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23.05.2017

18:38 Uhr

+++ Live-Blog Manchester+++

Behörden haben Attentäter identifiziert

Bei dem Selbstmordattentat auf einem Konzert in Manchester sind laut Polizei mindestens 22 Menschen gestorben. Britische Behörden haben den Attentäter inzwischen identifiziert. Die Ereignisse zum Nachlesen im Live-Blog.

Explosion bei Ariana-Grande-Konzert

Manchester – Das sind die ersten Bilder nach dem Anschlag

Explosion bei Ariana-Grande-Konzert: Manchester – Das sind die ersten Bilder nach dem Anschlag

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ManchesterBei einer Explosion auf einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande sind im britischen Manchester am Montagabend mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und 59 weitere verletzt worden. Nun ist klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Es sei nicht klar, dass der Täter allein gehandelt habe. Das teilte die Polizei am frühen Dienstagmorgen mit.

  • In der betroffenen Manchester Arena, einer Multifunktionshalle, hatte die US-Schauspielerin und Sängerin ein Konzert gegeben. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit.
  • Der Sender BBC berichtete, Experten zur Terrorbekämpfung hätten bereits Kontakt mit dem Innenministerium in London aufgenommen. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.
  • Laut der Polizei in Manchester hat ein Selbstmordattentäter die Explosion ausgelöst.

+++ Ermittler bestätigen: Attentäter identifiziert +++
Die Polizei hat nach eigenen Angaben den Attentäter von Manchester identifiziert. Es soll sich um den 22 Jahre alten Salman Abedi handeln, wie Ermittler Ian Hopkins am Dienstagabend in Manchester sagte.

+++ Attentäter offenbar identifiziert +++
Behörden haben nach US-Angaben den mutmaßlichen Bombenattentäter identifiziert. Dabei handele es sich um eine Person namens Salman Abedi, wurde der Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus US-Behördenkreisen bestätigt. Weitere Details waren zunächst nicht erhältlich.

+++ Polizei prüft Verwicklung von größerer Gruppe +++

Die britische Polizei und die Geheimdienste untersuchen nach den Worten von Premierministerin Theresa May, ob eine größere Gruppe in den Anschlag von Manchester verwickelt ist. Die USA haben derweil eine Verbindung der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu dem Anschlag von Manchester noch nicht bestätigt, obwohl der IS die Tat für sich reklamiert, wie der Direktor der nationalen Geheimdienste, Dan Coats, erklärt.

+++ Pep Guardiolas Familie beim Konzert +++

Beim Bombenanschlag von Manchester waren auch Pep Guardiolas Ehefrau Cristina Serra und die zwei Töchter Valeria und María in der Konzerthalle, blieben aber unverletzt. Alle drei seien entkommen, jedoch tief geschockt von dem blutigen Attentat nach dem Konzert von Teenie-Idol Ariana Grande, berichtete die spanische Zeitung „Marca“ am Dienstag.

Der Ex-Bayern-Coach Guardiola, der seit dem vergangenen Jahr in der britischen Premier League den Traditionsclub Manchester City trainiert, schrieb auf Twitter: „Geschockt. Ich kann nicht glauben, was letzte Nacht passiert ist.“ Er sende den Familien und Freunden der Opfer seine tiefe Anteilnahme, so der 46-jährige Spanier.

+++ Italien erwartet Botschaft der G7 gegen Terrorismus +++

Italien erwartet nach dem Bombenanschlag eine starke Botschaft der G7-Gruppe gegen Terrorismus. Am Freitag und Samstag kommen in Sizilien die Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen zu einem Gipfel zusammen. „Wir haben in Taormina die Möglichkeit, gemeinsam zu beteuern, dass die Feigheit derjenigen, die junge Frauen und junge Männer töten, nicht unseren Frieden besiegen wird“, sagte Regierungschef Paolo Gentiloni.

