Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.03.2014

02:05 Uhr

Abbas in Washington

Kerry ermutigt zu schweren Entscheidungen im Nahost-Prozess

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wird am Montag Obama im Weißen Haus treffen. US-Außenminister John Kerry ermutigte Abbas am Sonntag in Washington zu harten Entscheidungen im Nahost-Prozess. Die Zeit drängt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas soll am Montag im Weißen Haus US-Präsident Obama treffen. dpa

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas soll am Montag im Weißen Haus US-Präsident Obama treffen.

WashingtonUS-Außenminister John Kerry hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu harten Entscheidungen im Nahost-Friedensprozess ermutigt. Die Verhandlungen befänden sich in einer entscheidenden Phase, niemand solle die Chance eines dauerhaften Friedens versäumen, sagte Kerry bei einem Treffen mit Abbas am Sonntag in Washington nach Angaben von Regierungsbeamten. Kerry habe seine Bereitschaft bekräftigt, in den nächsten Wochen in die Gespräche einzugreifen, um bestehende Differenzen zu überwinden.

Abbas wird am Montag (1600 MEZ) mit Präsident Barack Obama zusammentreffen. Bei dem Gespräch im Weißen Haus geht um den Stand der im Juli begonnen Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern: Die Zeit drängt, denn Ende April läuft eine Frist für die Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung ab, bei denen es bislang kaum erkennbare Fortschritte gegeben hat.

Israel: Wähler stimmen künftig über Gebietsabtretungen ab

Israel

Wähler stimmen künftig über Gebietsabtretungen ab

Bevor Israel und die Palästinenser Frieden schließen können, müssen schwere Entscheidungen getroffen werden. Dabei geht es auch um Gebietsabtretungen. Über die sollen in Israel künftig die Wähler das letzte Wort haben.

Als besonders strittig gelten der Status von Jerusalem, die Grenzen sowie das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war vor knapp zwei Wochen bei Obama zu Besuch. Dort hatte er den Palästinensern vorgeworfen, ihren Teil zur Beilegung des Konflikts - anders als Israel - nicht geleistet zu haben.

Einer der Streitpunkte bei den Verhandlungen ist die Forderung Netanjahus, die Palästinenser müssten Israel als jüdischen Staat anerkennen. Abbas lehnt dies unter Hinweis auf die arabische Bevölkerung in Israel und die Forderung nach einem Recht auf Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge ab.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×