Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.09.2014

15:11 Uhr

+++ Liveblog +++

„Wir liefern, soviel wir können“

Polnische und auch slowakische Versorger klagen über gekürzte Gaslieferungen aus Russland. Gazprom weist die Vorwürfe zurück. Unterdessen hat die Europäische Union über weitere Sanktionen entschieden.

Friedensbemühungen in der Ukraine

Poroschenko: Russische Soldaten ziehen sich zurück

Friedensbemühungen in der Ukraine: Poroschenko: Russische Soldaten ziehen sich zurück

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Deutschland pocht auf Sanktionen gegen Russland, heute berät die EU das weitere Vorgehen. Außerdem wollen die Westmächte offenbar Milliardeninvestitionen ihrer Energiekonzerne in die Öl-Förderung in Russland stoppen. Alle Ereignisse des Tages im Liveblog.

+++ Gazprom weist Vorwürfe zurück +++
Der russische Staatskonzern Gazprom hat Vorwürfe einer gedrosselten Lieferung an EU-Staaten erneut zurückgewiesen. „Der Export nach Polen geht ohne Änderungen, er ist im selben Umfang wie an den vorhergehenden Tagen – jeweils 23 Millionen Kubikmeter“, teilte Firmensprecher Sergej Kuprijanow am Donnerstag in Moskau mit. Polnische und auch slowakische Versorger klagen über gekürzte Gaslieferungen aus Russland. Kuprijanow hatte am Mittwoch gesagt, Gazprom würden zahlreiche Anfragen aus dem Westen vorliegen, die Mengen zu erhöhen. „Wir liefern, soviel wir können. Allerdings müssen wir auch die Speicher in Russland füllen“, meinte er.


Durch Preisnachlass für Ukraine: Gazprom-Gewinn bricht ein

Durch Preisnachlass für Ukraine

Gazprom-Gewinn bricht ein

Nun hat der Ukraine-Konflikt auch den russischen Energieriesen Gazprom erfasst: Das erste Quartal weist einen deutlich niedrigeren Nettogewinn aus. Zeitweise hatte Gazprom die Preise für die Ukraine gesenkt.

+++ Nato: Rund tausend russische Soldaten in der Ukraine +++
Im Osten der Ukraine halten sich nach Erkenntnissen der Nato weiterhin „rund tausend russische Soldaten“ auf. Ein Vertreter des Militärbündnisses erklärte am Donnerstag in Brüssel, darüber hinaus stünden weitere 20.000 russische Soldaten an der ukrainisch-russischen Grenze. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte am Mittwoch gesagt, „70 Prozent“ der russischen Soldaten seien aus der Unruheregion im Südosten der Ukraine abgezogen. Die in der Ukraine befindlichen russischen Soldaten seien mit „substanziellen“ militärischen Mitteln ausgerüstet, erklärte der Nato-Offizier in einer Mitteilung.

+++ Neue Russland-Sanktionen werden Freitag wirksam +++
Die neuen EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden am Freitag in Kraft treten treten. Das berichten mehrere Diplomaten in Brüssel. Die 28 EU-Regierungen hatten neue Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise bereits in der vergangenen Woche beschlossen, die Verkündung und damit das Inkrafttreten aber mehrere Tage lang diskutiert.

Ukraine-Krise: USA und EU belegen Russland mit weiteren Sanktionen

Ukraine-Krise

USA und EU belegen Russland mit weiteren Sanktionen

Die EU hat sich auf neue Sanktionen gegen Russland geeinigt. Am Freitag treten sie in Kraft. Die Strafmaßnahmen sollen die russischen Energiekonzerne treffen. Am Abend haben sich auch die USA der EU-Linie angeschlossen.

+++ Russischer Hilfskonvoi steckt wieder fest +++
Ein nach Beginn der Waffenruhe in der Ostukraine angekündigter russischer Hilfskonvoi steckt offenbar an der ukrainischen Grenze fest. Die Lastwagen mit rund 2000 Tonnen Hilfsgütern stünden im Grenzort Donezk im Gebiet Rostow, weil ein zuvor mit Kiew vereinbarter Plan nicht umgesetzt worden sei. Das sagte ein Sprecher des russischen Zivilschutzes russischen Agenturen zufolge. Er ging nicht weiter ins Detail. Die Ladung enthalte unter anderem Medikamente, Lebensmittel und Stromgeneratoren.