Manchester nach dem Anschlag: Eine Stadt im Ausnahmezustand

Manchester nach dem Anschlag

Eine Stadt im Ausnahmezustand

In Manchester hat ein Bombenattentat bei einem Pop-Konzert 22 Tote gefordert. Am Tag nach der Terrorattacke rückt das Land zusammen. In der nordenglischen Stadt herrscht gespenstige Ruhe – und zugleich Zuversicht.

+++ Kontrollierte Sprengung in Manchester +++

Im Stadtbezirk Fallowfield von Manchester kommt es zu einer kontrollierten Sprengung. Diese stehe im Zusammenhang mit den anhaltenden Terror-Ermittlungen, erklärt die Polizei laut dem Sender Sky.

+++ Britische Muslime verurteilen Anschlag +++

Der Rat der britischen Muslime (MCB) hat den Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester als „schreckliche und kriminelle Tat“ verurteilt. „Die Täter sollen in diesem Leben und auch im nächsten das volle Ausmaß der Gerechtigkeit erfahren“, sagte Generalsekretär Harun Khan am Dienstag.

+++ Achtjährige unter Todesopfern +++

Unter den 22 Todesopfern des Terroranschlags von Manchester ist ein achtjähriges Mädchen. Das Kind komme aus Layland nordwestlich von Manchester, teilte die dortige Bezirksverwaltung mit. Den Rettungskräften zufolge waren unter den 59 Verletzten, die nach dem Anschlag am Montagabend ins Krankenhaus gebracht wurden, zwölf Kinder und Jugendliche, noch keine 16 Jahre alt.

+++ IS reklamiert Anschlag in Manchester für sich +++
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Terroranschlag in Manchester für sich reklamiert. Ein „Soldat“ des Islamischen Staates habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag im Internet.

Terror in Manchester

Augenzeugen filmten Moment der Explosion in der Konzerthalle

Terror in Manchester: Augenzeugen filmten Moment der Explosion in der Konzerthalle

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Der Angriff sei eine Rache und eine Antwort auf die Angriffe gegen Muslime. Er diene dazu, „die Ungläubigen“ zu terrorisieren. Zuvor hatte Großbritanniens Premierministerin Theresa May erklärt, es gebe keine Zweifel daran, dass der Anschlag ein Terrorangriff war.

+++ Nach Terroranschlag: Merkel und Seehofer sagen Bierzeltauftritt ab +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer haben aus Mitgefühl mit den Terroropfern von Manchester eine Wahlkampfveranstaltung in München abgesagt. An einem solchen Tag könne man eine solche Veranstaltung wirklich nicht machen, sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Entscheidung habe er gemeinsam mit Merkel getroffen. Zu dem Bierzelt-Auftritt waren mehr als 2500 Menschen erwartet worden.

Nach Angaben von Staatskanzleichef Marcel Huber wurden bayernweit alle Bierzeltveranstaltungen abgesagt, auf denen Kabinettsmitglieder sprechen wollten. „Man kann nicht einerseits seine Betroffenheit für die Anschlagsopfer von Manchester ausdrücken und sich gleichzeitig mit einer Maß Bier zuprosten“, sagte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

+++ Queen Elizabeth verurteilt „barbarischen Anschlag“ +++

Die britische Königin Elizabeth II. hat den Opfern des Terroranschlags von Manchester ihr Beileid ausgesprochen. Die ganze Nation sei schockiert über die vielen Toten und Verletzten, die nur ein Konzert genossen hatten, hieß es in einer Mitteilung des Palastes vom Dienstag.

„Ich möchte meine Bewunderung dafür ausdrücken, wie die Menschen von Manchester mit Menschlichkeit und Mitgefühl auf diese barbarische Tat reagiert haben“, sagte die Queen demnach.

Terrorismus in europäischen Metropolen

Paris - 20. April 2017

Auf dem Pariser Boulevard Champs-Élysées schießt ein Islamist mit einem Sturmgewehr in einen Polizeiwagen. Ein Beamter wird getötet, zwei weitere Polizisten und eine deutsche Passantin werden verletzt. Die Polizei erschießt den Angreifer, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert die Attacke für sich.

