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28.11.2014

14:50 Uhr

18 Millionen ohne Job

Weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone

Gut 18 Millionen Menschen in der Eurozone finden keinen Job. Insbesondere in Südeuropa ist die Arbeitslosigkeit hoch. Die EU-Kommission fordert von den Mitgliedstaaten mehr Anstrengungen.

Arbeitslose stehen in Madrid in einer langen Schlange vor einem Jobcenter in der spanischen Hauptstadt. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt auf hohem Niveau. dpa

Arbeitslose stehen in Madrid in einer langen Schlange vor einem Jobcenter in der spanischen Hauptstadt. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt auf hohem Niveau.

LuxemburgFünf Jahre nach Ausbruch der Krise in der Eurozone kommt der Abbau der Arbeitslosigkeit nur schleppend voran. Im Oktober waren in den 18 Ländern der Währungsunion - wie in den Monaten davor - durchschnittlich 11,5 Prozent der Bürger ohne Job. EU-Arbeitskommissarin Marianne Thyssen sprach am Freitag von großen Problemen und verlangte weitere Strukturreformen. Immerhin ist die Lage etwas günstiger als vor einem Jahr, wie aus den Zahlen der Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.

Die Eurokrise hatte im Herbst 2009 mit dramatischen Defizitzahlen aus Griechenland begonnen. Im Zuge der nötigen Rettungsaktionen mussten Griechenland und andere Krisenländer drastisch sparen, die Wirtschaft brach ein und die Arbeitslosenzahlen schnellten in die Höhe.

Die schlechte Lage in diesen Ländern prägt auch weiter den Durchschnitt: Während Deutschland nach der europäischen Erfassungsmethode auf eine Arbeitslosenquote von nur 4,9 Prozent kommt und Österreich auf 5,1 Prozent, sind es in Spanien 24,0 Prozent. Griechenland meldet 25,9 Prozent, allerdings für August, eine neuere Zahl liegt nicht vor.

Die Lage der fünf größten Euro-Volkswirtschaften

Die aktuelle Situation

Auch im fünften Jahr der Schuldenkrise hat sich die Eurozone wirtschaftlich noch nicht richtig wieder erholt. Im Gegenteil: Die Lage verschlechtert sich zusehends wieder. Die Zustand der fünf größten Volkswirtschaften im Schlaglicht:

Deutschland

Lange das Zugpferd für die Konjunktur im Euroraum, verliert im Moment wegen der internationalen Krisen an Fahrt - und schrammt nach Einschätzung der EU-Kommission nur knapp an einer kleinen Rezession vorbei.

Frankreich

Seit längerem krisengeplagt und bekommt sein Staatsdefizit seit Jahren nicht in den Griff. Die Wirtschaft stagniert. Als größtes Problem gilt ein Reformstau und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Italien

Schwer gebeutelt nach langer Durststrecke. Die Regierung will mit Milliardenausgaben die Wirtschaft ankurbeln. Nach drei Minusjahren in Folge soll 2015 wieder ein kleines Plus herausspringen.

Spanien

Lichtblick unter den einstigen Krisenländern: Nach mehr als zweijähriger Talfahrt endlich wieder auf Wachstumskurs, zuletzt allerdings mit weniger Schwung. Größtes Problem ist die extrem hohe Arbeitslosigkeit.

Niederlande

Haben eine längere Durststrecke hinter sich. Nach zwei Rezessionsjahren auch 2014 mit holprigem Start. Seit dem Frühjahr wieder auf Wachstumskurs.

Gemessen an der Situation vor einem Jahr verzeichnen einige der wirtschaftlich geschwächten Länder Südeuropas Fortschritte. So sank die Quote in Spanien seit Oktober 2013 von 26,0 auf 24,0 Prozent, in Portugal verringerte sie sich von 15,6 auf 13,4 Prozent. Auch Griechenland steht im Vergleich zum August 2013 etwas besser da: Damals lag die Quote bei 27,8 Prozent. Dagegen nahm die Arbeitslosigkeit unter anderem in Italien seit vergangenem Jahr noch zu - von 12,3 auf 13,2 Prozent.

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

28.11.2014, 15:35 Uhr

Welcher Erfolg ist also Draghi zu bescheinigen?

Seine Null-Zins-Politik hat also Wirtschaft und Beschäftigung nichts gebracht. Mit seinen Maßnahmen hat er lediglich die Börsianer abgesichert.

Man hätte es im Voraus kaum für möglich gehalten, dass in der EU es einer Person gelingt, die verfügbaren Einkommen der Unterschicht so zu belasten und deren Geld "in die starken Hände" zu bringen.

Ich glaube, dass ist der Jargon, in dem Darghi spricht.

Es wäre aber keineswegs fair Draghi die alleinige Schuld zu geben. Da gibt es Politiker, die sich sehr viel Diäten und Pensionen gönnen und deren wesentliche Aufgabe die Kontrolle dieses Herrn darstellt, dieser Aufgabe aber nicht nachkommen.

In meinen Augen ist dieses Verhalten der Politiker nicht nur Arbeitsverweigerung sondern auch Diebstahl von Steuergeldern, weil sie sich für etwas bezahlen lassen, was sie nicht leisten.

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