+++ Neue Gespräche im Gasstreit +++
Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland kommt es nächste Woche zu Gesprächen in Berlin. Die EU-Kommission nannte den 20. September als Termin für die Konferenz, an der auch die EU selbst teilnehmen werde. Das russische Energieministerium erklärte, es habe eine Einladung für die Gespräche erhalten. Ort und Termin des Treffens müssten aber noch festgelegt werden. Derzeit liefert Russland an die Ukraine wegen unbezahlter Gasrechnungen in Milliardenhöhe kein Gas mehr. Hauptstreitpunkt ist der Preis. Die in der Ukraine gespeicherten Gasmengen reichen nach den Worten des scheidenden deutschen EU-Energiekommissars Günther Oettinger nicht aus, um durch den Winter zu kommen.

+++ Gazprom reduziert weiter Gaslieferungen an Polen +++
Der russische Versorger Gazprom hat nach Angaben Polens seine Gaslieferungen an das Land inzwischen um fast die Hälfte gekürzt. Wie der polnische Versorger PGNiG am Donnerstag mitteilte, wurden am Vortag um 45 Prozent reduzierte Lieferungen im Vergleich zur bestellten Menge aus Russland registriert. Bereits am Mittwoch hatte PGNiG mitgeteilt, die Lieferung sei am Dienstag um 24 Prozent zu niedrig ausgefallen, was Gazprom allerdings als „falsch“ zurückwies.

Die Russland-Geschäfte deutscher Konzerne

Eon

Der größte deutsche Energiekonzern hat seit 2007 rund sechs Milliarden Euro in den russischen Strommarkt investiert. Er hält knapp 84 Prozent an dem Kraftwerksbetreiber E.ON Rossiya OAO. Der Anteil des russischen Stromgeschäfts am Umsatz lag 2013 bei 1,5 Prozent und am operativen Gewinn bei gut sieben Prozent. E.ON beschäftigt rund 5000 Mitarbeiter in Russland. Der Versorger bezieht zudem 30 bis 40 Prozent seines Erdgases von dort. Die Düsseldorfer sind auch mit 25 Prozent an dem sibirischen Gasfeld Juschno Russkoje beteiligt und mit 15,5 Prozent an der Ostsee-Pipeline, durch die Gas - an der Ukraine vorbei - von Russland nach Deutschland fließt. Die Mehrheit an beiden Projekten hält der russische Gazprom -Konzern.

BASF

Der weltgrößte Chemiekonzern ist vor allem in seinem Öl- und Gasgeschäft kräftig in Russland engagiert. So ist der Konzern mit seiner Tochter Wintershall am Gas-Projekt ZAO Achimgaz, einem Joint Venture mit Gazprom, zu 50 Prozent beteiligt. ZAO Achimgaz produziert in Sibirien etwa 3.500 Kilometer nordöstlich von Moskau Erdgas. Ferner ist Wintershall über die Gesellschaft OAO Severneftegazprom nach eigenen Angaben mit insgesamt 35 Prozent an der Ausbeutung des sibirischen Gasfeldes Juschno-Russkoje beteiligt. Zusammen mit einer Tochter des russischen Erdölproduzenten Lukoil betreibt Wintershall zudem das Gemeinschaftsunternehmen Wolgodeminoil zur Förderung von Erdöl. Die BASF-Tochter hält daran 50 Prozent.

Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn ist im Schienenverkehr sowie im Logistik-Geschäft mit insgesamt fünf Unternehmen in Russland vertreten: Vier davon sind 100-Prozent-Beteiligungen. An einer weiteren Firma, die Schienentransporte quer durch Russland von China nach Deutschland organisiert, hält die Bahn einen Anteil von gut einem Drittel. Es ist ein Gemeinschaftsunternehmen unter anderem mit der russischen Staatsbahn RZD. Bahnchef Rüdiger Grube hatte das Geschäftsvolumen in Russland zuletzt mit rund 250 Millionen Euro beziffert.