Stockholm - 7. April 2017

Ein gekaperter Lastwagen rast in einer Einkaufsstraße erst in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus. Fünf Menschen werden getötet, 15 verletzt. Noch am selben Tag nimmt die Polizei einen 39-jährigen Usbeken unter Terrorverdacht fest.

London - 22. März 2017

Ein Attentäter steuert ein Auto absichtlich in Fußgänger auf einer Brücke im Zentrum Londons und ersticht anschließend einen Polizisten. Von den Opfern auf der Brücke erliegen vier ihren Verletzungen. Sicherheitskräfte erschießen den Täter.

Paris - Februar, März 2017

Auf dem Flughafen Orly versucht ein Mann, einer patrouillierenden Soldatin das Gewehr zu entreißen, und wird erschossen. Erst Anfang Februar war nahe dem Louvre-Museum ein Ägypter niedergeschossen worden, der sich mit Macheten auf eine Militärpatrouille gestürzt hatte.

Berlin - Dezember 2016

Kurz vor Weihnachten wird die Hauptstadt zum Ziel eines Terroranschlags. Zwölf Menschen kommen um, als ein IS-Anhänger einen gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt steuert. Wenige Tage später wird der 24 Jahre alte Tunesier bei einer Polizeikontrolle nahe Mailand erschossen.

Nizza - Juli 2016

Ein Attentäter rast mit einem Lastwagen auf der Strandboulevard in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben. Der IS ist nach Angaben seines Verlautbarungsorgans Amak für den Anschlag verantwortlich.

Brüssel - März 2016

Mit mehreren Bomben töten islamistische Attentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in einer Metrostation 32 Menschen.

Istanbul - Januar 2016

Ein Selbstmordattentäter des IS zündet im historischen Zentrum mitten in einer deutschen Reisegruppe eine Bombe und reißt zwölf Deutsche mit in den Tod.

Paris - November 2015

Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub „Bataclan“ töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt.

Kopenhagen - Februar 2015

Ein arabischstämmiger 22-Jähriger feuert auf ein Kulturcafé, ein Mann stirbt. Vor einer Synagoge erschießt der Attentäter einen Wachmann, bevor ihn Polizeikugeln tödlich treffen.

Paris - Januar 2015

Bei einem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt sterben 17 Menschen. Die beiden Täter kommen später bei einer Polizeiaktion ums Leben. Zu dem Anschlag bekennt sich die Terrororganisation Al-Kaida.

Brüssel - Mai 2014

Im Jüdischen Museum erschießt ein französischer Islamist vier Menschen. Kurz darauf wird er festgenommen. Als selbst ernannter „Gotteskrieger“ hatte er zuvor in Syrien gekämpft.

London - Juli 2005

Vier Islamisten mit britischem Pass zünden in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen sterben, etwa 700 werden verletzt.

Madrid - März 2004

Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

+++ Festnahme in Einkaufszentrum +++

Die britische Polizei hat das Einkaufszentrum Arndale in Manchester evakuiert. „Wir können bestätigen, dass wir einen 23-jährigen Mann in Süd-Manchester festgenommen haben“, teilte die Polizei der Stadt am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das große Einkaufszentrum befindet sich im nördlichen Stadtkern von Manchester und nur wenige hundert Meter von der Manchester Arena entfernt.

+++ May gibt sich kämpferisch +++
Die Regierungschefin sprach von einem Angriff, der mit „kalter Berechnung“ auf die jüngsten Menschen des Landes gezielt habe. Dieser sei besonders widerwärtig und feige, da er auf viele unschuldige, wehrlose Kinder und Jugendliche abgezielt habe. May bekräftigte, „unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen“. Die Ideologie, die zu solcher Gewalt führe, müsse bekämpft werden. Sie sage den Tätern und Terroristen, dass sie nicht gewinnen werden, betonte die Regierungschefin weiter und warnte zugleich: „Wir haben immer noch eine hohe Bedrohungslage.“ Angriffe seien weiter sehr wahrscheinlich.

