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09.01.2015

19:35 Uhr

+++ Liveblog zum Anschlag in Paris +++

Fahndung nach der Freundin eines Täters läuft

Die Polizei hat die „Charlie Hebdo“-Attentäter und ihren Komplizen bei der Stürmung der Tatorte getötet. Die Polizei sucht weiterhin seine Freundin. Die Terroristen bekannten sich vor ihrem Tod zu Al-Kaida und dem IS.

Anti-Terror-Einheit riegelt Ort ab

Attentäter von Paris verschanzen sich mit Geisel

Anti-Terror-Einheit riegelt Ort ab: Attentäter von Paris verschanzen sich mit Geisel

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Die französische Polizei hat die mutmaßlichen Todesschützen von Paris aufgespürt und bei der Stürmung ihres Verstecks nördlich von Paris getötet. Die beiden Brüder, die die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ angegriffen und bei dem Anschlag zwölf Menschen getötet haben sollen, hatten sich in der nordfranzösischen Gemeinde Dammartin-en-Goële mit einer Geisel verschanzt. In Paris hatte ein Bekannter der beiden Brüder ebenfalls Geiseln genommen. Medienberichten zufolge starben auch vier Geiseln. Unterdessen kündigte die Terrormiliz „Islamischer Staat“ weitere Anschläge an. Die Ereignisse des Tages im Liveblog.

+++ Europas Regierungschefs kommen am Wochenende nach Paris +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel teilt mit, dass sie an der am Sonntag in Paris stattfindenden Gedenkveranstaltung teilnehmen wird. Auch EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini sagte ihren Teilnahem zu. Zudem wollen Großbritanniens Premierminister David Cameron, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy, sein italienischer Kollege Matteo Renzi und Belgiens Premierminister Charles Michel teilnehmen.

+++ Täter bekennen sich zu Al-Kaida und dem IS+++

Einer der Attentäter hat sich kurz vor seinem Tod per Telefon bei einem TV-Sender zum Terrornetzwerk Al-Kaida aus dem Jemen bekannt- Er sei auch von dieser Gruppe finanziert worden. Kurz nach dem Gespräch mit dem französischen Sender BFMTV wurde er von Elite-Polizisten erschossen. Sein islamistischer Komplizin, der in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln genommen hatte, sagte ebenfalls vor seinem Tod zu BFMTV, er gehöre zur Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) und habe sich mit den „Charlie Hebdo“-Attentätern abgestimmt.

+++ Mutmaßliche Komplizin möglicherweise auf der Flucht+++

Die Freundin des Geiselnehmers vom Pariser Lebensmittelgeschäft wird weiterhin gesucht. Die Polizei sicherte auch nach dem Zugriff die Umgebung des Geschäfts, berichtet die französische Zeitung Le Monde. Behörden hatten am Nachmittag ein Foto der Frau veröffentlicht. Hinweise auf eine direkte Beteiligung der Frau gibt es jedoch nicht.

+++ Mutmaßliche „Charlie Hebdo“-Attentäter getötet +++
Die beiden mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter sind bei dem Polizei-Einsatz nördlich von Paris getötet worden. Dies teilte die Polizei am Freitag mit. Die Geisel der beiden mutmaßlichen Islamisten sei frei und unversehrt.

+++ Geiselnehmer und vier Geiseln am Stadtrand von Paris tot +++
Auch der Geiselnehmer in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand von Paris ist tot. Das berichtet die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Gendarmerie. Vier der Geiseln in dem jüdischen Lebensmittelladen in Ost-Paris sind nach Angaben aus Polizeikreisen ebenfalls tot.

+++ Polizeizugriff bei Geiselnahme in Pariser Laden +++
Die französische Polizei hat am Freitagnachmittag einen jüdischen Laden im Osten von Paris gestürmt, in dem sich ein Mann mit fünf Geiseln verschanzt hatte.

