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10.08.2011

13:26 Uhr

38 Millionen Euro

Thailändischer Prinzenjet wieder frei

Der thailändische Kronprinz bekommt seine Boeing wohl zurück. Die thailändische Regierung will offenbar ihre Millionenschuld in Deutschland begleichen - sie hat eine Bankbürgschaft von 38 Millionen Euro hinterlegt.

Die Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen nach ihrer Beschlagnahmung auf dem Gelände des Flughafens München. Quelle: dpa

Die Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen nach ihrer Beschlagnahmung auf dem Gelände des Flughafens München.

MünchenDie thailändische Regierung will nach dem Streit um die gepfändete Boeing von Kronprinz Maha Vajiralongkorn offenbar seine Millionenschuld in Deutschland begleichen. Thailand habe eine Bankbürgschaft von 38 Millionen Euro hinterlegt, teilten der Insolvenzverwalter Werner Schneider und das Landgericht Landshut mit. Damit ist auch der gepfändete Jet frei. Für die Freigabe hatte das Landgericht zuvor lediglich eine Sicherheitsleistung von 20 Millionen Euro verlangt. Hintergrund der Pfändung am 12. Juli war eine Millionenforderung des inzwischen insolventen Baukonzerns Walter Bau AG gegen den thailändischen Staat.

Vertreter der thailändischen Regierung und Schneider einigten sich am Dienstagabend aber offenbar auf die Zahlung der gesamten Schuld. Dies müsse noch durch die neue thailändische Regierung und den Gläubigerausschuss der Walter Bau AG bestätigt werden, teilte der Insolvenzverwalter mit. „Ich bin sehr zufrieden mit dem derzeitigen Zwischenstand. Unsere Standhaftigkeit hat sich auf ganzer Linie ausgezahlt“, sagte Schneider laut Mitteilung.

Der Kronprinz Maha Vajiralongkorn bekommt wohl sein Flugzeug zurück. Quelle: dapd

Der Kronprinz Maha Vajiralongkorn bekommt wohl sein Flugzeug zurück.

Im Pfändungs-Streit ging es um 30 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Bau einer Mautstraße bei Bangkok in den 1980er Jahren. Durch Zinsen und Gebühren beläuft sich der Betrag laut Insolvenzverwalter mittlerweile auf etwa 38 Millionen Euro. Ein internationales Schiedsgericht hatte die Forderung von Walter Bau bestätigt, Bangkok hatte dennoch bisher nicht gezahlt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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extrem-ossi

10.08.2011, 20:26 Uhr

Abwarten und sehen wie sich die neugebildete thailändische Regierung in der Hauptsache beim Berliner Bezirksgericht verhält. Bis jetzt hat nur der Pfandgegenstand vom Flugzeug zur Bankbürgschaft gewechselt.
In der Hauptsache könnte noch der übereilte private Verkauf der Anteile an der Mautgesellschaft von Nachteil sein, statt die vertraglich vorgesehene Rückabwicklung zu nutzen. Er könnte dadurch den Status eines Investors im Sinne den Deutsch/Thai Investitionsschutzabkommens verlieren, den das UN-Schiedsgericht voraussetzte. In der juristerei ist es vermutlich wie auf hoher See...

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