Daimler

Der Autokonzern ist zusammen mit der Entwicklungsbank EBRD mit 15 Prozent an dem russischen Lkw-Bauer Kamaz KMAZ.MM beteiligt. Die Stuttgarter lassen in zwei Gemeinschaftsunternehmen in dem Land Lastwagen der Marken Mercedes-Benz und Fuso montieren, die besonders robust und damit an die dortigen Straßenverhältnisse angepasst sind. Im abgelaufenen Jahr wurden 5600 Lkw der beiden Marken in Russland ausgeliefert. Etwa die Hälfte davon wurde vor Ort gebaut, der Rest aus Deutschland importiert.

Metro

Russland ist für den Handelsriesen mit einem Jahresumsatz von rund 4,3 Milliarden Euro und 22.000 Mitarbeitern der wichtigste Auslandsmarkt. Der Konzern betreibt dort 73 Cash&Carry-Märkte und 57 Media-Saturn-Filialen. Den Börsengang seines russischen Großmarktgeschäfts hatte Metro im März wegen der Ukraine-Krise auf Eis gelegt.

Henkel

Für den Konsumgüterkonzern ist Russland der weltweit viertgrößte Markt. Der Hersteller von Persil und Pritt hatte dort 2013 rund eine Milliarde Euro Umsatz erzielt. Die Ukraine zählt zu den zehn wichtigsten Wachstumsmärkten Henkels. Im ersten Quartal war Henkel trotz der politischen Unruhen währungsbereinigt in Russland "im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen" und in der Ukraine "ganz leicht" geschrumpft.

Adidas

Für den Sportausrüster ist Russland einer der wichtigsten Wachstumsmärkte. Infolge der Ukraine-Krise hat dem Konzern bisher vor allem der Verfall des Rubel zu schaffen gemacht. Schuhe und Kleidung mit den drei Streifen, die in Russland seit Sowjetzeiten etabliert sind, waren dort weiter gefragt. Adidas ist in Russland Marktführer.

+++ Steinmeier verteidigt deutsche Ukraine-Politik +++
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich gegen Vorwürfe zur Wehr gesetzt, im Ukraine-Konflikt zu viel Rücksicht auf Russland zu nehmen. Niemand habe das völkerrechtliche Vorgehen Russlands auf der Krim und im Osten der Ukraine entschiedener verurteilt als Deutschland, sagte Steinmeier am Donnerstag im Bundestags. „Das ist alles andere als Appeasement.“ Zugleich gehe es aber auch darum, den Gesprächsfäden zu Moskau nicht abreißen lassen. „Wir wollen nicht den Kalten Krieg, wir wollen nicht den heißen Krieg, sondern wollen die europäische Friedensordnung erhalten.“

+++ Putin lässt Gefechtsbereitschaft von Militär prüfen +++
Kremlchef Wladimir Putin hat eine standardmäßige Überprüfung der Gefechtsbereitschaft von Streitkräften im Östlichen Wehrbezirk angeordnet. Die Übung habe am Morgen begonnen, teilte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge mit. Der Ort des Manövers liegt in Ostsibirien und an der Pazifikküste und ist damit Tausende Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Das Militär organisiert jedes Jahr mehrere Übungen. Russland stand zuletzt wegen Manövern und Truppenkonzentrationen an der Grenze zur Ostukraine in der Kritik.


+++ Westliche Ölkonzerne sollen Russland meiden +++
Die USA und die Europäische Union (EU) wollen Insidern zufolge Milliardeninvestitionen der größten westlichen Energiekonzerne in die Öl-Förderung in Russland stoppen. Durch die Verhängung neuer Sanktionen sollen amerikanische und europäische Unternehmen daran gehindert werden, in Russland nach Rohöl in der Arktis, in der Tiefsee oder in Schiefergesteinsformationen zu suchen, wie mehrere Insider am Mittwoch sagten. Zu den betroffenen Firmen zählten auch Exxon Mobil und BP.

Gazprom fühlt sich unschuldig: Weniger russisches Gas für Deutschland

Gazprom fühlt sich unschuldig

Weniger russisches Gas für Deutschland

An dem Tag, an dem die EU über schärfere Sanktionen gegen Russland berät, kommt weniger russisches Gas in Europa an. Auch Deutschland ist von den Lieferungen abhängig. Dreht Moskau jetzt am Gashahn?

