Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.10.2013

02:04 Uhr

EU-US-Freihandelsabkommen

Letta drängt auf schnellen Abschluss der Partnerschaft

Es wäre die größte Freihandelszone der Welt: Italiens Ministerpräsident Letta will den Abschluss des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA vorantreiben. Unter anderem geht es um Hunderttausende neuer Jobs.

Enrico Letta zu Gast bei Obama: Italiens Ministerpräsident will den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA bis Ende 2014 vorantreiben. Reuters

Enrico Letta zu Gast bei Obama: Italiens Ministerpräsident will den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA bis Ende 2014 vorantreiben.

WashingtonItaliens Ministerpräsident Enrico Letta drängt auf einen Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA bis Ende 2014. Das sagte Letta nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama am Donnerstag in Washington. Ziel sei ein Abkommen noch während der italienischen EU-Ratspräsidentschaft, die im Dezember 2014 endet.

Die geplante „Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP) soll in der EU und den USA das Wachstum ankurbeln und Hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen. Mit rund 800 Millionen Bürgern wäre es die größte Freihandelszone der Welt. Ziel ist, die Zölle von durchschnittlich vier Prozent abzubauen und gemeinsame Standards für den Handel zu entwickeln. Die Gespräche über das Abkommen hatten im Juli in Washington begonnen und sollen etwa ein Jahr dauern.

Zuvor hatte Letta den US-Präsidenten zur bezwungenen Krise beglückwünscht. „Ich gratuliere Präsident Obama zu seinem Erfolg“, sagte Letta beim Treffen mit Obama im Weißen Haus. „Sein Erfolg ist auch unser Erfolg.“

Tatsächlich wurde Letta selbst Opfer der jüngst überwundenen US-Haushaltskrise, wegen der viele Behörden und Museen seit 1. Oktober geschlossen blieben. Am Mittwoch hätte Letta an einer Veranstaltung in der staatlichen Nationalgalerie in Washington teilnehmen sollen. Doch wegen des „Shutdown“ blieb das Haus geschlossen, der Termin wurde abgesagt.

Spannungen in Italien : Monti wirft als Parteichef hin

Spannungen in Italien

Monti wirft als Parteichef hin

Die Spannungen in der italienischen Regierung nehmen kein Ende. Ex-Ministerpräsident Mario Monti trat nun im Streit über den Haushaltsentwurf von seinem Posten als Parteichef zurück und kündigte weitere Schritte an.

Obamas weitgehend lahmgelegte Regierung konnte nach mehr als zwei Wochen Notstand wieder in die Normalität zurückkehren, nachdem der Kongress sich zu einem Finanzkompromiss durchgerungen hatte. Diese Einigung sei „sehr wichtig für die Stabilität der Märkte und der Welt“, sagte Letta.

Obama erwiderte die Glückwünsche und gratulierte Italiens Premier zu dem gewonnenen Misstrauensvotum. Italien habe seine Finanzen stabilisiert und bewege sich in die „richtige Richtung“.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.10.2013, 09:21 Uhr

Das ist der Hintergrund dieser Eile der Anglo-Amerikanischen Eliten und ihrer bezahlten und erpressten Marionetten in EU-ropa:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/geopolitische-kraefteverlagerung-russland-sucht-handel-und-investitionen-mit-china.html

Die Anglo-Eliten sehen die Gefahr eines eurasischen Wirtschaftsraumes (einschließlich Kontinentaleuropas) heraufziehen - etwas gegen das sie seit Jahrhunderten Intrigieren (Balance-of-Power-Politik bzw. Teile und Herrsche) und wegen dem sie unzählige Kriege gegen die jeweilige kontinentaleuropäische Führungsmacht angezettelt und (mit)geführt haben; siehe auch Heartland-Theorie.

Daher sind diese "Freischwindels"-Bemühungen dieser Eliten in diesem historischen Licht zu sehen: sie wollen jetzt ihre europäischen Marionetten frühzeitig an die ganz kurze Leine nehmen, damit diese nicht anfangen Richtung Osten zu schielen - WIE ES IM INTERESSE EU-Europas wäre, als Ausgleich zur schon existierenden (und völlig ausreichend intensiven) transatlantischen "Partnerschaft" (soll heißen, da eine schließt das andere nicht aus, es ergänzt sich für Europa sogar hervorragend).

Wir sollten uns diese Wahlfreiheit nicht durch die Anglo-Amerikaner und unsere EU-Marionettenpolitiker nehmen lassen.
Unser Interesse ist es jedenfalls nicht durch die Anglo-Eliten mit dem abgewrackten Imperium über dem Atlantik noch mehr GLEICHGESCHALTET zu werden. Unser Interesse liegt in einer multipolaren FREIEN Welt, nicht als Teil von Groß-Blöcken, die sich feindselig gegenüberstehen. Das hatten wir schon einmal.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×