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24.07.2014

07:44 Uhr

18-Monats-Hoch

Starkes Wachstum für Chinas Industrie

Gute Aussichten für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt: Der HSBC-Einkaufsmanagerindex weist so starke Zahlen aus wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Die Regierung sieht sich in ihrer Strategie bestätigt.

Es geht voran: Ein Techniker einer Steamcracker-Anlage in Nanjing ist guter Dinge. obs

Es geht voran: Ein Techniker einer Steamcracker-Anlage in Nanjing ist guter Dinge.

PekingDie chinesische Industrie ist im Juli so deutlich gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der von der Bank HSBC erhobene Einkaufsmanagerindex kletterte nach vorläufigen Angaben von Donnerstag überraschend kräftig um 1,3 auf 52,0 Punkte. Im Juni hatte das Barometer erstmals seit Dezember wieder über der Marke von 50 Punkten gelegen, ab der es Wachstum signalisiert.

Die Zahlen zeigten, dass sich die Konjunkturhilfen der Regierung auszahlten, sagte der China-Chefvolkswirt der HSBC, Qu Hongbin. Die Regierung hatte unter anderem Ausgaben für den Ausbau des Schienennetzes und den öffentlichen Wohnungsbau vorgezogen. Hongbin rechnet damit, dass die Regierung diesen Kurs über die nächsten Monate noch beibehalten wird.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt war im ersten Quartal mit 7,4 Prozent so langsam gewachsen war wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Im zweiten Quartal hatte es aber ein Plus von 7,5 Prozent gegeben - diesen Wert peilt die Regierung auch für das Gesamtjahr an. 2013 hatte sich Chinas Konjunktur auf ein Plus von 7,7 Prozent abgekühlt, den geringsten Zuwachs seit 1999.

Von

rtr

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