+++ Heute berät die EU erneut über Sanktionen +++
Die Vertreter der 28 EU-Staaten versuchen an diesem Donnerstag in Brüssel erneut, sich über die Veröffentlichung neuer Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu einigen. Beratungen über die Anwendung der bereits am Montag beschlossenen Maßnahmen waren am Mittwoch ergebnislos geblieben, sagten Diplomaten. Eine Reihe von EU-Staaten habe vor der Inkraftsetzung der Sanktionen gewarnt, weil dies möglicherweise die Feuerpause in der Ukraine gefährden könne. Andere, darunter auch Deutschland, verwiesen auf einen Beschluss des EU-Gipfels vom 30. August über die Sanktionen, der umgesetzt werden müsse. Die Veröffentlichung der Sanktionen könne aber beispielsweise durch eine Erklärung begleitet werden, wonach die Maßnahmen jederzeit auf Eis gelegt werden können, sofern die politische Entwicklung positiv verlaufe.

+++ Ukraine beginnt Mauerbau +++
Die Ukraine hat mit dem Bau von Befestigungsanlagen an der Grenze zu Russland begonnen. „Geplant sind zwei Verteidigungslinien“, teilte die Pressestelle der „Anti-Terror-Operation“ in Kiew mit. Unabhängig davon will Regierungschef Arseni Jazenjuk entlang der Grenze auch eine rund 2300 Kilometer lange Mauer bauen lassen.

Die Mauer zwischen Russland und der Ukraine

2300 Kilometer...

... lang soll die Mauer zwischen Russland und der Ukraine nach dem Willen der ukrainischen Führung werden. Damit möchte die Führung in Kiew verhindern, dass heimlich Waffen und Kämpfer zur Verstärkung der moskautreuen Separatisten in die Ex-Sowjetrepublik gelangen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auszurüsten. Moskau weist dies zurück und kritisiert die geplante Mauer.

Rund 400 Kilometer...

...Grenze sind aber derzeit nicht in der Hand der ukrainischen Behörden. Dort haben die Aufständischen die Kontrolle. In diesen Gebieten soll den Plänen Kiews zufolge erst in einer zweiten Phase gebaut werden. In einer ersten Phase soll in den Gebieten mit dem Bau begonnen werden, die der ukrainische Grenzschutz kontrolliert: in Tschernigow, Sumy und Charkow sowie im Norden des Raums Lugansk.

Provisorische Befestigungen...

... sind an der Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim geplant.

Herzstück des Mauerprojekts...

... sind ein Erdwall und ein mindestens vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Graben. Ein fünf Meter breiter Sandstreifen soll Spuren von möglichen Grenzverletzungen zeigen. Alle 20 Kilometer ist ein Wachturm geplant.

Ein Zaun statt einer Mauer...

... ist für die weitgehend von den Aufständischen kontrollierten Gebiete Donezk und Lugansk. Alle 100 Meter sollen dort Kameras Grenzverstöße aufdecken helfen.

Rund 100 Millionen Euro...

... soll die Grenzbefestigung ersten Schätzungen zufolge kosten. Experten gehen von weitaus höheren Kosten aus. Der Bau soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

+++ Merkel telefoniert mit Poroschenko +++
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Telefonat über die Feuerpause im Konfliktgebiet Ostukraine informiert. Poroschenko habe betont, dass der ukrainische Geheimdienst einen deutlichen Abzug russischer Kämpfer aus der Unruheregion bemerkt habe, teilte das Präsidialamt in Kiew am Donnerstag mit. Die Lage in den Separatistengebieten Donezk und Lugansk habe sich zuletzt etwas entspannt. Poroschenko betonte, dass eine objektive Überwachung der Waffenruhe durch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wünschenswert sei.

+++ Nato-Beitritt „nicht aktuell“ +++
In der Diskussion über einen möglichen Nato-Beitritt der Ukraine bezeichnete Außenminister Pawel Klimkin die Frage als „nicht aktuell“. „Wir sollten uns jetzt zunächst darauf konzentrieren, die Beziehungen zur Allianz zu intensivieren“, sagte er im ukrainischen Fernsehen. „Auch wenn es paradox klingt: Je mehr wir jetzt auf einen Beitritt drängen, umso mehr entfernen wir uns davon“, sagte Klimkin. Moskau spricht sich mit Nachdruck gegen eine Nato-Mitgliedschaft Kiews aus. Dazu sagte Klimkin, zwischen den benachbarten Ländern gebe es derzeit „kein Vertrauen“. „Wir brauchen einen Dialog, aber das scheint mir derzeit eher eine Frage der Zukunft.“

+++ „Lage völlig anders als auf der Krim“ +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bekräftigte, dass Russland nicht in der Ostukraine einmarschieren wolle. Die Lage dort sei „völlig anders als auf der Krim“, sagte er der Agentur Itar-Tass. Die Halbinsel habe sich immer klar für einen Anschluss an Russland ausgesprochen, hingegen sei die Stimmung in der ostukrainischen Bevölkerung geteilt. Russland hatte sich die Krim im März einverleibt, die Ukraine spricht von einem Bruch des Völkerrechts.