+++ Zwischenfall in Shopping-Center in Manchester +++

Im Arndale Shopping-Center in Manchester gibt es nach Angaben der Polizei einen Zwischenfall. Weitere Einzelheiten waren am Dienstag zunächst nicht bekannt. Zeugen berichteten, sie hätten einen lauten Knall im Shopping-Center gehört. Viele Menschen rannten aus dem Gebäude.

+++ Polizei kennt Identität des Manchester-Attentäters +++
Die britische Polizei weiß nach den Worten von Premierministerin Theresa May, wer der Selbstmordattentäter von Manchester war. Für die Sicherheitsbehörden sei es allerdings noch zu früh, dessen Identität öffentlich zu machen, sagte May am Dienstag vor ihrem Amtssitz in der Downing Street. Der Attentäter habe den Anschlag alleine ausgeführt. Unklar sei jedoch, ob er Helfer gehabt habe. Viele der Verletzten schwebten noch in Lebensgefahr, fügte May hinzu.

+++ May will Manchester besuchen +++

Nach dem Bombenanschlag auf ein Popkonzert in Manchester plant die britische Premierministerin Theresa May laut einem Medienbericht noch an diesem Dienstag einen Besuch in der nordenglischen Stadt. Dies meldete die britische Nachrichtenagentur PA. Ein Attentäter hatte Montagabend bei einem Popkonzert von Teenie-Star Ariana Grande mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen, darunter auch Kinder. Die Regierung kam am Dienstagvormittag zu einer Krisensitzung zusammen. Der Wahlkampf vor den Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen.

+++ Eiffelturm erlischt +++

Als Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Anschlags von Manchester schaltet Paris die Beleuchtung des Eiffelturms ab. Die Lichter des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt sollten in der Nacht zum Mittwoch um Mitternacht erlöschen, teilte Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit. „Denn indem sie Manchester ins Visier genommen haben, wollten die Terroristen auch unsere gemeinsamen Werte angreifen: unser unerschütterliches Festhalten an Demokratie, Freiheit, Humanismus und Zusammenleben“, so Hidalgo.

„Das erinnert uns so sehr an das „Bataclan““, sagte die Bürgermeisterin vor Journalisten. In dem Pariser Konzertsaal hatten Islamisten in der Terrornacht vom 13. November 2015, 90 Menschen ermordet. Paris nutzt den jährlich von rund sieben Millionen Menschen besuchten Eiffelturm häufiger, um nach Anschlägen ein Zeichen der Solidarität zu setzen

+++ Trump: Unterstützung des Terrors ausrotten +++

US-Präsident Donald Trump hat den Anschlag von Manchester auf das Schärfste verurteilt. Seine Gedanken seien bei den Getöteten und Verletzten, sagte Trump am Dienstag in Bethlehem. „Wir stehen in vollkommener Solidarität an der Seite Großbritanniens.“ So viele junge Menschen seien von „bösartigen Verlierern“ ermordet worden, sagte Trump. „Ich werde sie nicht „Monster“ nennen, denn das würden sie mögen, diesen Namen würden sie mögen. Ich werde sie von jetzt an „Verlierer“ nennen, denn das ist es, was sie sind.“ Die Gesellschaft könne keine Unterstützung bieten für Terrorismus und für Blutvergießen, sagte Trump. Manchester sei eine Attacke gegen so viele unschuldige Kinder gewesen. Die Unterstützung des Terrors müsse ausgerottet werden. „Diese kranke Ideologie muss verschwinden“, sagte Trump.

Terror beim Konzert

Erste Stellungnahme – So scharf kritisiert Merkel den Manchester-Anschlag

Terror beim Konzert: Erste Stellungnahme – So scharf kritisiert Merkel den Manchester-Anschlag

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+++ Verstärkte Polizeipräsenz in London +++

Nach dem Anschlag im nordenglischen Manchester verstärkt auch die britische Hauptstadt London die Sicherheitsvorkehrungen. Zusätzliche Beamte seien nach dieser „absolut abscheulichen“ Attacke im Dienst, teilte die Londoner Polizeichefin Cressida Dick am Dienstag mit.

