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24.10.2013

13:46 Uhr

Abgabe auf Energy-Drinks

Frankreich plant Red-Bull-Steuer

Energy-Getränke sind umstritten. Einerseits sollen sie wach machen, andererseits können sie Kindern und Jugendlichen schaden, besagen Studien. Frankreich plant deshalb die sogenannte Red-Bull-Steuer.

Steuerpläne: Energy-Getränke könnten in Frankreich teurer werden. AFP

Steuerpläne: Energy-Getränke könnten in Frankreich teurer werden.

ParisIn Frankreich soll es künftig eine sogenannte Red-Bull-Steuer geben. Die Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten am Donnerstag für einen Vorschlag, der die Einführung einer hohen Abgabe auf Energy Drinks vorsieht. Sie könnte eine 0,25-Liter-Dose um rund 25 Cent teurer machen und soll Schätzungen zufolge rund 60 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen.

Begründet wird das Steuerprojekt mit Gesundheitsrisiken, die von diesen Getränken ausgehen könnten. In Studien wird davor gewarnt, der hohe Koffeingehalt könne zu Nervosität, Erregbarkeit und Schlaflosigkeit führen. Die französische Gesundheitsbehörde Anses empfahl jüngst in einem Gutachten, dass vor allem Kinder und Jugendliche auf den Konsum von Energy-Getränken verzichten sollten. Auch vor Risiken durch den gleichzeitigen Genuss von Alkohol wird gewarnt.

Ob die Steuer wirklich umgesetzt werden kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Nach dem Senat dürfte sich auch noch der Verfassungsrat mit dem Thema beschäftigen müssen. Er hatte schon im Vorjahr eine ähnliche Initiative nach Protesten der Getränkeindustrie gestoppt. Damals gab es aber noch nicht das Anses-Gutachten.

Von

dpa

Kommentare (6)

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wolfshund

24.10.2013, 14:18 Uhr

Sehr gut! Diesen Süss-Stoffmüll benötigt: NIEMAND!

Account gelöscht!

24.10.2013, 14:24 Uhr

Ja, Müll. Aber ob diese neue Steuer wohl EU-verträglich ist?---zitter-zitter, Bedenken über Bedenken (ich versuch grade, mich in einen deutschen Politiker hineinzudenken...).

drvolterra

24.10.2013, 14:27 Uhr

Genau wie Kaffee und ihre Person. Was der dumme deutsche Bauer nicht kennt verurteilt er. Die Menge macht das Gift.

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