+++ Schüsse und Explosionen in Dammartin bei Paris +++
Am Gebäude, in dem sich die mutmaßlichen Attentäter auf das Satireblatt „Charlie Hebdo“ verschanzt halten, sind Schüsse und mehrere Explosionen gehört worden. Das berichtete ein Reuters-Reporter aus Dammartin am Freitagnachmittag. Die Polizei hat die mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter in der Druckerei nördlich von Paris angegriffen. Das berichten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiquellen.

+++ Geiselnehmer mit „Charlie Hebdo“-Attentäter bekannt +++
Der Geiselnehmer ist mit einem der mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter offenbar bekannt, meldet AFP. Damit würde es eine direkte Verbindung zwischen beiden Geiselnahmen geben. Offenbar will der Pariser Geiselnehmer die beiden Brüder freipressen, berichtet AP unter Berufung auf Polizeipreise. Chérif und Said K., die die Todesschüsse in der „Charlie Hebdo“-Redaktion abgegeben haben sollen, verschanzen sich mit einer Geisel in einer Druckerei im Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële. Chérif K. und Amedy Coulibaly – der Geiselnehmer von Paris – haben sich offenbar vor mehreren Jahren im Gefängnis kennengelernt.

„Charlie Hebdo“-Attentat: Die Verbindung zwischen drei Bluttaten

„Charlie Hebdo“-Attentat

Die Verbindung zwischen drei Bluttaten

Zwischen den drei Bluttaten in Paris besteht offenbar ein direkter Zusammenhang. Ein „Charlie Hebdo“-Attentäter kannte den Mann, der für den Mord an der Polizistin und die Geiselnahme verantwortlich gemacht wird.

+++Falscher Alarm in der Nähe des Eiffelturms +++
Der Trocadéro-Platz in der Nähe des Eiffelturms wird von der Polizei geräumt. Die Pariser-Metro hält laut mehreren Twitter-Einträgen nicht mehr an der Haltestelle. Offenbar gibt es aber inzwischen Entwarnung.

+++ Geschäfte im jüdischen Viertel von Paris geschlossen +++
Wegen der Terrorgefahr hat die französische Polizei am Freitag die Schließung aller Geschäfte im jüdischen Viertel Marais in der Pariser Innenstadt angeordnet. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Hintergrund ist offenbar die Geiselnahme in einem Markt für koschere Lebensmittel am östlichen Rand der französischen Hauptstadt, etwa fünf Kilometer von Marais entfernt. Dort hat ein Gewalttäter fünf Menschen in seine Gewalt gebracht und mehrere verletzt. Es soll sich um den selben Mann handeln, der am Donnerstag in Paris eine Polizistin erschoss.

Kommentare (13)

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Herr otto r. kristek

09.01.2015, 11:35 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frau Ich Kritisch

09.01.2015, 11:49 Uhr

@Herr otto r. kristek
Liebe Christen,

fangt endlich an die Amokläufer in Euren Reihen vor dem Amoklauf anzuzeigen. Zumindest die Frauen sollten es doch immer erkennen wenn jemand zum Amokläufer wird.
And by the way - liebe Atheisten zeigt bitte zukünftig alle in Euern reihen an die vorhaben einen Mord zu begehen oder einen schweren Raub.
Liebe Mitmenschen zeigt bitte grundsätzlich alle in Euern Reihen an bevor sie Kinder schänden oder Frauen vergewaltigen.

Ironie aus.

Geht's noch????

Herr Hans Mayer

09.01.2015, 11:50 Uhr

Ausser einem Betroffenheitsiman sehe ich weiter niemanden, keine Moslems mit Kerzen oder öffentliche Demos gegen diese Bluttat.
Wäre so etwas an Moslems verübt worden wäre die Lichterkette von hier bis nach Berlin und das mindestens die nächsten 2 Wochen.
Besser wir wissen nicht wie viele im stillen Kämmerlein diese Tat gutheißen.

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