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26.12.2013

15:42 Uhr

Abkommen geschlossen

Russland und Syrien fördern gemeinsam Öl

Syrien steckt in einem Bürgerkrieg, dennoch schließt das Land ein Abkommen mit Russland: Gemeinsam wollen die Länder im Mittelmeer Öl und Gas fördern. Die Kosten für die Erkundung trägt Russland.

Syriens Staatspräsident Bashar al-Assad während eines Interviews: Inmitten des Bürgerkriegs schließt er einen Rohstoff-Pakt mit Russland. ap

Syriens Staatspräsident Bashar al-Assad während eines Interviews: Inmitten des Bürgerkriegs schließt er einen Rohstoff-Pakt mit Russland.

DamaskusInmitten des Bürgerkrieges hat Syrien mit Russland ein Abkommen zur gemeinsamen Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen im Mittelmeer geschlossen. Der Vertrag wurde am Mittwoch in Damaskus vom syrischen Ölminister Suleiman Abbas und Vertretern der syrischen General Petroleum Company sowie des russischen Sojusneftegas-Konzerns unterzeichnet. Derweil zählen Aktivisten inzwischen mehr als 400 Todesopfer bei Luftangriffen auf die umkämpfte Großstadt Aleppo.

Das syrisch-russische Abkommen zur Rohstoffausbeutung bezieht sich auf ein 2190 Quadratkilometer großes Meeresgebiet vor der Küste Syriens. Laut Ölminister Abbas läuft der Pakt über 25 Jahre und ist das Ergebnis monatelanger Verhandlungen. Die Kosten für Erforschung und Ausbeutung lägen bei 100 Millionen Dollar (73 Millionen Euro).

Es handele sich um das erste Abkommen für die Erkundung von Öl- und Gasvorkommen in syrischen Gewässern, erklärte die General Petroleum Company. Finanziert würden die dafür notwendigen Arbeiten von Russland, das seine Kosten durch gefundene Rohstoffvorräte wieder hereinhole. Russland ist neben dem Iran der wichtigste Verbündete des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Human Rights Watch berichtet: Syrische Luftwaffe tötete hunderte Zivilisten

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Syrische Luftwaffe tötete hunderte Zivilisten

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen das syrische Regime: Die Luftwaffe greife „absichtlich“ Wohngebiete in Aleppo an – mindestens 232 Zivilisten seien bereits gestorben.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 ist die Ölproduktion in Syrien offiziellen Angaben zufolge um 90 Prozent gefallen. Auch die Gasproduktion ging demnach von einst 30 Millionen auf 16,7 Millionen Kubikmeter pro Tag zurück. Grundsätzlich sind Öl- und Gasexporte eine wichtige Einkommensquelle für Assads Regierung, die wegen des Kollapses der Wirtschaft infolge der Gefechte mit schweren Finanzproblemen kämpft.

Bei den Luftangriffen syrischer Streitkräfte auf Aleppo wurden Aktivisten zufolge vom 15. Dezember bis Heiligabend mehr als 400 Menschen getötet. Unter den Todesopfern seien 117 Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Die Angaben der oppositionsnahen Organisation können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Kommentare (1)

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Nabila

27.12.2013, 17:42 Uhr

Syrien wird sehr bald befriedet sein. Das Gas vor der Küste ist ein wichtiger Baustein für den Wiederaufbau. Zwischen Duma und Adra sitzen die Gotteskrieger in der Falle. Danach wird der Norden (Aleppo bis türkische Grenze) von der Al Qaida befreit. Rechnen Sie mit weiteren Toten im sechsstelligen Bereich im Norden des Landes. Lieber Westen, diese Hunderttausende von Toten wären erspart geblieben, wenn Ihr nicht versucht hättet, gegen den Willen der syrischen Bevölkerung mit Hilfe der Salafisten in Syriens Norden einen islamischen Staat zu bilden. Nun haben die Journalisten mit ihrer Hetze und wissentlichen Falschbeichten in den Fettnapf getreten. Das europäisch geprägte Küstengebiet Syriens wird nun die wirtschaftlich stärkste Region werden - dank des Erdgases vor der Küste. Sie werden die Kröte nun schlucken müssen - Herr Baschar al Assad wir unser Präsident bleiben.

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