Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.08.2014

19:35 Uhr

+++ Liveblog zur Ukraine-Krise +++

Ukraine meldet Angriff auf russischen Militärkonvoi

Die ukrainische Armee soll eine russische Fahrzeugkolonne angegriffen haben. Die meisten der Fahrzeuge seien zerstört – doch Russland dementiert hart. Die Finanzmärkte reagieren entsetzt. Die Ereignisse im Liveblog.

Die ukrainische Armee soll russische Militärfahrzeuge auf ihrem Staatsgebiet zerstört haben

Die ukrainische Armee soll russische Militärfahrzeuge auf ihrem Staatsgebiet zerstört haben

+++ Russland dementiert Truppenverlust +++

Russland bestreitet angebliche Gefechte seiner Einheiten in der Ukraine. „Eine russische Militärkolonne, die die Grenze zur Ukraine überquert haben soll, existiert nicht“, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. „Weder am Tag, noch in der Nacht“ sei ein solcher Konvoi auf ausländisches Gebiet gefahren. „Aber es ist immer noch besser, die ukrainische Artillerie schießt auf ein Phantom und nicht auf Flüchtlinge oder die eigenen Soldaten“, sagte Konaschenkow. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte behauptet, die Armee habe in der Nacht eingedrungene russische Militärfahrzeuge zerstört.

+++ Ukrainischer Außenminister will russischen Kollegen in Berlin treffen +++

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin trifft nach eigenen Angaben am Sonntag in Berlin seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow. An dem Treffen würden auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Außenminister Laurent Fabius teilnehmen, teilte Klimkin auf Twitter mit. „Ob eckiger oder runder Tisch, wir müssen reden“, schrieb er weiter.

+++ EU warnt Moskau vor militärischem Eingriff +++

Die EU-Außenminister warnen Moskau mit scharfen Worten vor einem militärischen Eingreifen. „Jegliche einseitigen militärischen Handlungen (...) unter jeglichem - auch humanitärem - Vorwand, wird die Europäische Union als unverhohlene Verletzung internationalen Rechts werten“, heißt es in der Abschlusserklärung zur Ukraine, die die Minister am Freitag in Brüssel verabschiedeten. Zugleich versicherten sie die Regierung in Kiew ihrer Unterstützung und beharrten auf der Einheit des Landes.

+++ Ukrainer melden Angriff auf Russen +++

Ukrainische Truppen haben nach Militärangaben eine russische Fahrzeugkolonne auf ukrainischem Boden angegriffen. Die meisten der Fahrzeuge seien zerstört worden. Das teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit. Zuvor hatte die Armee mitgeteilt, dass eine russische Militärkolonne die Grenze überquert habe. Die Führung in Kiew zeigte keine Bilder des angeblichen Kampfs. Der ukrainische Sicherheitsrat teilte mit, die Fahrzeuge hätten zu einem Militärkonvoi aus 23 Fahrzeugen gehört, der unerlaubt die Grenze überquert habe.

+++ Bislang keine Reaktion aus Moskau +++

Aus Russland gab es zunächst keine Reaktion. Das Außenministerium in Moskau teilte lediglich sein „tiefes Bedauern“ darüber mit, dass sich eine russische Hilfslieferung durch eine „Intensivierung militärischer Aktionen“ weiter verzögere.

+++ Börse knickt ein +++

Die Nachricht vom Angriff auf russische Fahrzeuge versetzt die Finanzmärkte in Aufregung: Am Aktienmarkt büßt der Dax alle Kursgewinne ein und fällt vom Tageshoch um 250 Punkte. Am Ende des Handelstages schließt der Index mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 9070 Punkte.

+++ Nato geht von Grenzverletzung aus +++

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Medienberichte über eine Verletzung der ukrainischen Grenze durch Russland bestätigt. „In der vergangenen Nacht haben wir einen russischen Einfall erlebt, eine Überschreitung der ukrainischen Grenze“, sagte Rasmussen nach Nato-Angaben in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen vor Journalisten. Ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte sagte, dies passiere praktisch jede Nacht, um die Ukraine zu provozieren. „Die vergangene Nacht war da keine Ausnahme“, sagte der Sprecher. „Einige gepanzerte Fahrzeuge sind rübergekommen.“ „Dies bestätigt nur die Tatsache, dass wir einen dauernden Fluss von Waffen und Kämpfern aus Russland in die Ostukraine sehen“, erklärte Rasmussen. „Und es ist eine deutliche Demonstration der anhaltenden russischen Beteiligung an der Destabilisierung der Ostukraine.“

+++ Russland streitet Grenzübertretung ab +++

Der für die Grenzsicherung zuständige russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte mitgeteilt, dass es sich bei dem Konvoi um eine normale Patrouille gehandelt habe. „Mobile Einheiten“ würden die Region nahe des Übergangs Donezk/Iswarino kontrollieren, da es dort wiederholt zu Granatenbeschuss von ukrainischem Territorium gekommen sei. Kein Konvoi sei über die Grenze gefahren, sagte ein namentlich nicht genannter FSB-Mitarbeiter der Staatsagentur Ria Nowosti.

+++ Bilder aus dem Krisengebiet +++

Kommentare (166)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr mick blatt

15.08.2014, 11:46 Uhr

eine juristische sicht der dinge:
http://www.ef-magazin.de/2014/08/14/5647-dokumentation-krieg-im-zeichen-der-eu

Herr peter Spirat

15.08.2014, 11:47 Uhr

So sieht die Hilfe aus::

## Russland schickt Hilfsgüter in die Ukraine

## Ami-Land schickt Killer (400 Södner) n die Ukraine

wie es aussieht, haben die Sldner wohl dabei geholfen, die malayische Maschine abzuschießen. Wäre es anders, hätte der Westen die Flugdaten schon veröffentlicht, oder die Satteliten Bilder freigegeben.

Vernichtung von Beweismitteln ?

Herr peter Spirat

15.08.2014, 12:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×