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12.06.2013

02:38 Uhr

60 Tote

Massaker im Osten Syriens

Die Gewalt hat Syrien weiterhin im Griff. Bei einem Vergeltungsschlag im Osten Syriens haben Rebellen 60 Bewohner eines Dorfes getötet. Heute beraten die Außenminister der USA und Großbritanniens.

Ein Rebell in einer Ruine nahe der Stadt Aleppo. Reuters

Ein Rebell in einer Ruine nahe der Stadt Aleppo.

BeirutBei Kämpfen mit syrischen Rebellen sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 60 Schiiten getötet worden. Die Bewohner eines Dorfes im Osten Syriens hätten am Montag einen nahe gelegenen Rebellenposten angegriffen und dabei zwei Rebellen getötet, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag.

Bei einer Gegenattacke der Rebellen seien dann mindestens 60 schiitische Dorfbewohner ums Leben gekommen.

Die meisten der Opfer seien „Kämpfer“ gewesen, erklärte der Direktor der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Demnach ereigneten sich die Gefechte in der hauptsächlich von Sunniten bewohnten Ortschaft Hatlah in der Provinz Deir Essor. Dabei seien auch mindestens zehn Rebellen getötet worden.

Im Kampf gegen den seit mehr als zwei Jahren andauernden Aufstand hat die syrische Regierung in einigen Landesteilen örtliche Milizen gebildet, trainiert und bewaffnet.

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad gehört den Alawiten an, einer Untergruppe der Schiiten. Seit einiger Zeit kämpft die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon an der Seite der syrischen Regierungstruppen. Der Großteil der syrischen Bevölkerung sowie die Aufständischen sind dagegen Sunniten. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, Massaker an anderen religiösen Gemeinschaften verübt zu haben.

Die Gewalt hatte auch am Dienstag Syrien unvermindert im Griff: In der Hauptstadt Damaskus wurden bei einem schweren Doppelanschlag mindestens 14 Menschen getötet, wie das Staatsfernsehen berichtete. Im Norden bombardierten die Regierungstruppen mehrere Ortschaften in der Provinz Aleppo und versuchten, die Rebellen aus einem strategisch wichtigen Militärflughafen zu vertreiben.

Über die Lage in dem Bürgerkriegsland wollten am Mittwoch US-Außenminister John Kerry und sein britischer Kollege William Hague in Washington beraten. Während London und Paris Waffenlieferungen an die Rebellen erwägen, wollen die USA dies bislang nicht tun.

Von

afp

Kommentare (12)

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dschungelmann

12.06.2013, 06:48 Uhr

Rami Abdel Rahman gibt es nicht, liebes Handelsblatt, er ist ein Pseudonym. Das muesste euch eigentlich derweil bekannt sein. Das 'syrische Menschenrechtsbuero' ist laengst (siehe sz Artikel) als Propagandaorgan der Rebellen/Teroristen entlarvt. Das muss hier mal klar gesagt werden. Das verharmlosen der Rebellen muss endlich ein Ende haben. Dieses weitere Massaker an unbewaffneten Zivilisten zeigt klar deren Doktrin.Die Bevoelkerung lehnt dieses Pack ab. Fuer mich ist JEDER und JEDES Medium, das diesen Terroristen weiterhin durch Wort und Tat hilft mit diesen Leuten gleichzusetzen. Terroristen und ihre Helfer. Ich haette niemals gedacht, das es die Medien soweit kommen lassen. Die gemaessigte Opposition in Syrien spricht sich derweil offen gegen
diesen Kampf aus. Wer Doppelselbstmordanschlage in Zivilbereichen durchfuehrt und Doerflerdd ermordet ist Terrorist. Wer solchen Kreaturen hilft und ihnen das Wort redet ebenfalls. Ich hoffe das Syriens Armee nun schnell und unnachgiebig durchgreift.

Kritiker

12.06.2013, 07:46 Uhr

Gott sei Dank gibt es gut informierte Menschen wie Sie, die nicht jeden Mist aus den Mainstreammedien glauben sondern auch mal kritisch hinterfragen. Immer wenn der Name Rami Abdul Rahman kommt oder seine Syrian Human Right Watch Organisation könnte ich schon loslachen, wenn der Hintergrund nicht so traurig wäre. Und das die Mainstreammedien immer noch auf diesen Imbißbudenbesitzer aus London "hereinfallen", beweist einfach nur, das es keine ehrlichen investigativen Journalismus gibt sondern das der Mainstream nur noch als Propagandaorgan dient.

Schande über das HB, tut mir leid.

dschungelmann

12.06.2013, 08:22 Uhr

Ganz Ihrer Meinung. Nur scheinen auch Sie nicht zu wissen, das es den Menschen Rami Abdel Rahman nicht gibt und nie gegeben hat. Dieser Name ist ein reines Aushaengeschild fuer eine Gruppe GB bezahlter und geschuetzter anonymer Rebellenunterstuetzer.Es ist immens wichtig das zu wissen um die 'Infos' dieser Geheimtruppe richtig einzuordnen. Nochmal: Einen Herrn Rahman GIBT ES NICHT, liebes HB.

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