+++ Nato steht Briten im Kampf gegen den Terror bei +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Großbritannien nach dem Anschlag auf ein Popkonzert in Manchester den Beistand des Militärbündnisses zugesichert. „Die Nato steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite des Vereinigten Königreichs“, schrieb er am Dienstagvormittag über den Kurznachrichtendienst Twitter. „Meine Gedenken sind bei den jungen Leuten und allen, die von dem barbarischen Angriff in Manchester betroffen sind.“

+++ Netanjahu verurteilt Terroranschlag +++

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den tödlichen Anschlag auf ein Popkonzert im nordenglischen Manchester am Dienstag scharf verurteilt. „Der Terror ist eine weltweite Bedrohung und die aufgeklärten Staaten müssen ihn gemeinsam besiegen“, sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros. „Ich spreche den Familien der Ermordeten mein Beileid aus und wünsche den Verletzten eine rasche Genesung.“

+++ Merkel entsetzt über Anschlag +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich entsetzt über den Anschlag. „Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen“, erklärt sie in Berlin. Der mutmaßliche terroristische Anschlag werde nur die Entschlossenheit stärken, „weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen“.

+++ Macron drückt sein Mitgefühl aus +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron drückt den Briten nach dem Anschlag von Manchester sein Mitgefühl aus. Die Regierung in Paris werde im Kampf gegen den Terrorismus weiter mit den Briten zusammenarbeiten, heißt es in einer Stellungnahme. Macron will zudem mit Premierministern Theresa May wegen des Anschlags telefonieren.

+++ Polizei: Anzahl der Toten erhöht sich auf 22 +++
Auf einer Pressekonferenz bestätigte die Polizei noch einmal, dass sie die Explosion wie einen Terroranschlag behandele. Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf 22 angestiegen. Es sei wohl nicht klar, ob der Täter allein handelte. Polizeichef Ian Hopkins ermahnte die Menschen nicht zu spekulieren und Ruhe zu bewahren. Betroffene, die vor Ort waren, wurden dazu aufgerufen Bild- und Videomaterial an die Polizei zu schicken. Bei dem Anschlag im Eingangsbereich einer Konzerthalle in Manchester sind auch Kindern getötet worden.

+++ Stadtregierung Manchester: „Terroristen werden ihr Ziel nicht erreichen“ +++

Die Bewohner der Stadt Manchester wollen Terroristen keinen Raum geben. Dies betonte der Chef der Stadtregierung, Sir Richard Leese, nach der Explosion in der nordenglischen Stadt. „Manchester ist eine stolze, starke Stadt, und wir werden Terroristen nicht erlauben, ihr Ziel zu erreichen, Angst zu säen und uns zu spalten“, teilte Leese am frühen Dienstagmorgen mit.

Es sei schwierig, sich eine schlimmere Nacht in der Geschichte der Stadt vorzustellen, sagte er dem Sender BBC Radio 4. „Als Stadt, als Gemeinschaft, werden wir weiter zusammenhalten und werden nicht erlauben, dass wir besiegt werden.“

+++ Wahlkampf ausgesetzt +++

Großbritanniens Parteien haben den Wahlkampf bis auf weiteres unterbrochen. Labour-Chef und Oppositionsführer Jeremy Corbyn sagte, er habe dies Premierministerin Theresa May abgesprochen und sich mit ihr darauf geeinigt. May hat für Dienstagmorgen eine Sitzung des Sicherheitskabinetts der Regierung einberufen. Der Chef der Liberaldemokraten, Tim Farron, sagte einen Wahlkampfauftritt in Gibraltar ab, die Schottische Nationalpartei SNP verschob die für Dienstag geplante Vorstellung ihres Wahlprogramms.

