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14.10.2014

17:06 Uhr

2,53 Milliarden Euro

Athen erzielt erneut primären Überschuss

Erneut kann der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras einen Primärüberschuss verkünden, erneut ist das ein kleiner Fortschritt für Griechenland. Doch die Lage in Athen bleibt ernst.

Athen kann das zweite mal in Folge einen primären Haushaltsüberschuss verkünden. dpa

Athen kann das zweite mal in Folge einen primären Haushaltsüberschuss verkünden.

AthenGriechenland macht bei der Haushaltsstabilisierung weiter kleine Fortschritte. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erzielte die Regierung einen sogenannten primären Überschuss - ohne Zinslast - in Höhe von knapp 2,53 Milliarden Euro.

Das ursprüngliche Ziel des griechischen Konsolidierungsprogramms sah einen Überschuss von 1,55 Milliarden Euro vor. Dies berichtete der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras am Dienstag in Athen.

Jugendarbeitslosigkeit in Krisenländern Europas

Frankreich

Die Perspektivlosigkeit von jungen Menschen ohne Job gilt in Frankreich als eine der größten Gefahren für den sozialen Zusammenhalt. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag zuletzt (Juni) bei 22,4 Prozent. Die Regierung von Präsident François Hollande finanziert mit Milliardenbeträgen Eingliederungsprogramme sowie sogenannte „Zukunftsarbeitsplätze“ für gering qualifizierte Jugendliche. Zudem wurde das System sogenannter „Generationenverträge“ geschaffen. Es bietet kleinen Unternehmen finanzielle Anreize, die sich gleichzeitig für den Nachwuchs und für alte Arbeitnehmer einsetzen.

Griechenland

Nach Angaben vom Mai sind in Griechenland 53,1 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Job. Im Vorjahr waren es 59,6 Prozent. Die leichte Verbesserung liegt nach Angaben der Gewerkschaft des privaten Bereichs am boomenden Tourismus. In Griechenland sollen nach den Worten von Regierungschef Antonis Samaras in den kommenden Monaten 145.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Sie sollen mit Hilfe von EU-Mitteln und dem für 2014 erwarteten zaghaften Wirtschaftswachstum entstehen. In den nächsten Monaten sollen 600 Millionen Euro EU-Subventionen für neue Jobs – vornehmlich Ausbildungsplätze – nach Griechenland fließen.

Italien

43,7 Prozent der jungen Italiener sind arbeitslos, Schüler und Studierende nicht eingerechnet. Das nationale Statistikamt Italiens (Istat) sieht die Jugendlichen als „am stärksten von der Krise betroffen“. Der sozialdemokratische Regierungschef Matteo Renzi bemüht sich – bisher erfolglos – um eine Entspannung der Lage. Zeitarbeitsverträge sollen leichter verlängert, der Kündigungsschutz in den ersten drei Jahren ausgesetzt werden. So – und mit Steuererleichterungen – möchte er die Arbeitgeber entlasten. Durch EU-Gelder, 1,5 Milliarden in den kommenden zwei Jahren, erhofft sich Renzi eine bessere Grundlage zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit.

Spanien

Die Arbeitslosenquote beträgt in Spanien bei den unter 25-Jährigen 53,5 Prozent. Schon seit Jahren bezeichnen spanische Politiker aller Parteien die hohe Jugendarbeitslosigkeit als eines der größten Probleme. Dennoch geschah relativ wenig, um das Problem zu lösen. Die Regierung beschloss im Juli Hilfen für Unternehmer, die junge Leute einstellen. Politiker aus Deutschland warben in Spanien für eine Übernahme des deutschen Systems der dualen Berufsausbildung. Die Traditionen des spanischen Bildungssystem verhinderten jedoch, dass diese Idee sich in größerem Umfang durchsetzen konnte.

2013 hatte Athen erstmals seit zehn Jahren wieder einen Primärüberschuss erreicht. Einschließlich der Zinsen, die auf die aufgenommenen Schulden zu zahlen sind, klafft aber weiter ein enormes Loch im Etat. Der Primärüberschuss ist dennoch wichtig, weil er auch anzeigt, wie Griechenland zum Beispiel bei der Kontrolle der Kosten für den Staatsapparat vorankommt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

14.10.2014, 18:24 Uhr

...Milchmädchenrechnungen...

Account gelöscht!

14.10.2014, 18:35 Uhr

Wer glaubt denn diesen Zahlen noch? Kein normaler Mensch! Fakt ist Griechenland und noch einige andere Südländer der EUR-Zone schaffen es nicht ohne Abwertungsmöglichkeit mit Nordeuropa Schritt zu halten. Und je länger das ignoriert wird, umso teurer wird die Chose für die Bürger am Ende, jedoch ist der Preis für den EUR schon jetzt enorm hoch. Draghi hat´s gesagt: "koste es was es wolle ... " auch wenn es die Mittelschicht in EUR-Land arm macht.

Herr never mind

14.10.2014, 19:24 Uhr

.......und heute hat die Regierung in Portugal angekündigt dass es das vereinbarte Defizit Ziel für 2015 nicht erreichen werde..... So ist das eben wenn man Regionalklubs in der Bundesliga mitspielen lässt

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