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15.10.2016

15:24 Uhr

„Falsche Informationen“

Saudische Koalition bekennt sich zu Angriff in Sanaa

Bei dem Luftangriff auf Jemens Hauptstadt Sanaa wurden vergangene Woche über hundert Menschen getötet – viele weitere wurden verletzt. Nun hat sich die saudische Koalition zu dem Angriff bekannt.

Die saudische Koalition bekennt sich erstmals zu dem Angriff auf die Trauerfeier in Jemen. AP

Sanaa

Die saudische Koalition bekennt sich erstmals zu dem Angriff auf die Trauerfeier in Jemen.

RiadDie von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat erstmals eingestanden, den verheerenden Luftangriff auf eine Trauerfeier in Jemens Hauptstadt Sanaa ausgeführt zu haben. Dabei waren am vergangenen Samstag mindestens 140 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt worden. „Falsche Informationen“ der jemenitischen Verbündeten seien für die Attacke vom 8. Oktober verantwortlich, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung einer Untersuchungskommission.

Gegen die Verantwortlichen solle juristisch vorgegangen, den Opfern eine Entschädigung bezahlt werden, hieß es in der Mitteilung, die die amtliche saudische Nachrichtenagentur verbreitete. Saudi-Arabien war wegen des Luftangriffs international unter Druck geraten. Die US-Regierung hatte ihren Verbündeten ungewöhnlich scharf kritisiert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte eine schnelle und unabhängige Untersuchung verlangt.

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Es ist einer der schlimmsten Luftangriffe im jemenitischen Bürgerkrieg: In der Hauptstadt Sanaa wird eine Trauerfeier von Kampfflugzeugen der saudisch geführten Koalition angegriffen, mehr als 140 Menschen sterben.

Jemens Hauptstadt Sanaa wird von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi kämpfen. Regierungstreue Militärs hätten mitgeteilt, dass sich an dem Ort des Luftschlags bewaffnete Huthi-Anführer aufhielten, hieß es in der Mitteilung der saudischen Untersuchungskommission. Daraufhin sei ein Flugzeug in der Region mit dem Angriff beauftragt worden, allerdings ohne Erlaubnis des Oberkommandos der Koalition.

Von

dpa

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