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07.09.2013

16:40 Uhr

Abkommen

China sichert sich Anteile an kasachischem Ölprojekt

China steigt in das Ölgeschäft der Ex-Sowjetrepublik ein: Für fünf Milliarden US-Dollar erwirbt der energiehungrige Gigant acht Prozent an einem Ölprojekt im Kaspischen Meer.

Stoßen auf das gemeinsame Geschäft an: Xi Jinping (links) und Nursultan Nazarbayev. AFP

Stoßen auf das gemeinsame Geschäft an: Xi Jinping (links) und Nursultan Nazarbayev.

Astana/MoskauDas energiehungrige China erwirbt für fünf Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Mrd. Euro) von der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan acht Prozent am Ölprojekt Kaschagan im Kaspischen Meer. Ein entsprechendes Abkommen hätten die Konzerne China National Petroleum Corporation (CNPC) und KazMunaiGaz in Astana unterzeichnet, berichteten Medien aus der kasachischen Hauptstadt am Samstag.

Das Geschäft sei bei einem Treffen von Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping abgeschlossen worden. Der zentralasiatische Steppenstaat will bereits an diesem Montag mit der Ölförderung im Kaschagan-Feld beginnen.

Bis Jahresende sollen maximal drei Millionen Tonnen Rohöl gefördert werden. Die Reserven des Feldes im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres werden auf rund 38 Milliarden Barrel (je 159 Liter) geschätzt. Zudem werden dort bis zu einer Billion Kubikmeter Gas vermutet. Kaschagan wird von einem internationalen Konsortium erschlossen, zu dem unter anderem die Konzerne Eni und Royal Dutch Shell gehören.

Von

dpa

Kommentare (3)

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07.09.2013, 23:14 Uhr


Dumm sind sie ja nicht, kaufen Gold und Energie/Rohstoffe weltweit.
Und Deutschland ?
Ach ja, rechnert sich ja nicht laut Schäuble.

Karl Schiller ,steh auf und hau ihnen die Handschuh sonst wo hin.

( Um die Rohstoffproblematik wissen sie in Berlin spätestens seit Steinbrück gell )

Account gelöscht!

08.09.2013, 09:27 Uhr

China erledigt generell auf die sanfte Tour das, was unsere Kriegstreiber-Freunde auf die harte Tour vermasseln. Hier kann man genüßlich die Beispiele lesen, wie u.a. die Franzosen um die Früchte ihrer libyschen Bombadierungen gebracht werden (Merde!):

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/china-uebernimmt-anteile-an-oelfeldern-in-aegypten-dem-irak-und-syrien.html

Na, lieber Obama, dann bomb mal weiter den Weg frei für die nächsten Deals der Chinesen!

Account gelöscht!

08.09.2013, 09:34 Uhr

PS: im Fall von Libyen sollte man wissen, daß die Chinesen auch vorher, mit Gaddafi, gut im Geschäft waren - das mag durchaus auch einer der Hauptgründe gewesen sein, ihn mittels einer "Flugverbotszone" (in Kombination mit Islamisten-Söldnern und verdeckten Spezialeinheiten) wegzubomben. Aber man sieht, es hat nichts genutzt.

Die Chinesen sind hierbei wie Wasser - man kann es zeitweilig wegdrücken, aber wenn der Druck nachläßt, fließt es wieder zurück.

Derweilen machen sich unsere US-Besatzer und die ehemaligen Kolonialmächte durch ihre mit immer dubioseren Vorwänden kaschierten Angriffskriege weltweit unbeliebt.

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