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24.02.2016

18:29 Uhr

25 Jahre nach dem Golfkrieg

Kuwait steht vor großen Herausforderungen

Die Hoffnungen nach der Befreiung Kuwaits von den irakischen Invasoren waren gewaltig. 25 Jahre nach dem Golfkrieg ist die Bevölkerung desillusioniert. Der Frust über die Regierung und die Korruption ist groß.

Vor 25 Jahren dringen US-Soldaten in Kuwait ein, um es von den irakischen Truppen zu befreien. AP

Golfkrieg

Vor 25 Jahren dringen US-Soldaten in Kuwait ein, um es von den irakischen Truppen zu befreien.

Kuwait-StadtEs waren Höllenszenen. Brennende Ölquellen, schwer verschmierter Sand und dicker schwarzer Rauch in der Luft erwartete die US-Soldaten, als sie 1991 in das kleine Kuwait eindrangen, um es von den irakischen Truppen zu befreien. Häuser waren geplündert, sowohl diejenigen in Privatbesitz als auch staatliche Gebäude. Bis zu 5000 Kuwaiter hatten ihr Leben verloren.

25 Jahre später beeinflussen die irakische Besatzung und ihre Nachwehen noch immer das Leben in diesem Land an der Spitze des Persischen Golfes. Machtkämpfe, die Unfähigkeit, die vom Öl abhängige Wirtschaft umzustellen, und wachsende Desillusionierung unter den jungen Menschen im Gefolge des Arabischen Frühlings 2011 stellen das Emirat vor große Herausforderungen.

„Es wurde allgemein angenommen, dass sich nach der Befreiung eine sehr vielversprechende Dynamik in Kuwaits Gesellschaft entwickelt“, sagt Politikwissenschaftler Schafik Ghabra von der Universität Kuwait. „Traurigerweise navigiert sich Kuwait 25 Jahre später durch eine sehr aufgewühlte Region mit Problemen, die die Gefühle und Stimmung der kuwaitischen Bürger widerspiegeln.“

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Viele im Westen wussten vor der irakischen Invasion am 2. August 1990 wenig von Kuwait, das mit 17.820 Quadratkilometern Fläche kleiner als der US-Staat New Jersey oder das Bundesland Sachsen ist. Aber das Land verfügt über riesige Ölreserven, den sechstgrößten auf der Welt, was den Kuwaitern staatliche finanzielle Wohltaten von der Wiege bis zum Grab beschert und die Zusammensetzung der Bevölkerung beeinflusst hat.

Viele Ausländer, darunter zahlreiche Palästinenser, sind wegen des reichen Jobangebots in der Industrie in das Emirat geströmt. So stammten 60 Prozent der 1,6 Millionen Einwohner vor der Invasion aus anderen Staaten.

Für den irakischen Diktator Saddam Hussein war das ölreiche Land ein zu verlockendes Ziel. Seine Truppen überrannten die kuwaitischen Streitkräfte, Kuwaits Emir, Scheich Dschabir al-Ahmed al-Dschabir al-Sabah und sein königlicher Hof flohen nach Saudi-Arabien. Von dort aus organisierte der Scheich den Widerstand.

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