mittwochabend. Italien und das Vereinigte Königreich stünden Seite an Seite in ihrer Antwort „auf jede Form von Terrorismus“.

Terrorismus in Europas Metropolen

Paris (3)

Februar/März 2017: Auf dem Pariser Flughafen Orly verhindern Soldaten nur knapp einen möglichen Terroranschlag. Ein Mann will einer dort patrouillierenden Soldatin das Gewehr entreißen und wird von anderen Soldaten erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre-Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte.

Berlin

Dezember 2016: Kurz vor Weihnachten wird die Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen sterben, als ein Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Nizza

Juli 2016: Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf dem Strandboulevard Promenade des Anglais in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans Amak für den Anschlag verantwortlich.

Brüssel (2)

März 2016: Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Istanbul

Januar 2016: Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz IS reißt im historischen Zentrum zwölf Deutsche mit in den Tod. Der Angreifer zündet die Bombe mitten in einer deutschen Reisegruppe nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.

Paris (2)

November 2015: Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub „Bataclan“ töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Kopenhagen

Februar 2015: Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Paris (1)

Januar 2015: Bei einem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel.

Brüssel (1)

Mai 2014: Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter „Gotteskrieger“ hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

London

Juli 2005: Vier Muslime mit britischem Pass zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Madrid

März 2004: Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

+++ Hollande: Terrorismus betrifft uns alle +++
Nach den mutmaßlichen Terrorangriffen am Londoner Parlament hat Frankreich den Briten und Premierministerin Theresa May Solidarität und Unterstützung zugesagt. „Der Terrorismus betrifft uns alle(...)“, sagte Staatspräsident François Hollande am Mittwoch. „Man sieht, dass man sich europäischer Ebene organisieren muss, und sogar darüber hinaus“, fügte er hinzu. Hollande wies darauf hin, dass Frankreich unter Terrorattacken gelitten habe. Bei der beispiellosen Terrorserie im Land sind seit gut zwei Jahren über 230 Menschen getötet worden.

+++ De Maizière: Anzeichen für terroristischen Hintergrund +++
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere sagt, es gebe Anzeichen dafür, dass es bei dem Anschlag in London einen terroristischen Hintergrund gebe. Die deutschen Sicherheitsbehörden stünden in engem Kontakt mit ihren britischen Kollegen.

+++ Wohl nur ein Angreifer bei Terroranschlag in London +++
Der Doppelanschlag am Londoner Parlament mit mindestens vier Toten und 20 Verletzten wurde wohl von einem einzelnen Täter ausgeführt. Dieser sei bei dem Angriff getötet worden, teilte ein Pressesprecher von Scotland Yard am Mittwoch weiter mit.

+++ Vier Tote bei Angriff in London +++
Bei dem Angriff in der Nähe des Parlaments in London sind nach Polizeiangaben am Mittwoch vier Personen getötet worden. Mindestens 20 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

+++ Bahnhof im Osten Londons wegen Sicherheitsalarm geschlossen +++
Der Bahnhof Canning Town im Osten Londons wird wegen eines Sicherheitsalarms geschlossen, wie die städtische Verkehrsbehörde mitteilt.

+++ US-Außenminister verurteilt „schrecklichen Gewaltakt“ +++
US-Außenminister Rex Tillerson verurteilt den „schrecklichen Gewaltakt“ von London und spricht den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Wie das US-Präsidialamt mitteilt, telefonierte US-Präsident Donald Trump mit der britischen Premierministerin Theresa May. In New York City wurden der Polizei zufolge die Sicherheitsvorkehrungen bei mit Großbritannien verbundenen Einrichtungen verstärkt.

+++ Merkel: Stehen im Anti-Terror-Kampf fest an Großbritanniens Seite +++
Kanzlerin Angela Merkel hat bestürzt auf die mutmaßlichen Terroranschläge von London reagiert und den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesagt. „Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens“, erklärte Merkel am Mittwoch in Berlin. Sie habe mit Bestürzung von den Angriffen auf Polizisten und Passanten im britischen Parlament und in dessen Nähe erfahren, schrieb Merkel in der Erklärung. „Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London.“ Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin erklärte, die deutsche Botschaft in London stehe in engem Kontakt mit den zuständigen britischen Behörden und bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung. Unklar war zunächst, ob auch deutsche Staatsangehörige unter den Opfern der Anschläge sind.

+++ Polizist unter den Todesopfern von London +++
Unter den Todesopfern des Angriffs in der Nähe des Parlaments in London ist nach einem BBC-Bericht ein Polizist.

+++ Polizei sucht wohl noch Verdächtigen im Parlament +++
Britische Journalisten berichten per Twitter, die Polizei suche noch nach einem Verdächtigen im Parlamentsgebäude. Sie berufen sich auf Parlamentskreise.

