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27.05.2016

07:06 Uhr

Absage an Weltklimapakt

Donald Trump will die Kohle befreien

Lange wurde Donald Trump als chancenlos eingeschätzt, dann ließ er alle Konkurrenten hinter sich. Jetzt hat er genügend Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur – und feiert das mit einer Breitseite zur Klimapolitik.

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BismarckDonald Trump hat genügend Delegierte für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zusammen. Er selbst bestätigte Medienberichte, wonach er die Schwelle von 1237 überschritten hat. „Ich bin geehrt“, erklärte er bei einer Pressekonferenz im Bundesstaat North Dakota.

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP kommt Trump nun auf 1238 Delegierte. Der Fernsehsender CNN zählte 1237 – das wäre exakt die Nominierungsschwelle. Der Sender ABC berichtete von 1239.

Es handelt sich allerdings nicht um offizielle Zahlen, sondern um das Ergebnis von Umfragen bei ungebundenen Delegierten. Diese können sich unabhängig von den Ergebnissen der Vorwahlen hinter einen Bewerber stellen. Offiziell gekürt wird der Kandidat der Republikaner bei einem Parteitag im Juli in Cleveland.

Am Donnerstag hatte Trump mit Äußerungen zu einer Kehrtwende in der US-Klimapolitik für Aufsehen gesorgt. Mit ihm als Präsident würden die USA aus dem Weltklimapakt von Paris aussteigen und sämtliche Zahlungen an einen UN-Fonds gegen die Folgen des Klimawandel einstellen, erklärte er bei einer Öl- und Gaskonferenz in Bismarck in North Dakota. Er versprach zudem die uneingeschränkte Förderung von Öl, Kohle und Erdgas. Ziel sei eine energiepolitische Unabhängigkeit der USA.

Den Hauptwahlkampf schon fest im Blick, versuchte sich Trump in seiner Energierede vor allem im Umgang mit der Kohleindustrie von seiner wahrscheinlichen demokratischen Rivalin Hillary Clinton abzusetzen. Er werde alles tun, um die „Kohle zu befreien“ und Tausende Jobs in der Branche zurückzuholen, die durch die scharfe Konkurrenz durch günstigere Erdgasproduktion und Umweltschutzauflagen zur Senkung der Treibhausgase verloren gegangen seien.

Clinton hatte zu dem Thema noch im März erklärt: „Wir werden viele Grubenarbeiter und Kohleunternehmen aus der Wirtschaft verdrängen.“ Später ruderte Clinton zurück, sprach von einer falschen Behauptung und legte einen Plan zur Unterstützung entlassener Grubenarbeiter vor.

Trump warf der Ex-Außenministerin vor, „dem amerikanischen Arbeiter den Krieg erklärt zu haben“. Dabei liebten die Kumpel die Arbeit in den Minen, sagte er. Seine Kampagne werde diesen Leuten helfen.

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