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11.09.2015

16:06 Uhr

11. September 2001

USA gedenken der Opfer von 9/11

Mit einer Schweigeminute und zahlreichen Aktionen haben die USA 14 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der Opfer gedacht. In New York wurden am 9/11-Memorial die Namen der gestorbenen Menschen verlesen.

Die USA gedenken der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. dpa

US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama

Die USA gedenken der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.

New York14 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die US-Amerikaner mit Schweigeminuten und Zeremonien im ganzen Land der Opfer gedacht. In New York wurden am 9/11-Memorial, wo bis zum Anschlag die Türme des World Trade Center standen, die Namen aller Opfer verlesen. Präsident Barack Obama trat am Freitag mit seiner Frau Michelle und Mitarbeitern für eine Schweigeminute vor das Weiße Haus in Washington.

Für den Anschlag hatten Al-Kaida-Terroristen vier Verkehrsflugzeuge entführt. Zwei lenkten sie in die Hochhäuser des World Trade Center und eines in das US-Verteidigungsministerium in Washington. Das vierte stürzte auf dem Weg nach Washington im US-Staat Pennsylvania ab, nachdem es an Bord zu Kämpfen mit Passagieren gekommen war.

Beim Pentagon in Washington wurden am Freitag zum Gedenken Kränze niedergelegt. In Pennsylvania wurde erstmals in einem neuen Besuchszentrum an die Toten erinnert. Die Anschläge gelten als die tödlichsten Terrorattacken auf US-Boden. 2977 Menschen starben.

Mitstreiter und Gegner der USA im Kampf gegen den Terror

Iran

Iran: Teheran ist sowohl Gegner als auch Mitstreiter der USA. Einerseits kann der Iran eine Militäroperation des Erzfeindes in der eigenen Nachbarschaft nicht einfach absegnen. Andererseits handelt es sich beim IS um einen gemeinsamen Feind.

Ägypten

Auch Ägypten nahm an der Anti-Terror-Konferenz in Dschidda teil. Der Kampf gegen den IS könnte Kairos Beziehungen zum Westen verbessern, die unter dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi durch das Militär vor mehr als einem Jahr gelitten haben.

Katar

Katar könnte eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Finanzquellen der Extremisten auszutrocknen. Kritiker werfen dem Land vor, Radikale dürften dort unbehelligt Geld für Dschihadisten sammeln. Die Regierung weist das zurück.

Jordanien

Auch Jordanien hat den IS vor der Haustür. Anhänger der Miliz kontrollieren Teile Iraks und Syriens, die unmittelbar an das Königreich grenzen. Auch der einzige Grenzübergang zwischen Irak und Jordanien ist in IS-Händen. Jordanien hat daher eine Taskforce gegen IS-Angriffe gegründet. In der von Amerika geführten Anti-IS-Koalition könnte das Land zum Operationszentrum werden.

Saudi-Arabien

Das Königreich ist einer der wichtigsten US-Partner. Am Donnerstag trafen sich mehrere Länder in der Hafenstadt Dschidda, um über den Kampf gegen den Terrorismus zu beraten. Weil der IS auch an der Grenze zwischen dem Irak und Saudi-Arabien steht, fühlt sich Riad massiv bedroht.

Irak

Kerry reiste zum Auftakt seiner Tour nach Bagdad. Der Irak wird die Hauptlast im Kampf gegen den IS tragen müssen, weil vor allem die Soldaten der Regierung und kurdische Einheiten am Boden gegen die Extremisten kämpfen müssen. Zugleich muss es der neuen Regierung von Ministerpräsident Haidar al-Abadi gelingen, die Sunniten im Land auf ihre Seite zu ziehen - nur so würde der IS seine starke Unterstützung in den sunnitischen Teilen des Landes verlieren.

Türkei

Westliche Länder haben der Türkei vorgeworfen, Extremisten dürften die Grenze zu Syrien ungehindert passieren. Zuletzt attestierte das Pentagon der Regierung jedoch, sie gehe stärker gegen Dschihadisten vor. Dennoch unterstützt Ankara die USA nicht mit voller Kraft. Den Luftwaffenstützpunkt Incirlik will sie nur für humanitäre Hilfsflüge freigeben. Ankara ist in einer schwierigen Lage, weil der IS im Nordirak 49 türkische Diplomaten festhält.

Nato

Zehn Staaten zählen bislang zum Anti-Terrorbündnis der USA, darunter die Nato-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Dänemark, Kanada und die Türkei. Auch Australien hat sich der Koalition angeschlossen. Deutschland will Waffen an die Kurden im Nordirak liefern, London hat das bereits getan. Frankreich hat mittlerweile Bombardements gestartet.

Im US-Staat Missouri muss sich ein Mann wegen eines geplanten Bombenanschlags auf eine Gedenkfeier zum 11. September vor Gericht verantworten. Der 20-jährige Angeklagte habe mit Hilfe eines Unterstützers einen Sprengsatz in der Stadt Kansas City im Mittleren Westen zünden wollen, berichtete der örtliche Sender Fox4 am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf Ermittler. Dem aus Florida stammenden Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Von

dpa

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