+++ Handelsblatt-Korrespondentin immer noch in Westminster Abbey +++

+++ Vermutlich zwei Täter in Angreifer-Auto +++
Ein BBC-Journalist erklärt per Twitter, in dem für den Anschlag am Parlament genutzten Auto hätten vermutlich zwei Personen gesessen.

+++ SPD-Chef schockiert über Attacke in London +++
Nach der mutmaßlichen Terrorattacke in London hat SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz dem Vereinigten Königreich sein Mitgefühl ausgedrückt. „Was auch immer die Hintergründe sind: Ich bin schockiert über die Attacke in London“, teilte Schulz am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“ In einer englischsprachigen Twitter-Mitteilung sprach Schulz von „schrecklichen Nachrichten“ aus London.

+++ May beruft Sicherheitskabinett ein +++
Nach mutmaßlichen Terrorangriffen am Londoner Parlament hat Premierministerin Theresa May das Sicherheitskabinett einbestellt. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker würden noch am Mittwochabend zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher in London.

+++ Französische Schüler bei Angriff in London verletzt +++
Bei den mutmaßlichen Terrorangriffen am Londoner Parlament sind französische Schüler verletzt worden. Das teilte der französische Premierminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Einzelheiten blieben zunächst offen.

+++ Frau schwer verletzt aus Themse gerettet +++
Der Londoner Rettungsdienst erklärt, er habe mindestens zehn Personen an der Westminster Bridge behandelt. Eine Frau wurde nach Angaben der Hafenbehörde lebend, aber mit schweren Verletzungen aus der Themse gerettet.

+++ Eine Tote bei Angriff am Parlament in London +++
Bei dem Angriff am Parlament in London ist Medienberichten zufolge eine Frau getötet worden. Das berichtete die Agentur Press Association unter Berufung auf Ärzte. Weitere Menschen seien schwer verletzt worden.

+++ Handelsblatt-Korrespondentin Kerstin Leitel im Interview vor Ort +++

+++ Öffentlichkeit soll Gegend um Parlament meiden +++
Die britische Polizei erklärt, sie wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, ob der Vorfall in London beendet sei. Die Öffentlichkeit solle die Gegend um das Parlament und die in der Nähe liegenden Brücken meiden. In der ganzen Stadt seien zusätzliche bewaffnete und unbewaffnete Beamte im Einsatz. Es gebe mehrere Opfer, darunter Polizisten. Die genaue Opferzahl könne man bislang nicht nennen.

+++ Platz vor Parlament in London wird evakuiert +++
Der Platz vor dem Londoner Parlament wird evakuiert. Das berichtete die BBC am Mittwoch unter Berufung auf einen Polizisten. Vor dem Parlament stehe ein verdächtiges Fahrzeug. Zuvor hatte der Sender in seinem Liveblog berichtet, dass Sprengstoffexperten wegen eines „verdächtigen Pakets“ in einem Auto gerufen worden seien.

+++ Schottisches Parlament verschiebt Debatte über Referendum +++
Das schottische Regionalparlament verschiebt wegen der Ereignisse in London seine Debatte über ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum. Das schottische Regionalparlament in Edinburgh erklärt, es verschärfe seine Sicherheitsmaßnahmen. Eine spezifische Bedrohung gebe es aber nicht.

+++ Bundesinnenministerium: Zu früh, um über Konsequenzen zu reden +++
Aus dem Bundeinnenministerium heißt es nur, es sei viel zu früh, über Konsequenzen in Deutschland zu reden, solange die Hintergründe unklar seien und die Polizeiaktion in London noch laufe. Innenminister Thomas de Maizière betont immer wieder, dass die Bedrohungslage in Deutschland hoch war, hoch ist und hoch bleibt. Über mögliche Bedrohungen tauschen sich Polizei und Nachrichtendienste täglich im gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum aus.

+++ Angriffe in London am Jahrestag der Terroranschläge von Brüssel +++
Die beiden mutmaßlichen Terroranschläge in London sind auf den Tag genau ein Jahr nach islamistischen Attacken in Brüssel verübt worden. Am 22. März 2016 rissen drei Selbstmordattentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in der U-Bahnstation Maelbeek im Europaviertel 32 Menschen mit in den Tod und verletzten mehr als 300 weitere. Unter den Ermordeten waren 17 Belgier. 15 Opfer kamen aus anderen Ländern, unter ihnen auch eine Deutsche.

+++ Bundesregierung: Gedanken sind bei britischen Freunden +++
Nach den Schüssen von London hat sich die Bundesregierung mit dem Vereinigten Königreich solidarisch gezeigt. „Unsere Gedanken sind bei unseren britischen Freunden“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin über den Kurznachrichtendienst Twitter. Er hoffe, dass jetzt jeder sicher sei und dass alle Verletzten voll genesen.

