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27.08.2014

17:07 Uhr

Abstimmung auf Parteitag

Davutoglu beerbt Erdogan als AKP-Chef

Der bisherige türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ist von den AKP-Mitgliedern zum neuen Parteivorsitzenden gewählt worden. Sein Vorgänger Erdogan darf als neugewählter Präsident keiner Partei angehören.

Ahmet Davutoglu wurde auch für die Übernahme des Amts des Regierungschefs nominiert. ap

Ahmet Davutoglu wurde auch für die Übernahme des Amts des Regierungschefs nominiert.

AnkaraDie in der Türkei regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) hat den bisherigen Außenminister Ahmet Davutoglu am Mittwoch auf einem außerordentlichen Parteitag in Ankara zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Mehr als tausend Parteimitglieder stimmten dem Wunsch des bisherigen AKP-Chefs und Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu, Davutoglu zugleich für die Übernahme des Amts des Regierungschefs zu nominieren. Erdogan gibt beide Ämter auf, nachdem er am 10. August als Sieger aus der Präsidentschaftswahl hervorgegangen war.

Erdogan versprach vor seinem für Donnerstag angekündigten Wechsel ins Präsidentenamt, dass sich die Politik der AKP nicht ändern werde. Auch nach der Übergabe der Führung von Regierung und Partei an Davutoglu werde der politische Kurs beibehalten, sagte Erdogan in einer zweistündigen Rede vor rund 40.000 AKP-Anhängern in einem Stadion von Ankara.

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„Namen haben keine Bedeutung, Namen ändern sich heute, doch unsere Essenz, unsere Mission, unser Geist, unsere Ziele und Ideale bleiben bestehen“, rief Erdogan bei seiner Abschiedsrede als Parteivorsitzender den Anhängern zu. Erdogan, der zwei Söhne und zwei Töchter hat, sagte, die Partei sei sein „fünftes Kind“, doch sei es an der Zeit, auf Wiedersehen zu sagen.

Laut der Verfassung darf der Präsident keiner Partei angehören. Erdogan war am 10. August bei der ersten Direktwahl des Präsidenten zum neuen Staatsoberhaupt gewählt worden.

Von

afp

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