Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.09.2014

20:25 Uhr

+++ Blog zur Ukraine-Krise+++

Bundeswehr beteiligt sich an Nato-Übung in Ukraine

In seinem Friedenplan hat Moskau den Status der umkämpften Ostukraine offen gelassen. Unterdessen will die Bundeswehr 1000 Soldaten zur einer Nato-Übung in die Ukraine schicken. Die Entwicklungen des Tages im Blog.

Soldaten der Bundeswehr bei einer Gefechtsübung. Die soll auch demnächst in der Ukraine stattfinden. dpa

Soldaten der Bundeswehr bei einer Gefechtsübung. Die soll auch demnächst in der Ukraine stattfinden.

DüsseldorfPermanent oder nicht – über die Vereinbarung zur Feuerpause im Osten der Ukraine streiten sich die beiden Länder. Moskau – nach eigenen Angaben nicht mal Konfliktpartei – und Kiew einigen sich darauf, sich immerhin auf eine Feuerpause geeinigt zu haben. Eine Vereinbarung soll bis Freitag stehen. Unterdessen kündigt der ukrainische Ministerpräsident an, die ukrainische Grenze in Richtung Russland durch eine Grenzanlage sichern zu wollen. Doch nicht nur darüber ist Moskau verärgert.

+++ Russland bezeichnet Nato-Manöver als Provokation +++

Das geplantes Militärmanöver in der Westukraine mit Beteiligung Deutschlands und zehn weiterer Nato-Staaten sorgt für Protest aus Russland. Die für Mitte September vorgesehene Übung „Rapid Trident“ (Schneller Dreizack) sei angesichts des Ostukraine-Konflikts eine Provokation, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne. „Außerdem ist es nicht human, dass die Nato in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befindet, ihre militärische Unterstützung für das Kiewer Regime demonstriert“, sagte Iwaschow.

+++ Bundeswehr beteiligt sich an Nato-Übung in Ukraine +++

Deutschland will sich mit vier Soldaten an einem Nato-Manöver im Westen der Ukraine beteiligen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus dem Verteidigungsministerium. Die Übung „Rapid Trident“ (Schneller Dreizack) mit insgesamt mehr als 1000 Soldaten soll vom 11. bis 29. September im Raum Lwiw (Lemberg) stattfinden. Die Bundeswehr will sich mit Stabspersonal für die Auswertung des Manövers und für die Logistik beteiligen. Die endgültige Entscheidung werde aber erst kurz vor Beginn des Manövers unter Berücksichtigung der aktuellen Bedrohungslage und der politischen Situation getroffen, hieß es.

+++ Putin will Status der Ostukraine offen lassen +++

In einem russischen Vorschlag für einen Waffenstillstand in der Ostukraine soll einem Bericht zufolge der Status des umkämpften Gebietes nicht geklärt werden. Das berichtet die Agentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher des Präsidialamtes in Moskau.

+++ Frankreich stoppt Kriegsschiff-Lieferung an Moskau +++
Die französische Regierung hat die umstrittene Lieferung des ersten Mistral-Kriegsschiffes an Russland auf Eis gelegt. Die Bedingungen für eine Lieferung seien trotz der Aussicht auf einen Waffenstillstand in der Ukraine „derzeit nicht gegeben“, erklärte der Elysée-Palast am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungsrates in Paris. Die für Oktober geplante Lieferung eines ersten Mistral-Hubschrauberträgers an Russland hatte international Kritik ausgelöst

+++ EU schätzt Schaden der Sanktionen gegen russische Landwirtschaft +++

Die Agrarsanktionen Russlands gegen könnten nach Schätzungen der EU-Kommission einen Schaden von fünf Milliarden Euro im Jahr verursachen.

+++ Jazenjuk: Putin will nur Sanktionen vermeiden +++

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk wirft Russland vor, mit den jüngsten Bemerkungen von Präsident Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand nur neue Sanktionen verhindern zu wollen. Eigentlich wolle Putin die Ukraine zerstören und die Sowjetunion wieder aufleben lassen. Der Konflikt könne nur gelöst werden, wenn alle russischen Soldaten aus der Ukraine abgezogen würden.

+++Russland reagiert auf internationale Manöverpläne+++

Das geplante Manöver Polens und weiterer EU-Staaten mit US-Beteiligung in der Westukraine stößt in Moskau auf Kritik. Die für Mitte September vorgesehene Übung „Rapid Trident“ sei inmitten des Ostukraine-Konflikts eine „Provokation“, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow am Mittwoch der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne. „Außerdem ist es nicht human, dass die Nato in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befindet, ihre militärische Unterstützung für das Kiewer Regime demonstriert“, sagte Iwaschow. Das russische Verteidigungsministerium seinerseits kündigte ebenfalls ein großes Militärmanöver für September an. Geplant sei eine Übung mit mehr als 4000 Soldaten und einer großen Anzahl von Militärtechnik in Westsibirien, sagte Major Dmitri Andrejew.

Kommentare (52)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Manfred Carter

03.09.2014, 09:36 Uhr

Der CDU-Politiker und enge Kanzlerin-Vertraute, Elmar Brok, Vorsitzender des außenpolit. Ausschusses im EU-Parlament, klagte heute früh im DLF über Ratlosigkeit der EU beim weiteren Vorgehen gegen Putin. Zudem sieht er uns jetzt im Kalten Krieg. Tja, Herr Brok himself hat ja maßgeblich durch seine Unterstützung des Maidan-Putsches dazu beigetragen. Aber das scheint den langjährigen Bertelsmann-Lobbyisten nicht groß zu tangieren.

Herr C. Falk

03.09.2014, 09:40 Uhr

Herr Ischinger, der ein kluger Mann ist, sagt, Russland betreibe Machtpolitik unter Verletzung des Völkerrechts.
Da ist was dran. Herr Ischinger kennt Herrn Brzezinski, also denjenigen, der die westliche Strategie in Hinblick auf die Ukraine und Russland entworfen hat sehr gut und tritt mit ihm gemeinsam in Diskussionsveranstaltungen auf, wo vor interessiertem Publikum über Geostrategie
geredet wird.

HerrIschinger weiß natürlich genau, dass auch die USA Machtpolitik unter Bruch des Völkerrechts betreibt, Stichwort Irak, wo bewußt unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (Fischer, I am not convinced) ein Krieg vom Zaum gebochen wurde , derinzwischen viele Hundertausend Tote als Bilanz zu verzeichnen hat.

Zum einer moralisierenden Betrachtung der Ereignisse in der Ukraine taugt also die Feststellung des Herrn Ischinger wenig und das weiß er wohl seber am besten.

Herr Die Wahrheit oder nichts

03.09.2014, 10:08 Uhr

+++Gerade kommt von Bloomberg die Meldung rein, dass Putin und Poroschenko sich auf eine dauerhafte Waffenruhe geeinigt hätten !!!!+++

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×