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04.09.2011

10:02 Uhr

2002

Verheißungsvoller Start in den Euro

Seit Januar 2002 ist der Euro Realität. Mehr als 300 Millionen Menschen nutzen ihn seitdem als neues Zahlungsmittel.

Große Hoffnungen steckte die EU-Politik in die neue Währung zu Beginn des Jahrtausends. Die Bürger haben das neue Geld schnell angenommen. Doch eine Reihe von Experten kritisierte die Währungsunion von Beginn an. dpa

Große Hoffnungen steckte die EU-Politik in die neue Währung zu Beginn des Jahrtausends. Die Bürger haben das neue Geld schnell angenommen. Doch eine Reihe von Experten kritisierte die Währungsunion von Beginn an.

Frankfurt a.M.Um Punkt null Uhr startet am 1. Januar 2002 das Euro-Zeitalter. Vor allem die Bankenmetropole Frankfurt feiert den Tag eins der neuen Währung. Vor der Europäischen Zentralbank leuchtet eine 15 Meter hohe Euro-Skulptur, über dem Turm der Bank schießt Feuerwerk in den Himmel.

Zeitgleich begrüßen mehr als 300 Millionen Menschen in zwölf europäischen Ländern die Einheitswährung. In Berlin lässt sich Bundesfinanzminister Hans Eichel neben dem Brandenburger Tor alte D-Mark-Scheine von Dresdner-Bank-Chef Bernd Fahrholz umtauschen: 102 Euro und 26 Cent ist sein 200-DM-Schein wert.

An diesem Tag des größten Geldwechsels aller Zeiten öffnen Hunderte Banken in ganz Deutschland ihre Schalter – allein bei der Postbank sind es 600 Filialen. Wer bis zum Vormittag nicht warten will, kann seit Mitternacht bereits an diversen Geldautomaten Euro abbuchen. Wer noch ungeduldiger ist, hat längst ein sogenanntes Starter-Kit erworben: Von einem Cent bis zu Zwei-Euro-Stücken – jede der acht Euro-Münzen steckt in den mehr als 50 Millionen kleinen Plastiksäckchen. Die Münzmischungen haben die deutschen Banken schon Tage zuvor ihren Kunden verkauft.

Ab dem 1. Januar 2002, drei Jahre nachdem der Euro bereits als Buchgeld eingeführt wurde, haben mehr als 300 Millionen Europäer ein neues gesetzliches Zahlungsmittel. Ein gutes halbes Jahr vorher erwartete bereits die Hälfte der Menschen in der Euro-Zone, die neue Währung bringe ihnen Vorteile.

Die Währung erlebt in dieser Zeit eine Erfolgsgeschichte mit niedrigen Inflationsraten: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank orientierte sich strikt am Ziel der Preisstabilität – der Anstieg der Verbraucherpreise lag im Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2001 nur bei zwei Prozent. Sogar den Karlspreis der Stadt Aachen erhielt der Euro – „in Würdigung für die Förderung des vereinten Europas in politischer, wirtschaftlicher und geistig-kultureller Beziehung“.

Von nun an ist die neue Währung mehr als eine Rechengröße. Das neue europäische Geld ist nun tatsächlich fassbar. Zu festgelegten Umrechnungskursen treten die Scheine und Münzen an die Stelle der nationalen Währungen wie des belgischen Franc oder der Deutschen Mark.

Kommentare (1)

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Pendler

04.09.2011, 13:06 Uhr

jaja, als dieser braune Sozialist 1939 den Krieg begonnen hat, klangen die 1. Meldungen auch sehr euphorisch.

Aber alle Erfolge von diesem (National) Sozialisten waREN GERAUBT UND GEKLAUT

uND ALLE €-Erfolge berugen auf SCHULDEN

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