+++ Verletzte auf der Westminster Bridge +++
Der frühere polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat ein Augenzeugenvideo von dem Angriff im Londoner Regierungsviertel online gestellt. Zu sehen ist darin, wie offenbar verletzte Menschen auf der Westminster Bridge liegen. „Ein Auto hat gerade auf der Westminster Bridge mindestens fünf Menschen niedergemäht“, schrieb er auf Twitter dazu. Der BBC sagte Sikorski, er habe etwas gehört, von dem er gedacht habe, dass es nur eine Kollision gewesen sei. Dann habe er durch das Fenster des Taxis geschaut und gesehen, dass jemand auf dem Boden liege. Als er weitere auf der Straße liegende Personen gesehen habe, habe er zu filmen begonnen.

+++ Polizei bittet Augenzeugen um Mithilfe +++
Die Londoner Polizei bittet Augenzeugen, Fotos oder Videos vom Vorfall direkt an sie zu schicken. Gleichzeitig rief die Polizei zur Zurückhaltung auf und bat darum, keine Bilder und Videos von Verletzten in Umlauf zu bringen.

+++ Polizei untersucht verdächtiges Fahrzeug vor Parlament +++
Nach einem BBC-Bericht geht die Polizei von einem verdächtigen Fahrzeug vor dem Parlamentsgebäude aus. Die Sicherheitskräfte evakuieren das Gebiet.

+++ Sicherheitskräfte rätseln noch über Motiv der Attacke +++
In Sicherheitskreisen heißt es, das Motiv der Attacke vor dem Parlamentsgebäude sei weiter unklar. Die Londoner Polizei behandelt den Vorfall wie einen Terroranschlag, solange nichts Gegenteiliges bekannt ist.

+++ Fotografen berichten von stark blutenden Verletzten +++
Reuters-Fotografen berichten von mindestens vier Personen, die teils stark blutend in der Nähe des Parlaments auf dem Boden liegen. Einige seien bewusstlos. Ein Foto zeigt einen Körper unter einem Bus. Ein Augenzeuge spricht von acht bis zehn Verletzten, die er auf der Westminster-Brücke liegen gesehen hat.

+++ Weitere bewaffnete Polizisten eilen ins Parlamentsgebäude +++
Weitere bewaffnete Polizisten eilen in Parlamentsgebäude. Einige tragen nach Angaben von Augenzeugen Schutzschilde.

+++ May nach Angriff auf Parlament in Sicherheit +++
Die britische Premierministerin Theresa May befindet sich an dem Angriff auf das Parlament in Sicherheit. Das teilt ein Sprecher mit.

+++ EU-Chefunterhändler drückt Solidarität aus +++
Der Chefunterhändler der EU für die Brexit-Verhandlungen, Michel Barnier, drückt im EU-Parlament seine Solidarität mit den Bürgern und Behörden Großbritanniens aus.

+++ Polizist niedergestochen +++
Auf dem Parlamentsgelände ist nach offiziellen Angaben ein Polizist niedergestochen worden.

+++ Das britische Parlament ist abgesperrt +++
Das britische Parlament wurde abgesperrt, keiner darf raus oder rein. Unsere London-Korrespondentin Kerstin Leitel ist derzeit im Parlamentsgebäude.

London

Verletzte nach Schüssen vor Parlament

London: Verletzte nach Schüssen vor Parlament

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+++ Mutmaßlicher Angreifer angeschossen +++
Der mutmaßliche Angreifer ist nach Angaben des Parlaments von Polizisten angeschossen worden.

+++ U-Bahn-Station „Westminster“ geschlossen +++
Die U-Bahn-Station „Westminister“ wird auf Bitten der Polizei geschlossen. Das teilt die Londoner Verkehrsbetriebe mit.

+++ Rettungshubschrauber landet vor Parlamentsgebäude +++
Vor dem Parlamentsgebäude landet ein Rettungshubschrauber.

+++ Mindestens ein Dutzend Menschen verletzt +++
Einem Reuters-Fotografen zufolge sind mindestens ein Dutzend Menschen auf der Westminster Bridge vor dem Parlamentsgebäude in London verletzt worden.

Vor dem Parlamentsgebäude in der britischen Hauptstadt London sind am Mittwoch Schüsse gefallen. Das Parlamentsgebäude wurde abgesperrt.

Kommentare (10)

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Herr Mike Maier

22.03.2017, 16:50 Uhr

Es war entweder ein Christ, ein Buddhist oder ein Hindu, vielleicht auch ein Atheist. Keinesfalls kann es ein hochqualifizierter Moslem gewesen, die sind friedlich und sind ganz toll.
^^

Herr Alessandro Grande

22.03.2017, 16:53 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Thomas Behrends

22.03.2017, 17:04 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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