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08.07.2015

02:11 Uhr

++ Liveblog zur Griechenland-Krise ++

Tsipras kündigt Reformvorschläge an

Banker und Ökonomen glauben an den Grexit. Dagegen stemmen sich die Verhandlungsführer in Brüssel. Tsipras hat ein neues Reformpaket angekündigt – Diese Woche muss alles entschieden werden. Die Ereignisse zum Nachlesen.

Tsipras, Merkel, Juncker und Hollande ringen am Abend um einen tragfähige Lösung der Krise in Griechenland. ap

Verhandlungsführer beim Kaffee

Tsipras, Merkel, Juncker und Hollande ringen am Abend um einen tragfähige Lösung der Krise in Griechenland.

Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande fordern vor dem Sondergipfel der Euro-Zone am Abend in Brüssel schnelle Vorschläge aus Athen – die Tsipras auch zusagt. Der neue Finanzminister Griechenlands Euklid Tsakalotos gibt ein wenig Hoffnung, dass doch noch eine Einigung erreicht werden könnte, die Menschen in Griechenland stehen weiterhin vor verschlossenen Banken. Die Entwicklungen des Tages zum Nachlesen.

+++ Tsipras kündigt Reformpaket an +++

Griechenlands Premier Alexis Tsipras hat wie von den Euro-Partnern verlangt ein Reformpaket angekündigt. „Die Vorschläge enthalten glaubwürdige Reformen, die sozial gerecht sind“, sagte Tsipras nach dem Euro-Sondergipfel in der Nacht zum Mittwoch in Brüssel. Im Gegenzug werde Griechenland Unterstützung bekommen, um seinen mittelfristigen Finanzbedarf zu decken.

Es sei auch ein Investitionspaket im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit vorgesehen sowie Gespräche über eine Umschuldung. „Das Ziel ist eine sozial gerechte und wirtschaftlich machbare Vereinbarung für Griechenland und für Europa“, betonte der Premier.

+++ Hollande: Entscheidung fällt Ende der Woche +++

Frankreichs Staatspräsident Hollande äußerte sich auf seiner laufenden PK: "Wenn es Sonntag keine Einigung gibt, kommt eine andere Option zum Zuge. Das ist nicht das, was wir wollen, aber wir müssen diese Option ins Auge fassen." Die Geduld der Euro-Länder scheint äußerst strapaziert zu sein. Hollande sagte: "Es gibt nur zwei Optionen, im Euro sein oder draußen, Ende der Woche wird die Entscheidung getroffen." Und weiter: "Es ist nicht so, dass ein Land, das sich nicht an die Regeln hält, ewig in derselben Währungszone bleiben kann." Die Euro-Länder scheinen das Thema auch endlich abschließen zu wollen: "Kurzfristige Finanzierung gibt es nur im Rahmen eines mittelfristigen Programms, alles andere hätte keinen Sinn, sollen wir uns in drei Monaten mit denselben Problemen wiederfinden?"

+++ Telefonkonferenz Mittwoch, Beratungen Samstag +++

Die Finanzminister der Euro-Zone wollen EU-Vertretern zufolge am Samstag über die griechischen Reformvorschläge beraten, die bis dahin vorliegen sollen. Bereits für Mittwochmorgen ist eine Telefonkonferenz der Minister angesetzt.

+++ Juncker: Wir haben ein 'Grexit'-Szenario +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigt an: "Wir haben ein detailliertes 'Grexit'-Szenario." Griechenland müsse bis Freitagmorgen 8.30 Uhr liefern, davon hänge das weitere Engagement der EZB ab.

+++ Merkel will Griechenlands Reformpläne bis Donnerstag +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet von Griechenland konkrete Reformpläne bis Donnerstag, um Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm zu beginnen. Eine kurzfristige Brückenfinanzierung habe in den Gesprächen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone keine große Rolle gespielt, sagt sie.

Kommentare (173)

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Account gelöscht!

07.07.2015, 07:39 Uhr

Es ist schon ein Armutszeugnis für diesen politischen EU-EURO Haufen in Brüssel, wenn sich jedes Mal die USA in die europäischen Angelegenheiten einmischt. Diese EU und EURO Politik ist einfach nur noch erbärmlich.
Naja, was will man auch von einer Kanzlerin Merkel erwarten, wenn diese lieber in Meditation verfällt und selbst keine Führungsstärke ausstrahlt. Machen müssen es andere und wenn es schiefgeht, hat Merkel gleich einen Sündenbock gefunden, der für ihre Führungsschwäche den Kopf hin halten muss.

Frau ke Schludewig

07.07.2015, 07:54 Uhr

...++USA schalten sich ein++

Da können sich zwei Pleitestaaten gegenseitig Tips geben.
Klasse!
Vielleicht fragen die Griechen bei den Amis mal nach, ob sie das Öl in € oder Drachme handeln dürfen. Das würde die Amis sicher freuen!
So rettet man eine Währung, die eigentlich bereits abgeschrieben ist...

Herr Thomas Albers

07.07.2015, 07:55 Uhr

"Es ist schon ein Armutszeugnis für diesen politischen EU-EURO Haufen in Brüssel, wenn sich jedes Mal die USA in die europäischen Angelegenheiten einmischt. "

Das ist aber eine arg verenge Weltsicht. Zum einen betrifft ein Grexit auch die USA, China oder das nicht Euro-Land GB. Natürlich muss man versuchen, seine Sicht der Dinge und Interessen den Entscheidungsträgern nahezulegen. Wenn man den Mund nicht aufmacht, wird man übergangen.

Zum anderen ist wird politische Einflussnahme in dieser Form auch von Deutschland praktiziert. Wir wären ja auch schön blöd, wenn wir den Leuten nicht erklärten, was wir wollen. Halten Sie das für eine gute Idee? *G*

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