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18.07.2013

10:18 Uhr

95. Geburtstag Mandelas

„Wir sind so stolz“

Gute Nachrichten am 95. Geburtstag des kranken Mandela: Dem Friedensnobelpreisträger geht es besser. Trotzdem bleibt er weiterhin im Hospital. Von überall erreichten ihn Glückwunsche – auch Putin und Obama gratulierten.

An den Glückwünschen kommt man in Südafrika nicht vorbei: Ein Land feiert seinen Nationalhelden. AFP

An den Glückwünschen kommt man in Südafrika nicht vorbei: Ein Land feiert seinen Nationalhelden.

Kapstadt/Washington/MoskauDer Gesundheitszustand des Ex-Präsidenten Südafrikas habe sich weiter verbessert, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des südafrikanischen Präsidialamtes. „Madiba bleibt weiter im Hospital, aber die Ärzte haben bestätigt, dass sich sein Befinden ständig verbessert“, so Präsident Jacob Zuma. Madiba ist der Clanname des greisen Friedensnobelpreisträgers, der seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt wird.

US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin gratulierten dem südafrikanischen Nationalhelden zum Geburtstag. In der Mitteilung des Weißen Hauses betonte Obama, seine Familie sei tief bewegt vom Besuch auf der ehemaligen Gefangeneninsel Robben Island gewesen, wo Mandela viele Jahre lang inhaftiert war. Putin lobte, Mandela sei untrennbar mit der modernen Geschichte Afrikas verbunden. Der Friedensnobelpreisträger stehe für den Aufbau eines demokratischen Südafrika, hieß es in dem Schreiben, das der Kreml auf seiner Internetseite veröffentlichte.

Das Leben des Nelson Mandela

18. Juli 1918

Nelson Rolihlahla („Der Schwierige“) Mandela wird als Mitglied der Tembu-Königsfamilie des Xhosa-Volkes bei Umtata im Südwesten des Landes geboren.

1938

Mandela beginnt sein Jurastudium an der Universität für Farbige in Fort Hare. Es folgen die Universitäten von Witwatersrand und Pretoria, wo er 1942 sein Studium abschließt.

1944

Mandela schließt sich der schwarzen Widerstandsbewegung gegen die südafrikanische Apartheidpolitik an und wird Mitglied des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC).

1952

Er eröffnet das erste schwarze Anwaltsbüro in Johannesburg und führt eine gewaltlose landesweite Kampagne gegen die sogenannten Rassentrennungsgesetze.

1956

Mandela steht erstmals wegen Hochverrats vor Gericht, wird aber freigesprochen.

1961

Nach dem Verbot des ANC gründet Mandela die militante Gruppe Speer der Nation („Umkhonto we Sizwe“).

August 1962

Mandela wird erneut verhaftet. In dem folgenden Prozess werden ihm als Hauptangeklagten mehr als 150 Sabotageakte angelastet.

Juni 1964

Mandela wird wegen der Vorbereitung eines bewaffneten Aufstands als Hochverräter zu lebenslanger Haft verurteilt.

11. Februar 1990

Mandela wird nach 27 Jahren aus der Haft entlassen. 17 Jahre davon saß er mit der Häftlingsnummer 466/64 auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island ein.

1993

Mandela und der südafrikanische Regierungschef Willem de Klerk werden gemeinsam mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

9. Mai 1994

Der einstige politische Häftling geht als Sieger aus den ersten freien Wahlen nach Ende der Trennung zwischen Schwarzen und Weißen hervor und wird von der Nationalversammlung zum Staatspräsidenten gewählt.

Dezember 1997

Thabo Mbeki löst Mandela als ANC-Präsident ab.

14. Juni 1999

Mbeki wird als Nachfolger Mandelas vom südafrikanischen Parlament zum Staatspräsidenten gewählt. Mandela zieht sich aus der aktiven Politik zurück, tritt national und international aber weiterhin als moralische Instanz und Vermittler in Erscheinung.

Juni 2004

Der 85-Jährige betont, sich endgültig aus dem öffentlichen Leben heraushalten zu wollen.

Juli 2010

Letztes öffentliches Erscheinen Mandelas zur Abschlussfeier der Fußball-Weltmeisterschaft in Johannesburg.

5. Dezember 2013

Nelsen Mandela stirbt im Alter von 95 Jahren. Am darauffolgenden Dienstag wird eine weltweit übertragene Trauerfeier für ihn veranstaltet.

Südafrikas Präsident Zuma betonte: „Wir sind stolz, dass diese internationale Ikone einer von uns Südafrikanern ist,“ Er hoffe, die Südafrikaner würden seinen 95. Geburtstag „zur größten Geburtstagsfeier, die es je gab“, machen. Am Morgen sangen Millionen Schulkinder ein Geburtstagslied für den Vaters der „Regenbogennation“.

Weltweit finden zu Ehren Mandelas Veranstaltungen und Konzerte statt. Bei einer Mandela-Sondersitzung der UN-Vollversammlung in New York werden auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und der Sänger Harry Belafonte erwartet. Millionen Menschen in aller Welt wollen sich am „Internationalen Nelson-Mandela-Tag“ der UN 67 Minuten lang sozial engagieren - denn 67 Jahre war Mandela politisch aktiv. 27 Jahre davon saß er wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem im Gefängnis.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Eva1811

18.07.2013, 11:33 Uhr

Mandelss Geburtstag und alle wünschen ihm Genesung und Rückkehr in den Kreis seiner Familie zu Hause und das er unseren blauen Planeten und seine Heimat Afrika in all seinen schönen Facetten noch erleben kann und darf..

Gott schütze ihn.....

Account gelöscht!

18.07.2013, 12:23 Uhr

Fred schütze ihn.

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