Russlands Wirtschaft

Einwohner

143,3 Millionen (Stand: 2013).

Gasproduktion

2012: 654,5 Milliarden Kubikmeter.

Erdölproduktion

2012: 517,9 Millionen Tonnen.

Bruttoinlandsprodukt

2014: ~ 2215,4 Milliarden US-Dollar

Inflationsrate

2012: 5,1 Prozent

2013: 6,7 Prozent*

2014: 5,7 Prozent*

*) Schätzung bzw. Prognose

Arbeitslosenquote

2010: 7,5 Prozent.

2011: 6,6 Prozent.

2012: 5,6 Prozent.

Haushaltssaldo

2010: -4,0 Prozent des BIP

2011: 0,8 Prozent des BIP

2012: -0,1 Prozent des BIP

Leistungsbilanzsaldo

2010: 4,4 Prozent des BIP, brutto.

2011: 5,1 Prozent des BIP, brutto.

2012: 3,7 Prozent des BIP, brutto.

2013: 2,9 Prozent des BIP, brutto.*

2014: 2,3 Prozent des BIP, brutto.*

*) Schätzung bzw. Prognose

Währungsreserven

2010: 432,95 Milliarden US-Dollar.

2011: 441,16 Milliarden US-Dollar.

2012: 473,11 Milliarden US-Dollar.

Kommentare (59)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Hubich

11.09.2014, 08:39 Uhr

Putin schlägt einen Friedensplan vor, der zu einem Waffenstillstand führt, die EU antwortet mit einer Verschärfung der Sanktionen und die NATO mit Manövern im Schwarzen Meer. Heute Poroschenko: Russische Soldaten ziehen sich zurück. Am Ende könnte die Waffenruhe noch das Ende des Konfliktes einläuten. Da muss natürlich dringend etwas unternommen werden. Sanktionen sind genau das richtige Mittel zu zeigen, dass man an einer Beilegung der Krise keinerlei Interesse hat.
Deeskalation und Friedensbemühungen sehen anders aus. Gestern auf 3sat in der Nachrichtesendung ZiB vom ORF, hat der Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer sehr deutliche Worte für Merkels bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem Präsidenten der USA gefunden.
Diese Kanzlerin macht Deutschland immer lächerlicher und ich kann nicht umhin zu vermuten, daß ihr Feldzug gegen Putin / Russland ein persönlicher Feldzug ist. Würde mich auch nicht wundern, da sie in der DDR aufgewachsen und geprägt wurde und zwischen weiten Teilen der Bürger der DDR & Russland ein, vorsichtig formuliert, angespanntes Verhältnis zu Russland, dem russischen Volk herrschte.

Herr Kurt Siegel

11.09.2014, 08:41 Uhr

Westliche Technologie einkaufen wollen und dann Deutschland zwecks Untermauerung seiner politischen Ziele nicht mit Gas versorgen wollen, das ist ein Unding; Putin muss sich entscheiden Hopp oder Topp.



Herr Hermann Paul

11.09.2014, 08:45 Uhr



Sanktionen sind der richtige weg !
Es kann nicht geduldet werden wenn ein Land ein anderes einnimmt , würde man das ignorieren , nehmen sich vielleicht andere ein Beispiel daran und die Hemmschwelle sich "Eigentum" eines andern anzueignen würde rapide sinken .
Eine Militärische Auseinandersetzung ist auf jeden Fall zu vermeiden , der Rubel ist eine reine Energie und Rohstoffwährung , würden sie (Russland) alle Exporte von diesen Gütern stoppen, sähe es in Russland bald trüb aus .
Also lassen sie uns diesen Konflikt mit Wirtschafts und Finanzsanktionen möglichst schnell beenden. Russland ist bei weitem nicht so robust wie es hier den Anschein hat ....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×