+++ Gabriel trauert mit Manchester +++

Außenminister Sigmar Gabriel hat sich betroffen von der Explosion nach einem Popkonzert in Manchester mit 19 Toten gezeigt. „Entsetzliche Nachrichten aus Manchester!“, schrieb der SPD-Politiker am Dienstag auf Twitter. „Unsere Gedanken sind jetzt bei unseren britischen Freundinnen und Freunden. United we stand.“ Der Spruch heißt auf Deutsch etwa: „Wir stehen Seite an Seite.“

+++ US-Behörden: Beobachten Situation in Manchester +++

Das US-Innenministerium beobachtet nach der Explosion mit mindestens 19 Toten im britischen Manchester die Situation. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass auch für US-Ziele eine unmittelbare Gefahr ausgehe, heißt es in einer Stellungnahme des US-Innenministeriums aus der Nacht zu Dienstag. „Wir arbeiten mit unseren Kollegen im Ausland zusammen, um weitere Details zur Ursache der Explosion zusammenzutragen“, hieß es. Das Ministerium forderte US-Bürger in der Region auf, der Unglücksstelle fern zu bleiben.

Die Oppositionsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, sprach dem US-Verbündeten Großbritannien ihre Anteilnahme aus. Sie sprach von einer „anscheinenden Terrorattacke„. Diese werde aufs schärfste verurteilt.

Die Menschen müssten jetzt zusammenstehen. „Auch wenn noch viele Fragen offen sind: Wir werden niemals unsere unerschütterliche Überzeugung aufgeben, dass Hass uns weder beugen noch zerstören kann“, schrieb sie in einer Stellungnahme.

+++ IS feiert Explosion im Netz +++

Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat feiern die Explosion in Manchester in sozialen Netzwerken im Internet. Bislang hat sich niemand zu dem Vorfall bekannt.

+++ Politiker aus aller Welt sprechen ihr Mitgefühl aus +++

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hat sich nach der Explosion bei einem Konzert im nordenglischen Manchester mit knapp 20 Toten bestürzt gezeigt. „Schreckliche Nachrichten aus Manchester“, schrieb Seibert am Dienstagmorgen bei Twitter. „In Gedanken bei den Toten, dem Leid der Verletzten + denen, die ihre Liebsten noch suchen.“

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat nach der verheerenden Explosion auf einem Popkonzert im britischen Manchester den Angehörigen der mindestens 19 Todesopfer sein Mitgefühl ausgesprochen. „Kanadier sind durch die Nachricht des schrecklichen Angriffs heute Abend in Manchester geschockt“, schrieb Trudeau am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. „Bitte nehmt die Opfer & ihre Familien in eure Gedanken auf.“

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon meinte auf Twitter: „Herzzerreißende Nachrichten aus Manchester.“ Ihre Gedanken seien bei all denen, die durch diesen „barbarischen Angriff“ geliebte Menschen verloren hätten und bei jenen, die verletzt worden seien. Bei der Explosion nach einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande wurden nach Polizeiangaben mindestens 19 Menschen getötet. Mehr als 50 wurden verletzt.

+++ May spricht Mitgefühl aus +++

Premierministerin Theresa May drückte den Opfern ihr Mitgefühl aus. Die zuständigen Behörden arbeiteten derzeit daran, den Grund für die Explosion zu ermitteln, erklärte sie. Für Dienstag hat die britische Regierung einem Sky-Bericht zufolge eine Krisensitzung angesetzt.

+++ Grande „am Boden zerstört“ +++

Die US-Sängerin Ariana Grande hat sich nach der verheerenden Explosion am Rande ihres Konzerts in Manchester „am Boden zerstört“ gezeigt. „Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte“, schrieb die 23-Jährige am Dienstagmorgen auf Twitter.

+++ Ursache weiterhin unklar +++

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion im Foyer, wie der Sender BBC berichtete. Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle. Die Ursache war zunächst unklar. Die Spekulationen darüber reichten von einem Terroranschlag bis hin zu geplatzten riesigen Gasballons.

+++ Polizei warnte auf Twitter +++

Die Polizei forderte die Menschen via Kurznachrichtendienst Twitter auf, sich aus der Gegend um die Manchester Arena fernzuhalten. Krankenwagen rasten zur Halle. Hubschrauber kreisten über dem Areal. Notfalldienste und Feuerwehr baten die Bevölkerung über Twitter, sie wegen des Einsatzes nur bei lebensbedrohlichen Angelegenheiten zu kontaktieren.

+++ Explosion auf Konzert in Manchester +++

Mindestens 22 Menschen sind laut Polizei am späten Montagabend getötet worden. Rund 59 wurden Rettungskräften zufolge verletzt. Blutüberströmte Menschen liegen auf dem Boden. Etliche haben schwere Beinverletzungen. Die Behörden behandeln die Explosion wie einen Terroranschlag. Am Morgen gibt es noch keine Klarheit.

Kommentare (4)

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Herr Günther Schemutat

23.05.2017, 10:32 Uhr

Unser Mitgefühl geht an die Angehörigen in Manchester dessen Leid man einfach nicht beschreiben kann und Eltern fühlen da sicher noch ein großes Stück weiter.
Es zeigt sich auch bei diesen Anschlägen , dass die Europäischen Anschlagorte
immer näher kommen , dass man aber als Zeichen eines zusammen wachsenden Europas und des Mitgefühl sehen kann. Vor 50 Jahren war alles viel weiter weg,
Hoffen wir , dass man dieses letzte echte Europa Gefühl nicht auch noch zerstört.

Das die Nato jetzt England Hilfe anbietet ist hier ja lächerlich. Diese Anschläge können keine Soldaten Flugzeuge und Bomben aufhalten, Die Mittel gibt es im Baumarkt und Autos gibt es Millionen.

Das Problem liegt in einer kranken Liberalität in Europa die in der Politik ,Kirche um sich gegriffen hat , die in jedem Terroristen ,Kriminellen noch etwas gutes sieht. Dieses Krebsgeschwür , das alle Parteien befallen hat in Europa wird auch das Ende von Europa sein , wenn sich nichts ändert.

Wenn Politiker sich jetzt auch noch hinstellen und wieder sagen, wir lassen uns nicht unter kriegen, ist das nur auf Politiker bezogen, Sie sind sicher und schmerzen die Angehörigen noch mehr . Alle die Kinder verloren haben , die am Abend noch fröhlich zum Konzert gingen und Tot oder Schwerverletzt wieder rausgetragen wurden brauchen jetzt leise Töne und keine Durchhalteparolen und am nächsten Tag sich hinstellen und sagen, damit müssen wir jetzt immer leben.

Müssen wir nicht!


Herr Marcel Europaeer

23.05.2017, 14:22 Uhr

Herr Günther Schemutat - 23.05.2017, 10:32 Uhr

Machen Sie sich keine Sorgen.

In Europa werden ganz bestimmt keine Grenzen mehr hochgezogen. Wir mauern uns in Europa auch nicht weiter ein. Wir werden in Europa auch keine Kleinstaaterei zulassen. Wir werden Europa auch ganz bestimmt nicht irgendwelchen Nationalisten überlassen. Wir werden unsere nach Jahrhunderten mit vielen Kriegen endlich eingeführten Freiheiten die alle Einwohner Europas endlich genießen können, ganz gewiss nicht aufgeben.

Eine solche Genugtuung werden wir Terroristen, ganz gleich mit welchem pseudoreligiösem geistigen Horizont, auch postum nicht zukommen lassen.

Frau Ursula Neumann

23.05.2017, 16:51 Uhr

@ Herrn Allraun / Herrn Schemutat
Sie sind ja groß im Redenschwingen.
Jetzt mal konkret - wie stellen sie sich ein austrocknen, ausmerzen, bekämpfen denn vor? Eine Mauer rund um Europa wird nicht helfen.
Machen sie doch mal konkrete Vorschläge - und bitte keine weiteren Stammtischreden.

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